Aktuelles/Blog


Rolltreppenblockierer und Co.


In einer funktionierenden Gesellschaft braucht es Regeln. Solche, die man beachten muss und andere, die man doch bitte beachten sollte.


Ich gehe davon aus, dass praktisch alle, die diesen Text lesen, schon mal in einem Einkaufscenter waren (im Zugerland oder sonst wo). Dort gibt es Beförderungsmittel in Form von Rolltreppen oder -Bändern. Und wie in jeder funktionierenden Gesellschaft, gibt es auch hier klar definierte Regeln. Eine davon lautet: rechts stehen, links gehen, je nach Land kann es aber auch umgekehrt lauten: links stehen und rechts gehen. Vielerorts steht diese Regeln gar am Boden vor den Rollbändern.


Regeln? Nicht für mich!


Aber eben, Querulanten gibt halt leider überall, auch hier in unserem grundsätzlich sehr gesitteten Land. Da gibt es eben auf den Rollbändern (Treppen) Breitmaulfrösche erster Güte, die dort stehen wie ein Fels in der Brandung. Da gibt es kein Durchkommen, weder links noch rechts. Da ich davon ausgehe, dass heute die meisten Menschen lesen können, frage ich mich, warum es so viele ignorante Zeitgenossen gibt, die der Meinung sind, dass diese Regeln für sie nicht gelten? Verständnis habe ich nur für Behinderte im Rollstuhl oder dicke Menschen, die auf Grund ihrer Ausmasse auf die ganze Breite der Förderbänder angewiesen sind. Aber es gäbe ja auch noch Aufzüge.


Krieg an Bahnhöfen


Doch was solls, ähnliche Gepflogenheiten wie in Einkaufscentren trifft man stellenweise auch auf Bahnhöfen an. Dort lautet die Regel bei Zügen: Fahrgäste, die aussteigen, haben Vortritt vor jenen, die einsteigen. Es gibt sicher etliche, die sich daranhalten. Aber es gibt auch anderen, bei denen sich der gesellschaftliche Egoismus durchsetzt. Ich, ich, ich und nochmal ich, Faustrecht vor Anstand. Da wird gedrängelt, gestossen und gepöbelt, was das Zeug hält. Hey Leute, echt jetzt, nehmt euch Zeit und nicht das Leben. Diese ganze Drängelei ist so sinnlos und auch gefährlich. Also bitte, beherrscht euch und verhaltet euch wie halbwegs zivilisierte Menschen. Zudem, denkt daran, vielleicht seid ihr das nächste Mal, wenn ihr einen Anschlusszug erreichen müsst, froh, wenn beim Aussteigen und danach auf den Rolltreppen kein Chaos vorherrscht, sondern Sie «zügig und gesittet» den nächsten Anschluss erreichen.


Strassenkampf


Und am Schluss kommen wir auch noch auf das Getümmel auf unseren Schnellstrassen zu sprechen. Auch hier gibt es Drängler, Raser oder notorische Schleicher, die konsequent mit 100 oder 110 Km/h links aussen über die Fahrbahn trödeln, frei nach dem Motto und nach mir die Sintflut. Die Raser fühlen sich dadurch nicht selten provoziert und überholen dann schon mal rechts. Keine gute Idee, ganz, ganz schlecht! Mühsam sind auch «Brummifahrer», die sognannte «Elefantenrennen» austragen. Da kann sich ein Überholmanöver schon mal über 500 Meter oder mehr erstrecken. Nein echt Leute, auch solche Manöver sind gefährlich, bei den Dränglern und Rasern genauso wie bei den «Schmittchen-Schleicher» Mit derartigen Einlagen auf der Autobahn, gefährdet ihr nicht nur euch selbst, sondern eben auch andere und spätestens hier hört der Spass dann auf. Darum danke für Ihre zukünftige Rücksichtnahme. info@dakapublic.ch


Dany Kammüller, November 15, 2022 8:31 AM