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Diskriminierung bei den Grünen?


Im Oktober finden in der Schweiz Gesamterneuerungs-Wahlen statt. Die Parteien stehen bereits in den Startlöchern und an einigen Orten sieht man schon jetzt vereinzelt Wahlplakate.

 

Die Wahlthemen der grossen Parteien stehen seit längerem fest. Die Mitte (ex CVP) versucht einmal mehr mit der Heiratsstrafe zu punkten, ein Thema, das vielen Schweizer/innen unter den Nägeln brennt. Die FDP steigt mit der von ihnen lancierten Initiative zur Individualbesteuerung ins Rennen und die SVP will, dass die Schweiz neutral bleibt, ein hochaktuelles Thema, zumal der Krieg in der Ukraine die CH-Neutralität teilweise in Frage stellte. Die Linken, sprich SP und Grüne gehen unter anderem mit den Themen Klimaschutz und Energiesicherheit ins Rennen. Auch keine schlechte Wahl. Nur stellt sich die Frage, ob die ganzen Klima-Kleber Aktionen ihnen am Ende mehr schaden, als nutzen.


Wählerstimmen generieren

Die Themen sind das eine, die Wahlmobilisierung das andere. Fakt ist, die Grünen Parteien konnten vor vier Jahren am meisten Wähler zum Urnengang bewegen. Eine Tatsache, welche die anderen grossen Parteien förmlich verpennten und damit in ein Abstimmungsloch fielen.


Wahlen 2019

Die FDP schrammte 2019 knapp an einem Debakel vorbei (-4 im Nationalrat und -1 im Ständerat. Am meisten Sitze verlor die SVP (-12 im Nationalrat), verbuchte aber im Ständerat +1 und blieb stärkste Partei. Auch die SP erhielt einen Schuss vor den Bug mit -4 im Nationalrat und Gleichstand im Ständerat. Die Mitte hingegen, die damals tendenziell nach links driftete, konnte damit noch grössere Verluste abwenden (-3 im Nationalrat und Gleichstand im Ständerat). Die grossen Sieger waren die Grünen mit +17 im Nationalrat und +4 im Ständerat. Im Zuge der grünen Welle strampelte sich auch die GLP im Nationalrat mit +9 Stimmen nach oben, im Ständerat hatten sie aber nichts zu melden.


 Die Grünen müssen liefern

Im Zuge der Klimaaktivisten rund um «Greta Thunberg» fuhren die Linken 2019 einen grossen Wahlsieg ein, den sie 2023 verteidigen wollen. Aber die Fahnen wehen derzeit nicht nach Links, sondern tendenziell eher nach rechts, sowie das in anderen europäischen Staaten der Fall ist. So zum Beispiel in Deutschland (AFD) Italien, Ungarn, Frankreich, Schweden, Finnland, Spanien, Österreich und Polen, etc. Das heisst, die Grünen müssen liefern, wenn sie Ihren Wahlsiegt von 2019 bestätigen, halten oder gar ausbauen wollen.


Klima-Aktivismus

Es ist aus heutiger Sicht anzunehmen, dass der vergangene Klima-Aktivismus den Grünen und Linken tendenziell eher schadete als nutzte. Die Klimakleber erbosten mit ihren Aktionen viele Schweizer Bürger. Auch die Tatsache, dass die Grünen schwere Autos, sprich SUV’s (nach dem Vorbild der Franzosen) stärker besteuern wollen, trifft im Land der SUV-Fahrer Schweiz auf keine grosse Gegenliebe. Damit rütteln sie nicht nur an einem Bäumchen, sondern an einer knorrigen alten Eiche, deren Wurzeln tief in der Heimaterde verankert sind. Die Franzosen wollen alle Autos, die mehr als 1800 Kilogramm wiegen, pro Zusatzkilo mit 10 Euro besteuern. Das geht mächtig ins Geld. Davon ausgenommen sind Hybride, E- und Wasserstoffautos, sowie Fahrzeuge für Grossfamilien.


Diskriminierung

Dass wir etwas fürs Klima tun müssen, ist sicher unbestritten. Aber, dass die Grünen mit der zuvor angesprochenen Idee (Zusatzsteuer für SUV’s) zum Beispiel auch grossgewachsene Menschen diskriminieren, scheint ihnen nicht bewusst zu sein. Ich mit meinen 194 Zentimetern Körperlänge weiss, wovon ich spreche. In vielen Autos habe ich einfach keinen Platz. Und wenn ich nicht zum Verkehrshindernis werden will, brauche ich eben ein grösseres Auto. Bei meinem aktuellen Fahrzeug müsste ich also pro Jahr, bei einem Leergewicht von 1926 Kilo, 1260 Franken zusätzlich an Steuern bezahlen. Liebe Grüne, findet ihr das gerecht? Ich finde das diskriminierend! Denkt mal darüber nach.


Fazit

Liebe Grüne und Linke Umweltaktivisten, vielleicht solltet auch ihr mal über euren Tellerrand hinaussehen und eure Blicke zum Beispiel auf die Schifffahrt werfen, auch die Schweiz ist auf den Weltmeeren präsent. Gegen den Kraftstoff-Verbrauch eines Containerschiffes oder Tankers sind die SUV’s kleine Lämmchen. Ein grosses Containerschiff verbraucht pro Tag sage und schreibe 200 Tonnen Schweröl (!), das sind rund 200.000 Liter. Eine Tonne Schweröl kostet gerade mal 130 Dollar, das entspricht 13 Cent pro Liter. Also denkt mal ein wenig grösser, bevor ihr grosse Menschen im eigenen Land mit Zusatzsteuern bestrafen wollt.


Musiktipp

Ein Oldie von 1984, den man nicht vergessen kann: Von “RHINO” (Chanelle) «The Cars – Drive». https://www.youtube.com/watch?v=xuZA6qiJVfU


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Dany Kammüller, July 7, 2023 1:59 PM