Aktuelles/Blog


Wahlen 2023: Eine kleine Bestandesaufnahme



Ende Oktober finden die Gesamterneuerungswahlen statt. Die wichtigsten Wahlen in unserem Land! Darum liebe Bürger/innen (ab 18 Jahren) geht an die Urne und macht von euerm Recht Gebrauch - für das Recht der Mitbestimmung. Stimmen Sie ab für Ihre Zukunft, die Ihrer Kinder und Kindeskindern. Die Zukunft unseres Landes steht auf dem Spiel. Du sagst, du interessierst dich nicht für Politik? Das ganze Leben ist Politik! 

 

Liebe Staatsangestellte, was mir schon seit Jahren auffällt ist die Tatsache, dass die Wahl-/ Abstimmungsunterlagen sehr spät verschickt werden. Man gibt dem Stimmvolk gerade mal vier Wochen Zeit, um die Dossiers zu studieren und dann wundert man sich, dass die Stimmbeteiligung hierzulande so tief ist. Nur etwa 30 bis maximal 50 Prozent der Wahlberechtigten nehmen sich die Zeit, die Unterlagen genau anzusehen oder auch mal zu hinterfragen. Und diese 30 bis 50 Prozent bestimmen dann über die Zukunft unseres Landes: erbärmlich. Aber auch sonst ist in Helvetien Einiges im Argen.

 

Liebe Kinder und Jugendliche …

…es ist aus eurer Sicht vielleicht lustig, sich auf der Strasse festzukleben. Aber für die Menschen, die zur Arbeit müssen und Termine haben, ist das alles andere als ein Spass – absolut «uncool»! Zudem ist es eure Schuld, wenn andere Menschen leiden, den Zug verpassen oder das Flugzeug nicht erreichen. Wenn irgendwo ein Haus brennt, das die Feuerwehr nicht löschen kann oder Menschen sterben, weil das Krankenauto im Stau steht oder zu spät im Spital war. Könnt oder wollt ihr das verantworten? Nicht wirklich, oder? Aber das Schlimmste an der ganzen Sache ist, dass es Politiker und Erwachsene gibt, die diesen Blödsinn unterstützen. Es gibt auch andere Möglichkeiten des Protests, ohne das Gemeinwohl dermassen zu drangsalieren.

 

Jugendliche und Links-Grüne Schweiz?

Liebe Jugendliche, Linke und Grüne. Ihr wollt grün leben? Dann geht mal für sechs Monat in den Dschungel. Ich bin sicher, ihr kommt gern zurück. Ihr wollt eine saubere Schweiz? Am besten ohne «dreckigen» Strom? Nun, es ist auch euer Strom, der ausgeht, wenn niemand mehr solchen auf herkömmliche Art produzieren darf. Kein Strom heisst: Kein Handy, PC, kein Licht, Kühlschrank, Facebook, Twitter, Instagramm und «what a hell» es da sonst noch gibt. Eine kalte Wohnung, kein warmes Essen, keine Börse, Bankautomaten, Elektroautos und Strassenlampen, «gohrnix! Aus die Maus und «Rien ne va plus» (nichts geht mehr). Mit was sollen wir diesem drohenden Strommanko entgegentreten? Mit Windrädern, die niemand will? Solaranlagen, die noch nicht gebaut wurden und Wasserkraft gespiesen von den Gletschern, die uns unterm Arsch wegschmelzen? Vergesst es, das wird niemals reichen, wenn in naher Zukunft die alten Methoden zur Stromgewinnung verboten werden.

 

Wind-, Solar- und Wasserkraftwerke?

Atomstrom abgeschaltet! Kohlenbergwerke stillgelegt! Ölbohrinseln verschrottet! Seltene Erden mit Importverbot belegt! Wo nehmen wir in der Zukunft den Strom her, um zu überleben? Kaufen wir dreckigen Atomstrom von Frankreich, schwarze Kohle von den Deutschen oder Windkraft von Schweden, damit unser Gewissen rein bleibt? Liebe Leute, ich sage es ihnen hier und heute, gewisse Politiker, nicht nur im Kanton Zug, gehören einfach abgewählt, sind nur noch peinlich für Land und Leute. Darum sehen Sie sich die Kandidaten gut an, bevor Sie Namen auf Ihre Stimmzettel schreiben.

 

Europäischer Rechtsrutsch

Ich sehe seit geraumer Zeit europaweit seltsame Seilschaften, die sich da bilden. Länder die Rechts wählen und regieren: Ungarn, Polen, Bulgarien, Italien, Frankreich, Schweden, Russland und bald auch Deutschland (AFD, NPD und Co.) und die Schweiz? Auch schon bald wieder in rechter Hand? Sehen Sie nicht nur hier genau hin, welche Parteien nach den letzten zwei, drei Wahlen ihre Versprechen umgesetzt haben und welche nicht. Wählen sie daher Personen (sofern möglich) und nicht aus reiner Sympathie ganze Parteien. Es gibt sie noch, die guten Politiker, man muss nur gewillt sein sie zu finden und zu wählen.

