Aktuelles/Blog


Persönliche Gedanken zum Jahresende



Ein Blick in die Zukunft zeigt uns auf, dass wir uns bewegen müssen - die Zeit ist reif. Bild: Dany Kammüller


Liebe Leser/innen die Zeiten könnten sich schon bald ändern, zum Positiven oder zum Negativen, das entscheiden wir alle miteinander. Ich denke, wenn alle, mit kleinen Abstrichen, am gleichen Strick ziehen und man dabei die eigenen Ideologien ein wenig zurückschrauben würde, könnte es gelingen, dass unsere Zukunft positiv wird. Möglich oder nicht? Ich denke schon… zumindest ein Versuch wäre es wert.

 

Sie fragen mich, wie ich mich aktuell fühle? Danke der Nachfrage, es passt schon. Ich unterliege praktisch keinen Zwängen mehr, denn davon habe ich mich mehrheitlich befreit. Befreit habe ich mich auch von einem Teil der Gesellschaft und einer Politik, die ich schon vor 30 Jahren (sorry) zum Kotzen fand. Aber ja, doch, doch, mir geht es grundsätzlich mit ein paar Abstrichen ganz gut. Weniger gut geht es mir, wenn ich sehe, dass Schweizer Pensionäre/ Pensionärinnen bei uns hungern, weil die Rente einfach nicht reicht. Menschen, die in einem der reichsten Länder der Erde dahindarben, weil die Bundespolitiker unser hartverdientes Geld mit beiden Händen aus dem Fenster werfen. Ja, wir sollten wohl ein wenig sozial sein und auch den anderen, die ärmer sind als wir, etwas von unserem Reichtum abgeben, keine Frage. Aber alles hat seine Grenzen. Und Sozialismus hin oder her, funktioniert eh nicht, genau so wenig wie ein Kommunismus, der seit über 100 Jahren von sozialer Gleichheit und Freiheit spricht, aber grundsätzlich mehr diktatorisch unterwegs ist (so wie ein gewisser Herr Putin). Brot für Brüder – dass ich nicht lache, alles Pustekuchen!

 

Grenzen 

Aber wie dem auch sei, unsere Vorfahren mussten für unseren heutigen Reichtum und Erfolg ackern und kämpfen, es wurde ihnen nichts geschenkt. Auch die heutigen Generationen müssen nach wie vor für diese erschaffenen Privilegien malochen. Darum liebe Asylanten/ Asylantinnen, auch bei uns fliesst weder Milch noch Honig. Wer hier (über-) leben will, muss etwas dafür tun. Daher sage ich, gebt diesen Menschen Arbeit oder zumindest eine sinnvolle Beschäftigung und nicht nur unser Geld (Schneeschaufeln, Landwirtschaft, Hilfspfleger, Kinderhüten, soziales Engagement in Altenheimen, bei Standaktionen an Samstagmärkten etc. etc.). Eine Freund-/Partnerschaft basiert bekanntlich auf dem Prinzip des «Gebens und Nehmens» und nicht aus einer Einbahnstrasse.

 

Alles gratis?

Asylanten erhalten bei uns medizinische Versorgung umsonst. Wohnungen (Wasser, Strom) umsonst. Essen und Trinken umsonst, öffentliche Verkehrsmittel, Kleider, Renten, Sackgeld alles umsonst. Warum nicht auch unsere Rentner? Nein, die müssen alles aus dem eigenen Sack bezahlen. Auch nach 50 Jahren harter Arbeit schenkt man uns nichts. Im Gegenteil, auch die kläglichen Renten müssen wir am Ende noch versteuern und erhalten – wenn wir Glück haben - gerade mal 65 Prozent von dem, was wir in den vergangenen 50 Jahren in den AHV-Topf eingezahlt haben. Ist das gerecht? Wirklich gerecht? Ich denke nicht. Was du brauchst mein Auto, kein Problem, kannst du haben, aber der Motor bleibt hier – ist doch ein gutes 65 Prozent Geschäft? Alles klar…?

 

Wahlbussen? Warum nicht?

