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Bücher lesen bildet


Ich lese eigentlich fast alles, was mir so in die Finger kommt: Am liebesten Romane, aber auch Sachbücher, Biografien, Tatsachenbücher, etc. Bild: Dany Kammüller


Bist auch du ein Bücherwurm? Eine Leserratte, die nervös wird, wenn sie merkt, dass der Vorrat an Lesestoff im Bücherregal langsam zur Neige geht? Ich gehöre seit dem Teenageralter zu dieser Gattung Mensch, die ohne Bücher Entzugserscheinungen haben 😊.

 

Den Zugang zur Literatur fand ich dank meinem Stiefvater «Ferdinand», der leider nicht mehr unter uns weilt. Er hatte zuhause eine halbe Bibliothek. Eine wahre Sammlung von grossen und bekannten Schriftstellern/innen. Da ich selbst schon immer gerne geschrieben habe, sagte Ferdinand eines schönen Tages zu mir, dass ich für mein Alter schon sehr gut und wortgewandt schreibe. Aber ich könne meinen Wortschatz und den Schreibstil erweitern und verbessern, wenn ich lese und auch sonst lernt man viel, denn lesen bildet. Seitdem lese ich Bücher – Danke Ferdinand …

 

Die ersten Gehversuche

Ferdinand gab uns Jugendlichen stets Lesestoff, der unserem Alter entsprach. So wurde ich zum Bücherwurm, der als Teenie zum Beispiel gerne Heinz G. Konsalik las. Ich habe die Bücher förmlich verschlungen: Ein Mann ohne Namen, Das Teufelsweib, Der Mann, der sein Leben vergass, Wir sind nur Menschen, Das einsame Herz, Der Arzt von Stalingrad, Sie fielen vom Himmel, Die Rollbahn und so weiter und so fort. Konsalik schrieb insgesamt 139 Romane und ich habe einen Grossteil davon gelesen.

 

Johannes Mario Simmel

Nach meiner Konsalik – Phase kamen die Lektüren von Johannes Mario Simmel: Es muss nicht immer Kaviar sein, Und Jimmy ging zum Regenbogen, Liebe ist nur ein Wort, Hurra wir leben noch, Die Antwort kennt nur der Wind, Niemand ist eine Insel etc. Auch Simmels Romane habe ich mir mehrheitlich reingezogen, ich war förmlich von ihm besessen. Ich habe stellenweise Nächte lang durchgelesen, was ich heute ab und zu noch mache, wenn mich ein Buch fesselt.  

 

James A. Michener

Mit fortschreitendem Alter wurden die Lektüren immer anspruchsvoller, aber Ferdinand war ein vorzüglicher Lehrer, der genau wusste, was gut für uns ist. Obwohl ich bei James A. Michener zu Beginn so meine Mühe hatte, da er oft sehr weite, geschichtliche Bögen schlug. Mein erstes Buch, dass ich von ihm las, war Hawaii. Es folgte Alaska, Die Kinder von Torremolinos, Die Welt ist mein Zuhause, Havanna, etc. Herrgott, da werden Erinnerungen wach. Mein Stiefvater hatte rund 1000 Bücher und ich las mich kreuz und quer durch seine Sammlung. Und er hatte recht, auch mein eigener Schreibstil wurde immer besser und mein Wortschatz nahm mit jedem gelesenen Buch zu. Aber ich lernte auch sehr viel über das Leben, die Menschheit, die Liebe (ist wichtig im Teenie-Alter), das Sterben und über die Weltgeschichte im Allgemeinen.

 

Bücherclub

Als ich etwa 25 war, trat ich dem Bücherclub bei von «Reader's Digest Verlag das Beste». Aber ich war nicht lang Mitglied, weil auch ich herausfinden durfte, dass das die reine Abzockerei war. Die ganze Bestellerei war an ein Preisausschreiben gekoppelt, bei dem man anscheinend viel Geld gewinnen konnte. Und ja, auch ich war damals so blauäugig und glaubte, dass vielleicht auch ich den «Jackpot» knacken könnte. Also kündigte ich das Abo wieder, was gar nicht so einfach war, denn auch nach meiner schriftlichen Kündigung erhielt ich immer weitere Bücher, (inklusive Rechnungen) die ich nie bestellt und auch nicht mehr bezahlte. Als ich dann in einem zweiten Schreiben mit einem Anwalt drohte, liess man mich in Ruhe.

