Aktuelles/Blog
Brot statt Waffen
Es ist Frühling, für mich eine der schönsten Jahreszeiten auf Mutter Erde. Die Natur erwacht zu neuem Leben, sie entfaltet sich, beginnt zu blühen. Vögel kehren aus ihrem Winterquartier zu uns zurück. Die Sonne wird wärmer, die Tage länger. Eigentlich hätten wir Grund zur Freude, doch Bomben und Granaten legen nach wie vor einen Trauerflor über gewisse Regionen unserer Welt, das stimmt mich traurig und nachdenklich.
Ich frage ganz naiv, warum kann die Menschheit nicht überall auf Mutter Erde in Frieden und Eintracht miteinander leben? Warum rüsten die Staaten auf statt ab? Noch nie wurde weltweit so viel Kriegsmaterial hergestellt, exportiert und importiert - wie in den vergangenen zwei Jahren und das Wettrüsten geht ungebrochen weiter. Der Handel mit Tötungsinstrumenten ist sprichwörtlich ein «Bombengeschäft».
Umsätze
Eine Studie des Stockholmer Institut für Friedensforschung Sipri belegt, dass die 100 grössten Waffenkonzerne 2021 mit dem Verkauf von Waffen und militärischen Dienstleistungen rund 592 Milliarden Dollar umsetzten. Die weltweit grössten Waffen-Exporteure im Zeitraum 2017 bis 2021 waren nach den USA und Russland, Frankreich, China und Deutschland. Gemeinsam waren sie für mehr als drei Viertel aller Lieferungen verantwortlich.
Privatbesitz
Weltweit sind über eine Milliarde Handfeuerwaffen im Umlauf. Nur etwa 100 Millionen davon aus dem zivilen Bereich sind registriert. In der Schweiz kommen einer Schätzung zur Folge auf 1000 Einwohner etwa 250 Waffen. Die Dunkelziffer dürfte massiv höher sein. Weltweit steht die Eidgenossenschaft damit an vierter Stelle hinter den USA, dem Jemen und Serbien (!).
Die Kehrseite der Medaille
2021 litten weltweit 828 Millionen Menschen an Hunger, davon jeder zehnte unter chronischem Hunger. 91 Prozent davon lebten in Asien und Afrika. Diese Fakten sind bekannt, doch was wird dagegen getan? Zahlreiche Länder mit niedrigem und mittlerem Einkommen sind auf Weizen und andere Lebensmittelimporte aus der Ukraine und Russland angewiesen. Diese beiden Länder gelten als «die Kornkammern der Welt»: Ein Drittel der weltweiten Weizenlieferungen wird dort produziert. Doch durch den Krieg sind Produktion und Lieferungen dieser Lebensmittel unterbrochen. Die Auswirkungen sind verheerend, denn extreme Preissteigerungen sind die Folge, und vor allem die ärmsten Familien bekommen sie zu spüren. Lebensmittel wie Weizen, Mais oder Speiseöl sind in vielen Ländern so teuer wie nie zuvor. Millionen gefährdete Familien stürzen noch weiter in die Ernährungsunsicherheit. (Quelle: Unicef). Es trifft immer die Schwächsten.
Es ist Zeit zu handeln
Liebe Leser/innen, stellen Sie sich vor, man würde nur ein Bruchteil des Geldes, das für Kriegsmaterial ausgegeben wird für die weltweite Hungersnot einsetzen. Damit könnte man Abermillionen Leben retten. Warum machen es sich die reichen Staaten dieser Welt nicht zur Hauptaufgabe den Welthunger zu besiegen, statt noch mehr Waffen zu produzieren. Beispiel Nordkorea. Der dortige Machtinhaber Kim Jong-Un, ein vollgefressener, paranoider, grössenwahnsinniger Diktator, lässt sein Volk seit Jahrzehnten hungern. Er forciert lieber den Bau von Atombomben, statt sein Volk zu ernähren, das ihm unter den Händen wegstirbt. Das gleiche gilt für diverse asiatische und afrikanische Länder, in denen Kriege und Korruption vorherrschen. Gebt den Völkern Brot statt Waffen. Ich weiss, das ist ein frommer Wunsch. Doch wenn wir so weiter machen, fallen eines Tages sinnbildlich, in Form von neuen Flüchtlingswellen, Terroranschlägen, Cyberkriminalität, etc., auch Bomben und Granaten auf unsere Dörfer und Städte. Die Vergangenheit können wir nicht ändern, die Zukunft schon. Daher lohnt es sich über ein gemeinsames wie, wer, was, wo und warum nachzudenken. Es ist Zeit zu handeln, und zwar jetzt!
Worte für den Frieden
Mit ist schon bewusst, dass es immer gute und böse Menschen geben wird. Aber es ist ein Unterschied, ob die Gesetzeshüter in den verschiedenen Ländern gegen einzelne Täter vorgehen müssen oder gegen irgendwelche machbesessenen Schurkenstaaten. Klar jedes Verbrechen ist eines zu viel und jeder Tote eine Tragödie. Doch dort, wo Bomben vom Himmel fallen, gibt es Hunderte, ja Tausende von Toten und an deren Schicksalen sind wir mitschuldig, wenn wir jetzt nicht handeln. Nur ob Waffen und verspätete Sanktionen dafür die richtigen Mittel sind/waren? Wo sind denn all die guten alten Diplomaten und warum trat auch die Schweiz in Sachen Ukraine nicht von Beginn an als Vermittlerin auf den Plan, statt sich scheinheilig über die Neutralität hinweg zu setzen und sich den Sanktionen der EU anzuschliessen? Und warum haben wir nicht direkt, beim Grenzübertritt der Russen in die Ukraine, die Gelder der Oligarchen eingefroren? In Sachen Finanzen waren wir halt schon immer eher zurückhaltend. Ja, die Zeiten haben sich geändert, doch man bedenke, jedes einzelne Wort für den Frieden ist auch noch heute besser als jede Gewehrkugel.
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… dass Sie sich die Zeit genommen haben, um meinen Artikel zu lesen, auch wenn Sie nicht meiner Meinung sind.
Untenstehend zwei Tipps zum Reinhören und nachdenken …
https://www.youtube.com/watch?v=S01bRrOHruM
https://www.youtube.com/watch?v=KV0SPEy15lY
Dany Kammüller, March 31, 2023 10:39 AM