Aktuelles/Blog
Von Tierquälern und Qualzüchtungen
Der Mensch nimmt sich seit Jahrtausenden das Recht heraus, über alles zu verfügen und zu herrschen, was Mutter Erde hergibt. Er ging schon immer davon aus, dass er sich alles, was da kreucht und fleucht zum Untertan machen kann. Eine Fehleinschätzung mit fatalen Folgen.
«Und Gott segnete sie und sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehret euch und füllet die Erde und machet sie euch untertan und herrschet über die Fische im Meer, über die Vögel unter dem Himmel und über das Vieh und über alles Getier, das auf Erden kriecht. (1. Mose (Genesis) 1,28)». Dieses Bibelzitat wird immer wieder gern zitiert aber meistens falsch interpretiert. Gott schuf in den sechs Schöpfungstagen Tag und Nacht, das Firmament, das Festland und die Pflanzenwelt, Sonne, Mond und Sterne, Wasser- und Lufttiere, Landtiere und am Ende den Menschen, der als Hüter über alles waltet. Er soll die Schöpfungen hegen und pflegen, also behüten, im Einklang mit ihr leben und sie nicht ausbeuten und quälen. Aber genau das tut er seit eh und je.
Der Ursprung des Hundes
Vor etwa 12'000 Jahren vor Christus, begann der Mensch mit der Hundehaltung. Infolge der Domestikation hat sich nicht nur das Aussehen der Hunde (aller Tiere) verändert, sondern auch ihr Verhalten. Unter Domestizierung versteht man den innerartlichen Veränderungsprozess von Wildtieren/-pflanzen, bei dem diese durch den Menschen über Generationen hinweg von der Wildform genetisch isoliert werden. Wildtiere werden dadurch zu Haustieren und Wildpflanzen zu Kulturpflanzen (www.wikipedia.com).
Zucht
Mit der Zeit begann der Mensch die stärksten Hunde miteinander zu kreuzen und so entstanden nach und nach neue Rassen. Die Tiere wurden zahmer und auch ihr Aussehren und ihre Merkmale veränderte sich. So wurde aus dem «Canis lupus» (Wolf), der «Canis lupus familiaris», sprich der Haushund. Heute sagt man den «Bellos und Fiffis» nach, sie seien des Menschen bester Freund, obwohl sie dereinst, in grauer Vorzeit, erbitterte Feinde waren, da beide die gleiche Nahrung jagten. Doch wenn ich mich so umsehe, frage ich mich ernsthaft, was aus dem Urhund geworden ist? Im gleichen Atemzug möchte ich es aber nicht unterlassen, darauf hinzuweisen, dass es heute, trotz diverser Kreuzungen und Zuchten, viele gesunde Rassentiere gibt, auch wenn diese nicht mehr über die Eigenschaften und Merkmale des Wolfes verfügen. Nicht jede Rasse ist zwingend eine Qualzüchtung.
Qualzüchtungen
Als Qualzucht bezeichnet man bei Tieren die Duldung oder Förderung von Merkmalen, die mit Schmerzen, Leiden, Schäden oder Verhaltensstörungen verbunden sind. (www.wikipedia.com). Wenn man bedenkt, dass der Wolf der Stammvater aller Hunde ist, stellt sich die durchaus berechtigte Frage: «Mensch wie konntest du tun, was du getan hast und weiter tust?» Du solltest die Natur doch behüten und schützen …?! Heute gibt es weltweit zwischen 400 bis 800 Hunderassen, etliche haben mit dem Ursprungshund nicht mehr viel gemein. Da gibt es solche mit eingedrückten Nasen, die kaum atmen können (Pekinesen, Möpse, Boxer etc.), mit krummen Rücken (Schäferhunde und Co.), zu kurze/lange Beine, ohne Schwänze, dafür Falten am ganzen Körper, solche ohne Fell (Nackthunde) Chihuahuas, die kaum grösser sind als eine Ratte, und, und, und.
Nichts aus der Geschichte gelernt
Wie bei allen Gütern und Waren gilt auch bei Tieren das Prinzip von Angebot und Nachfrage. Es steht mir nicht zu, die Menschen zu verurteilen, die bestehende Qualzüchtungen erwerben, denn warum sollen sie nicht kaufen, was es im Angebot gibt? Aber ich klage jene an, die mit dem Zuchtwahnsinn immer weiter machen und ich klage die an, die mit immer noch ausgefalleneren, bizarren Wünschen diesem menschgewordenen Affentheater Vorschub leisten (gilt auch für alle anderen Tiere). Ich würde mir wünschen, dass diese Menschen nur mal einen Monat im Körper ihrer Qualzüchtung leben müssten. Ich bin sicher, so mancher würde sich danach nie wieder eine solche Kreatur zulegen. Vielleicht würden sie ihr Tier gar mit einer Spritze erlösen, damit deren Qualen ein Ende nehmen. Darum nochmal, wir sind nicht die Herrscher der Schöpfung, sondern wir sollten die Hüter und Behüter sein, doch mir schwant Böses …
Alles wiederholt sich
Kürzlich fragte ich meinen Freund Tomi, warum er in unserem gemeinsamen Schriftverkehr immer wieder die Bibel zitiert, darauf antwortete er: «Vielleicht ist die Bibel das Wort Gottes, ich weiss es nicht. Aber was ich sicher weiss, ist, dass die Bibel ein Sammelsurium von Lebensweisheiten ist, das seinesgleichen sucht. Zudem fiel mir mit den Jahren auf, dass es alles irgendwo schon mal gegeben hat. Auf jede Frage des Lebens, gibt es in der Bibel eine Antwort (natürlich je nach Interpretation). Und selbst dazu meint die Bibel: Koh 1,9: «Was geschehen ist, wird wieder geschehen, was man getan hat, wird man wieder tun: Es gibt nichts Neues unter der Sonne.» Tja das leuchtet ein und wo mein guter, alter Freund recht hat, hat er recht, denn es wiederholt sich wirklich alles in der Menschheitsgeschichte. Würden wir Menschen mehr aus unserer eigenen Historie lernen, ginge es der ganzen Welt und allem, was zu ihr gehört, viel besser, auch und gerade unseren besten Freunden, den Hunden. Wau, wau und tschau…!
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Dany Kammüller, December 8, 2022 9:17 AM