 

Buch gelesen und jetzt?

Was macht man mit Büchern, die man gelesen hat? Eine Zeitlang sammelte ich diese. Aber es sind halt auch Platzfresser. Darum brachte ich sie dann irgendwann in die Halle 44 an der Altgasse in Baar, denn dort erleben sie einen zweiten «Lesefrühling» oder werden recycelt. Heute verschenke ich die Bücher in meinem direkten Umfeld, die Beschenkten freuen sich immer über neuen Lesestoff 😊von mir. Vereinzelte Bücher behielt ich noch, aber aktuell sind das vielleicht noch 15 bis 20 Stück an der Zahl.

 

Autoren-Tipps  

Falls es euch interessiert, was ich heute so lese. Nun, ich lese nach wie vor gern Romane mit Heldenepos. Ich mag Geschichten mit so Haudegen wie Jack Reacher, geschrieben von Lee Child oder auch Bücher von David Baldacci und Tom Clancy, der haarscharf an der Grenze der Realität schreibt. Etliche seiner Romane wurden dereinst zur Realität. Von diesen drei genannten Schriftstellern habe ich alles gelesen, was auf dem deutschen Markt erschien. Wirklich empfehlenswert! Weitere Topautoren, die ich mag, sind unter anderen: Jo Nesbo, John Katzenbach, Olson Adler, Robert Ludlum, James Patterson, Michael Robotham oder Don Winslow. Hin und wieder lese ich auch Biografien von bekannten Zeitgenossen oder auch mal ein Sachbuch.

 

Jedes Buch bis zum Ende

Es gab in meinem Leserleben sicher auch Lektüren, die meiner Meinung nach von A bis Z Schrott waren. Keine Spannung, zu viel Verwirrung, flache Story etc. Aber, wenn ich mal mit einem Buch begonnen habe, lese ich es zu Ende. Was ich nicht kann, ist mittendrin aufzuhören oder nur den Schluss zu lesen. Manchmal verliess ich mich bei der Wahl einer Lektüre auf Hinweise wie «Spiegel Bestseller Autor». Heute nicht mehr, denn auch darunter hat es Schrottlektüren. Gerade kürzlich las ich ein solches Schrottbuch von Jan-Erik Fjell mit dem Titel «Dunkelhaus» mit über 400 Seiten. Muss man nicht lesen, lohnt sich nicht, kann man sich echt schenken. Aber das ist meine persönliche Meinung.

 

Empfehlenswert

Hingegen absolut empfehlenswert sind folgende Lektüren: David Baldacci: «Das Glück eines Sommers» von 2011 (Taschentücher bereithalten) oder sein neuestes Werk von 2023 «*Finstere Lügen». Sholmo Graber – «Der Junge, der nicht hassen wollte» (nichts für zarte Gemüter und schwer zu ertragen von 2017) und schliesslich Delia Owens – «Der Gesang der Flusskrebse» von 2019 (wurde auch verfilmt, aber das Buch ist besser). Die hier empfohlenen Bücher sind nicht brandneu aber trotzdem sehr lesenswert und lehrreich.

 

Buch oder Tablet?

In der heutigen, digitalisierten Welt stellt sich für viele die Frage: Buch oder E-Reader? Grundsätzlich ist es egal, ob man Bücher im Laden kauft oder via E-Reader. Hauptsache ist, dass man liest! Der Vorteil von einem E-Reader ist der Platz und E-Bücher sind im Schnitt 10 bis 20 Prozent günstiger. Einer Studie zur Folge lohnt sich ein E-Reader aber nur für Vielleser. In Sachen Umwelt sind beide Formen, also herkömmliche Bücher, als auch E-Reader schädlich für die Umwelt. Aber wie dem auch sei, auch ich gehöre noch zu jenen, der seine Bücher nach wie vor im Laden kauft. Und was lesen Sie so?

 

Musiktipp der Woche

Logos: «Le Chant des Muses» - Erschienen am 11.12. 2014. Spirituelle Musik, die ich mag.

 

https://www.youtube.com/watch?v=7LKxdOTsqD8

 

Eure Meinung interessiert mich

Kommentare, Kritiken, Meinungen, etc. sind zu richten an: info@dakapublic.ch Eure Einsendungen werden nicht publiziert und nur von mir gelesen. Wenn euch gefällt, was ihr hier liest, sagt es weiter, wenn nicht, dann auch.


Dany Kammüller, March 22, 2024 8:26 AM