Manchmal habe ich das Gefühl, dass mich Ausserirdische hier vergassen, als sie der Erde einen Besuch abstatteten. Planet Erde - Mist, falscher Parkplatz. Nein echt jetzt. Liebe Kinder und Kindeskinder, liebe Schweizer/innen, wenn wir in unserem Land neue Ziele anstreben wollen, müssen wir bei Abstimmungen an die Urnen. Wir haben Rechte und Pflichten. Darum liebe Kinder heisst das Ziel, euer Ziel der Zukunft, Bewegung. Wenn ihr eine neue, gerechtere Zukunft haben wollt, tut was dafür. Aber «Fridays for Future!» reicht dafür nicht aus. Schon eure Eltern und Grosseltern standen vor 40 bis 50 Jahren bei Demonstrationen auf der Strasse und skandierten im Gleichschritt und im Takt: «Macht - aus dem Staat - Gurkensalat.» Was hat sich seitdem verändert? Was haben wir mit dem Gurkensalat erreicht? Genau, die Reichen sind noch reicher und die Armen noch ärmer. Und sonst so? Politisch werden nach wie vor die gleichen Themen gewälzt, es ist tragisch, aber wahr. Ein grosser Teil der Gesellschaft wurde sogar «polithörig» und der Gurkensalat wurde immer schlampiger, ist heute praktisch ungeniessbar. Eigentlich sollte man die Menschen, die bei Urnengängen nicht abstimmen, mit einer dem Lohn angepassten Busse bestrafen. Mal sehen, wie schnell die Stimmbeteiligung steigt. Aktuell 30 bis maximal 45 Prozent sind echt lachhaft.

 

Die richtige Staatsreform?

Nun liebe Leute, was für eine Staatsform bräuchten wir, damit unser Leben hier gerechter wird? Ich weiss es nicht wirklich, müsste man ausprobieren. Vielleicht eine sozial verträgliche, kapitalistisch leicht abgeschwächte, zur Demokratie hingewandte Form – mit der zuvor erwähnten Abstimmungspflicht. Ganz Links- oder Rechtsaussen funktioniert nicht, genauso wenig wie eine Autokratie, Oligarchie, Theokratie oder Technokratie, das hatten wir alles schon (in gewissen Ländern noch immer). Aber auch ein reiner Kapitalismus ist über kurz oder lang zum Scheitern verurteilt, das sehen wir hier in der Schweiz und an speziellen Orten, wie Zug, Genf, Zürich etc., wo viel Geld im Umlauf ist, nur all zugut. Nehmen wir das Beispiel Wohnraum. Sehen Sie sich mal die Preise für Wohneigentum oder Mietwohnungen an, das ist der blanke Horror.

 

Wohnraum in Zug – fast unmöglich!

Nachfolgend ein paar Beispiele, die hier im Kanton Zug alles andere als die Ausnahme sind: 2.5-Zimmer, 41 m² (englisch ausgeschrieben) in Zug, 3150 Franken. 3.5 Zimmer, 120 m², 5800 Franken. 5-Zimmerwohnung 10’350 Franken und so weiter und so fort. Ist doch schön, wenn man von den Mietpreisen leben kann, die hier sehr oft von reichen, ausländischen Gästen (Firmen) bezahlt werden. Da haben junge Schweizer, Alleinerziehende oder Rentner nicht den Hauch einer Chance. Im Gegenteil, man vertreibt diese Menschen aus ihrer Heimat, denn auch bei uns regiert das Geld die Welt. Sieht so soziales Denken und Handeln aus? Sicher, es gibt auch günstigere Wohnungen, auf deren Ausschrieb sich dann 50 und mehr Interessenten melden. Und, wer erhält die Wohnung am Ende? Jene, die am meisten bieten. Ein guter Lohn vermittelt Sicherheit. Alles klar? Aber es gibt sie doch noch die anständigen Vermieter, aber die sind heute leider extrem dünn gesät. 