 

Politskandale

Überlegen Sie sich auch, wer das CS-Debakel zu verantworten hat. Wer die Swissair in den Sand setzte und wer sonst noch im einen oder anderen Skandälchen die Finger im Spiel hatte. Wenn Sie sich für die Schweiz und deren Politik(er) interessieren, empfehle ich Ihnen das Buch: Die Schweiz und ihre Skandale – erschienen im Limmatverlag Zürich. ISBN: 3 85791 236 7. Die Skandale, die darin beschrieben werden, wirken bis heute nach. Und fragen Sie sich auch, welche Parteien gern über die Hintertüre (am Volk vorbei) der EU beitreten möchten? Die Linken (SP/Grüne)! Die SVP ist sowieso dagegen und die vermeintliche Mitte und die Liberalen setzen auf die bilaterale Schiene. Und was geht so ab in der Asylpolitik…? Eine Überlegung wert – sehen Sie mal zur EU.

 

Kirchenskandale

Die Mitte hiess bis am 27. Oktober 2020 noch Christliche Volkspartei (CVP). An zuvor genanntem Datum stimmten über 60 Prozent der CVP-Mitglieder für den Namenswechsel, da dieser anscheinend nicht mehr zeitgemäss und gesellschaftsfähig war. Aber diese Tatsache darf auch nicht darüber hinwegtäuschen, dass die ehemalige CVP auch in so manchen Kirchenskandal verwickelt oder gar federführend war. Wer wusste was und warum hat man darüber geschwiegen? Gute Frage.

 

Was oder wen wollen Sie?

Sozialismus, Konservatismus, Liberalismus oder Pluralismus, etc.? Sie haben die Wahl, also wählen Sie. Aber wählen sie keine Schwachköpfe, sondern Persönlichkeiten, denen Sie auch wirklich vertrauen. Die Schweiz ist ein modernes reiches Land. Und doch ist Korruption auch bei uns nach wie vor ein grosses Thema, denn Geld regiert bekanntlich die Welt. Die ewige «Sühäfeli - Südeckeli-Politik» muss ein Ende haben, nur so können wir unseren Kindern eine ehrlich-redliche Schweiz hinterlassen. Hauptsache ist und bleibt, dass wir wählen und die Zukunft unseres Landes nicht den zuvor erwähnten 30 bis 50 Prozent, den anderen oder den Falschen überlassen. Wir brauchen Politiker, die etwas von dem verstehen, was sie zu tun haben und nicht irgendwelche Sesselfurzer.

 

Wahlkampf?

Ende Oktober kommt es wie erwähnt zu Gesamterneuerungs-Wahlen. Mit Betonung auf Erneuerung. Doch spüren Sie etwas von diesem Wahlkampf? Ausser der Tatsache, dass an allen Strassen ganze Wälder von Pappkarton-Plakaten in den Boden gerammt wurden, von denen man das erste durch die Windschutzscheibe sieht und das letzte mit Mühe und Not im Rückspiegel erkennt? Dazu ein paar nichtssagende Inserate in den lokalen Medien, mit den gleichen nichtssagenden Köpfen, die man vom Strassenrand schon kennt. Das versteht man also hierzulande, einen Monat vor der Abstimmung, als Wahlkampf? Lächerlich! Wo sind die Politiker/innen, die auf grossen Plätzen mit den Menschen reden? Politiker, die am Puls der Zeit sind, bei mir, bei uns und bei Ihnen (die Ausnahme bestätigt die Regel). Junge Menschen, die mit lustigen Aktionen auf Stimmenfang gehen (keine Klimakleber!). Gestandene Politiker, die sich nicht zu schade sind bei Wind und Wetter Schokolade, Äpfel oder Gipfeli zu verteilen, etc. Liebe Leute: *Wenn die Vergangenheit zur stärksten Nostalgie wird, und die Gegenwart schweigt, wird die Zukunft zur schwersten Strafe verurteilt: sich immer zu erinnern ... In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen schönen Wahlherbst 2023. (*griechisches Sprichwort)

 

Musiktipp zum Thema

Dire Straits: Brothers in Arms: https://www.youtube.com/watch?v=9ykZc5E6UEE

 

Ihre Meinung interessiert mich

Kommentare, Kritiken, Meinungen sind zu richten an: info@dakapublic.ch Ihre Einsendungen werden nicht veröffentlicht und werden ausser mir von niemandem gelesen. Wenn Ihnen gefällt, was Sie hier auf meiner Homepage lesen, sagen Sie es weiter, wenn nicht, dann auch.


Dany Kammüller, September 22, 2023 4:43 PM