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Schuhe: Traum oder Albtraum?
Erkennt man an den Schuhen wirklich die Persönlichkeit des Trägers oder der Trägerin? Ich denke eher nicht, aber das ist Ansichtssache. Bild: Dany Kammüller
Es gibt sie heute in allen Variationen – Schuhe. Jeder trägt sie, jeder hat seinen eigenen Stil und seine eigenen Vorlieben. Die ersten Schuhe der Menschheitsgeschichte wurden, so vermutet man, vor etwa 15'000 Jahren in Eurasien erfunden.
Die ältesten, erhaltenen Schuhe, die man in Europa fand, gehörten «Ötzi», waren aus Bärenleder und 5300 Jahre alt. Die ältesten, erhaltenen Schuhe der Welt stammen anscheinend aus Armenien und sind ein paar Jahrhunderte älter (5500 Jahre) als «Ötzis» Fussbekleidung.
USA und China führend
87 Prozent aller Schuhe werden heute in Asien produziert, wobei China der grösste Hersteller ist. Der weltweite Umsatz belief sich im vergangenen Jahr auf rund 400 Milliarden US-Dollar. Für das Jahr 2024 rechnet man mit einer Umsatzsteigerung von etwa 12 Milliarden. Der Globalplayer in Sachen Umsatz ist aber die USA mit rund 91.51 Milliarden gefolgt von China mit rund 82.8 Milliarden US Dollar (+-).
Persönlichkeit?
Es heisst an den Schuhen erkennt man die Persönlichkeit eines Menschen. Nun, wenn man viel Geld hat, kann man dieses Sprichwort schon für sich in Anspruch nehmen, denn nicht jede/r kann sich alles leisten. Zum Beispiel massgeschneiderte Schuhe. Diese beginnen bei einem Preis von rund 1500 Franken und nach oben gibt es praktisch keine Limite. Das bis anhin teuerste Paar Schuhe kostet sage und schreibe 12.7 Millionen Dollar. Dabei handelte es sich um Stilettos von Debbie Wingham & Chris Campbel, die mit 238 Diamanten besetzt sind und aus Samt und Leder gefertigt wurden. Aber auch Italienische oder spanische «Meisterschuhe» können gut und gerne um die 6000 Euro kosten.
Innovativ und im Trend
Die Nachfrage nach nachhaltigen Schuhen nimmt weltweit zu und gerade Länder wie Italien und Spanien setzen auf innovative umweltfreundliche Materialien und Produktionsmethoden.
2024 sind dunkelrote Stiefletten im Trend. Dunkelrot wird als «die Farbe des Jahres» gehandelt. Stiefeletten in dieser Farbe sind besonders angesagt und vielseitig kombinierbar. Aber auch flache Schuhe sind nach wie vor sehr beliebt, zum Beispiel spitze «Flats» mit winzigen Absätzen oder klassische Ballerinas. Auch sogenannte «Slouchy Boots» sind wieder im Kommen: Diese Stiefel mit einem waden- bis kniehohen Schaft aus weichem Leder sind eine neue Inspiration für 2024. Sie verleihen einen lässigen, aber dennoch modischen Look.
Die falschen Schuhe
Wir stehen ein Leben lang auf unseren Füssen und doch gibt es viele Menschen, die ihre Füsse förmlich malträtieren, weil sie falsche Schuhe tragen oder sich den diversen Trends unterwerfen. Frauen sind davon mehr betroffen als Männer, weil sich eben ein Grossteil des weiblichen Geschlechtes den Trends der Designer beugen. Dazu gehören vor allem
die sogenannten «High Heels». Klar, derartige Schuhe sind nicht nur Luxusartikel, sondern auch ein Ausdruck von Stil und Lifestyle. Aber eben der Gesundheit nicht zuträglich. Den Podologen und Fusschirurgen geht die Arbeit sicher nie aus.
Gesundheits-Schädigend
Modedesigner experimentieren mit verschiedenen Formen und Stilen. Manchmal steht die Optik im Vordergrund, während die Funktionalität vernachlässigt wird. Aber wer ein Leben lang Schuhe mit hohen Absätzen trägt, muss im Alter mit den Folgeschäden leben. Zum Teil sind sogar Operationen von Nöten, um die Fehlbildungen wieder zu korrigieren.
Hammerzehen
Bei Hammerzehen handelt es sich um eine dauerhafte Fehlstellung der Zehen, die enorm schmerzhaft sein kann. Anfangs verursachen die Verformungen möglicherweise keine Probleme, aber im Laufe der Zeit können sie zu Beschwerden führen. In vielen Fällen ist eine Operation zur Korrektur der Zehen-Fehlstellung erforderlich.
Rückenschmerzen
Hohe Absätze beeinträchtigen auch die Wirbelsäulengesundheit, indem sie den natürlichen Gang des Körpers stören und zu Muskelverspannungen im unteren Rücken- und Beinbereich führen. Studien zeigen, dass Frauen mit regelmässigem Tragen von hohen Absätzen ein höheres Risiko für Rückenschmerzen haben. Hohe Absätze erhöhen zudem den Druck auf die Wirbelsäule, was zu weiteren Problemen führen kann. Es ist daher ratsam, nur gelegentlich oder nicht mehr als ein bis zwei Zentimeter hochhackige Schuhe zu tragen, insbesondere, wenn bereits Probleme mit der Wirbelsäulengesundheit bestehen.
Unlogisch
Haben Sie sich nicht auch schon mal gefragt, warum viele Schuhe hinten eher breit sind und gegen die Zehen hin immer schmaler werden? Es ist schon klar, dass spitze Schuhe eleganter wirken und dem Fuss eine schmalere Optik verleihen. Viele Menschen finden diese Art von Schuhen attraktiv und modisch. Doch Fakt ist, die meisten Füsse sind hinten schmal und werden nach vorne hin breiter. Daher kann man davon ausgehen, dass sehr viele Menschen grundsätzlich Probleme mit ihren Füssen, respektive Schuhe haben. Wir leben schliesslich nicht mehr im Mittelalter, denn damals zeigte die Länge der Schuhspitze bei Schnabelschuhen den sozialen Stand an.
3000 Schuhe!
Es gibt Menschen, die haben im Schnitt zehn bis 20 Paar Schuhe. Bei einer modisch veranlagten Frau/Mann, sind es wohl eher 20 bis 100 Paare und die grösste private Schuhsammlung hatte wohl die ehemalige Schönheitskönigin Imelda Marcos, Frau des
philippinische Politikers Ferdinand Marcos. Imelda besass rund 3000 Schuhe (!).
Fazit
Die Wahl von Schuhen und deren Formen sind immer subjektiv. Einige Menschen bevorzugen spitze Schuhe, während andere lieber breitere Modelle, Turn-/ Wanderschuhe, Sandalen, Stiefeletten, Gummistiefel oder was auch immer tragen. All diese «Treter» sind wohl ein fester Bestandteil der Modegeschichte und des individuellen Stils. Doch denken Sie beim nächsten Kauf vielleicht auch mal an Ihre Füsse und Ihre Gesundheit 😊, wenn Sie sich im Schuhladen die in diesem Jahr angesagten, dunkelroten Stiefeletten kaufen.
Musiktipp der Woche
Ness mit ihrer Single «Schuhe»: Tja Schuhe sind schön, aber sie sind nicht alles, obwohl gerade Markenartikel in der heutigen Zeit bei Kindern, Teenagern und auch in der Welt der Erwachsenen einen grossen Stellenwert haben, leider…
https://www.youtube.com/watch?v=JvtQAMxcwn0
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Dany Kammüller, April 12, 2024 10:04 AM