 

Der Weg ist das Ziel

Das Ziel, das es anzustreben gilt, heisst, wie erwähnt, Bewegung. Wir alle müssen uns bewegen damit sich etwas ändert, denn von nichts kommt bekanntlich nichts. Ich frage mich auch, warum derzeit so viele Stellen abgebaut werden, statt dass man die anfallenden Arbeiten aufteilt. Teilzeit ist immer noch besser als 100-prozentige Arbeitslosigkeit. Denken Sie mal darüber nach. Arbeit gibt den Menschen (Schweizern wie Asylsuchenden) ein Selbstwertgefühl. Doch wer nur hier ist, um zu profitieren, schmarotzen, diktieren und abkassieren, unsere Kultur und unsere Gesetze zu missachten, geht besser gleich dorthin zurück, wo er herkam. Punkt und Ende Gelände! Oder sie werden abgeschoben oder kommen, wie kriminelle Schweizer auch, in den Knast, denn auch dort gibt es alles gratis und man ist zudem unter seinesgleichen.

 

Es geht uns gut …aber

Ganz ehrlich liebe Leser/Leserinnen, blicken Sie in die Welt hinaus, sehen Sie hin, sehen Sie mal ganz genau hin. Welches Land auf unserer Erde hat heute mehr oder weniger (mit ein paar grösseren oder kleineren Abstrichen) die beste Staatsform? Eben, das dachte ich mir auch, doch was mach(t)en wir daraus? Gute Frage…! Ich denke, die Schweiz, so klein sie auch sein mag, ist das freiste Land der Erde. Es kostete uns viel Zeit, Arbeit und Schweiss, um das zu erreichen, was wir erreicht haben. Aber, wenn wir uns jetzt nicht weiterentwickeln, uns noch länger auf den erreichten Lorbeeren ausruhen und uns nicht bewegen, sind auch wir schneller wieder im Abseits, als es uns lieb und recht sein kann. Die Zeiten haben sich geändert und wer mit eben dieser Zeit mithalten will muss etwas dafür tun, er muss sich bewegen, sich neu erfinden, denn wenn wir es nicht schaffen, wer dann? (Das Thema Künstliche Intelligenz lässt als gutes Beispiel grüssen). Dazu passt das Zitat des dänischen Philosophen Søren Aabye Kierkegaard bestens, der einst sagte: «Verstehen kann man das Leben rückwärts; leben muss man es aber vorwärts.» Alles im Leben hat ein Anfang und ein Ende, ich hoffe, dass wir das Ende hier in der Schweiz noch lange nicht erreichen. Mag wohl sein, dass meine Worte schon Morgen nur noch Staub auf unsren Schuhen sind. Wenn ich damit aber erreichte, dass sich nur schon ein Mensch Gedanken darüber machte, habe ich mein angestrebtes Ziel erreicht, nämlich Sie, liebe Leser/innen. zum Nachdenken anzuregen.

 

Schöne Festtage

Liebe Leser/innen, es gibt noch viel zu tun in unserem Land. Packen wir es an und vielleicht denken auch Sie in den kommenden Tagen der Ruhe und Besinnung mit ein kleinwenig Demut mal eingehend über die anstehende und ferne Zukunft unseres Landes nach. Nehmen Sie sich diese Zeit, denn wie sagte Albert Einstein: «Geniesse deine Zeit, denn du lebst nur jetzt und heute. Morgen kannst du Gestern nicht nachholen und später kommt früher als du denkst!» In diesem Sinne wünsche ich Ihnen schöne Festtage und ein frischfröhliches, glückliches, gesundes und erfolgreiches 2024. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt, 

 

In eigener Sache

Der nächste Blog vor Weihnachten erscheint aus persönlichen Gründen ausnahmsweise nicht am Freitag, sondern am Samstag, 23.12.2023.

 

Musiktipp zum Thema

 

Vienna Philharmonic: Adagio for Strings OP11 von Samuel Barber 1936 (Auch bekannt durch den Film «Platoon» von Oliver Stone aus dem Jahr 1986).

 

https://www.youtube.com/watch?v=WAoLJ8GbA4Y

 

Eure Meinung interessiert mich

Kommentare, Kritiken, Meinungen sind zu richten an: info@dakapublic.ch Eure Einsendungen werden nicht veröffentlicht und werden ausser mir von niemandem gelesen. Wenn euch gefällt, was ihr hier auf meiner Homepage lesen könnt, sagt es weiter, wenn nicht, dann auch.


Dany Kammüller, December 15, 2023 12:55 PM