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Lacht mal wieder - Ein wenig Aufmunterung für triste Tage


Hallo Leute, ein weiteres Mal biete ich euch heute ein wenig Spass in Form von lustigen, teils nachdenklichen Zitaten, Gedichten und Versen zu eurer Aufmunterung an. Viel Spass beim Lesen! Mag sein, dass der eine oder andere, diesen oder jenen Text schon kennt. Aber es gibt Texte, die man immer wieder mal lesen kann.

 

«Dunkel war’s, der Mond schien helle» ist ein Gedicht eines unbekannten Verfassers, dass es heute in mehreren Varianten gibt. Das Gedicht ist durch sich widersprechende Aussagen, Paradoxien, geprägt. Das beginnt schon im Titel und setzt sich mit zahlreichen Oxymora im Text fort (Ein Oxymoron ist eine rhetorische Figur, bei der eine Formulierung aus zwei gegensätzlichen, einander widersprechenden oder sich gegenseitig ausschliessenden Begriffen gebildet wird, z. B. „alter Knabe“ (Quelle: Wikipedia). Wie gesagt, es gibt heute etliche Varianten dieses Gedichtes, untenstehend eine neuere Variante mit zehn Strophen. Die bekannteste Fassung entspricht den vier ersten Strophen.

 

 

Dunkel war’s, der Mond schien helle …

schneebedeckt die grüne Flur,

als ein Wagen blitzesschnelle,

langsam um die Ecke fuhr.

 

Drinnen sassen stehend Leute,

schweigend ins Gespräch vertieft,

als ein totgeschoss’ner Hase

auf dem Wasser Schlittschuh lief.

 

Und ein blondgelockter Jüngling

mit kohlrabenschwarzem Haar

sass auf einer grünen Kiste,

die rot angestrichen war.

 

Neben ihm ’ne alte Schrulle,

zählte kaum erst sechzehn Jahr,

in der Hand ’ne Butterstulle,

die mit Schmalz bestrichen war.

 

Und der Wagen fuhr im Trabe

rückwärts einen Berg hinauf.

Droben zog ein weisser Rabe

Grade eine Turmuhr auf.

 

Ringsumher herrscht tiefes Schweigen

und mit fürchterlichem Krach

spielen in des Grases Zweigen

zwei Kamele lautlos Schach.

 

Oben auf dem Apfelbaume,

der sehr süsse Birnen trug,

hing des Frühlings letzte Pflaume

und an Nüssen noch genug.

 

Von der regennassen Strasse

wirbelte der Staub empor.

und ein Junge bei der Hitze

mächtig an den Ohren fror.

 

Beide Hände in den Taschen

Hielt er sich die Augen zu.

denn er konnte nicht ertragen,

wie nach Veilchen roch die Kuh.

 

Und zwei Fische liefen munter

durch das blaue Kornfeld hin.

Endlich ging die Sonne unter

und der graue Tag erschien.

 

Heinz Erhardt

Die eher älteren Semester unter euch können sich sicher noch an Heinz Erhardt erinnern. Ich liebte ihn seit eh und je und liebe ihn und seine Texte, Gedichte und seinen Humor auch noch heute, obwohl er schon lange von uns gegangen ist. Aber vielleicht finden so auch die jungen Generationen Zugang zu einem Meister seines Faches. Seine Texte, Sprüche und Zitate sind absolut zeitlos und passen gerade heute mehr denn je in unsere gesellschaftliche Welt. 

 

Heinz Erhardt gehört zu Deutschlands bekanntesten Komikern. Seit Kriegsende und bis zu seinem Tod lebte er mit seiner Familie in Wellingsbüttel. Begraben ist er auf dem Ohlsdorfer Friedhof. Unvergessen sind aber nicht nur sein Humor und seine Filme, sondern auch seine Gedichte. Hier kommen 14 seiner Zitate und Verse.

 

Manche Menschen wollen immer nur glänzen, obwohl sie keinen Schimmer haben.

 

„Gott hat die Welt aus Nichts gemacht“,

so steht es im Brevier,

nun kommt mir manchmal der Verdacht,

er macht sich nichts aus ihr …

 

Wer sich selbst auf den Arm nimmt, erspart anderen die Arbeit.

 

Ich finde solche, die von ihrem Geld erzählen

und solche, die mit ihrem Geiste protzen

und solche, die erst beten und dann stehlen,

ich finde solche, Sie verzeihn, zum Kotzen.

 

Da kann einer sagen, was er will, das beste Essen ist immer noch das Trinken.

 

Wenn dir ein Fels vom Herzen fällt,

so fällt er auf den Fuß dir prompt!

So ist es nun mal auf der Welt;

ein Kummer geht, ein Kummer kommt.

 

Das Lernen macht stets dann Verdruss, wenn man’s nicht will, es aber muss.

 

Die schlechtesten Bücher sind es nicht,

an denen Würmer nagen,

die schlechtesten Nasen sind es nicht,

die eine Brille tragen.

Die schlechtesten Menschen sind es nicht,

die dir die Wahrheit sagen.

 

Paradox ist, wenn einer sich im Handumdrehen den Fuß bricht.

 

Ich wälze nicht schwere Probleme

und spreche nicht über die Zeit.

Ich weiß nicht, wohin ich dann käme,

ich weiß nur, ich käme nicht weit.

 

Man macht gewöhnlich viele Worte, wenn man nichts zu sagen hat

 

Wenn die Opern dich umbrausen mit Getön, dann genieße auch die Pausen:

sie sind schön.

 

Ich könnte manchmal vor Glück eine ganze Allee von Purzelbäumen schlagen.

 

Pessimisten sind Leute, die mit der Sonnenbrille in die Zukunft schauen

 

Und zum Schluss: Der Eber

Und hier noch ein weiteres Gedichtlein von Heinz Erhardt zum Schmunzeln.

 

Der Eber ist sehr missgestimmt,

weil seine Kinder alles Ferkel sind.

Nicht nur die Frau - die Sau - alleine,

die ganze Verwandtschaft alles Schweine!




 

Musiktipp der Woche:

 

Alan Parsons Project: Time https://www.youtube.com/watch?v=zhRzORqNa0E

 




Dany Kammüller, April 14, 2023 10:57 AM