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Die besten Autofahrer/innen der Welt …



In der Schweiz gibt es praktisch keine alten Autos mehr und jene, die ein altes Auto haben, pflegen es mit viel Liebe und Hingabe. Bild: Zur Vergügung gestellt von Bruno Schmid.


…kommen ganz sicher nicht aus der Schweiz. Ein Grossteil der Automobilsten fühlt sich hierzulande gar eher unsicher hinter dem Steuer. Daher fahren Herr und Frau Schweizer «schön süferli» mit den gepflegten und geliebten «Karossen» durch Stadt und Land. Trotzdem oder gerade deswegen herrscht auf unseren Strassen stellenweise Chaos und Krieg.

 

Der nun folgende Text birgt viel Wahrheit aber auch eine Portion Ironie in sich. Wenn Sie sich hier und dort angesprochen fühlen, hat das wohl seine Berechtigung, wenn nicht, dann auch. 😊.

 

Vergleicht man die Schweiz in Sachen Automobilität mit anderen europäischen Ländern, fällt eines sofort ins Auge, bei uns gibt es praktisch keine «alten Mühlen» mehr. In Helvetien hat es rein äusserlich betrachtet nur neue, schöne und gepflegte Fahrzeuge. Tja, irgendwo schlägt sich der Reichtum halt nieder. Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass ein Grossteil der Automobilisten in der Schweiz eher mittelmässige Fahrer sind.

 

Die Guten und die Bösen

Diejenigen, die wirklich gut Auto fahren, ja die gibt es schon auch, haben in Helvetien oft das Nachsehen, weil sie hier und dort gezwungen werden sich den schlechtfahrenden Verkehrsteilnehmern anzupassen. Ganz ehrlich, was machst du, wenn zum Beispiel auf der Autobahn einer vor dir konstant mit 90, allerhöchstens 100 Stundenkilometern konsequent links fährt? Zuerst gibst du eine Triade von Schimpfwörtern von dir, wohlwissentlich, dass es der Vordermann nicht hört. Licht- und Hupe sowie dichtes Auffahren nützen nichts (ist eh verboten und gefährlich). Also nächste Stufe: Hände verwerfen, Vogel zeigen und rechts vorbei. Wenn man dich dabei erwischt, hast du Pech. Folgen: Busse, Richter oder gar Scheck weg. Dem/der Schleicher/in hingegen geschieht nichts. Shit – ist halt so.

 

Kurven fahren

Was die Schweizer sehr gut können, ist auf einer geraden Strecke zu beschleunigen, da kommen all die PS starken Boliden zum Vorschein. Was viele weniger mögen, sind Kurven und davon gibt es bei uns eine Menge. Nach der kurzen Beschleunigungsphase auf der Geraden, wird vor Kurven abgebremst, was das Zeug hält. Muss man ja, sonst haut es die Fahrer unter Umständen aus dem Sessel. Danach schleichen die Geradestrecken-Liebhaber/innen ausserorts mit 60 bis 70 Km/h, bis zur nächsten Geraden, durch die Gegend. Brav und immer schön an die Gesetze halten. Im Innerortsbereich habe ich manchmal das Gefühl es wäre besser, wenn gewisse Fahrer/innen aussteigen und ihr Auto schieben. Da sie in der 50er Zone eh nur 30 fahren und in der 30er Zone nur Schritttempo, wären sie mit schieben besser bedient.

 

Grünlichtbremser …

…mag ich besonders gern. Das sind jene Fahrer/innen, die auf eine grün gestellte Ampel zu fahren und mal vorsichtshalber bremsen, es könnte ja rot werden. Mann/Frau echt jetzt!? Für alle, die es nicht wissen. Es gibt bei Ampeln drei Stufen: Grün heisst fahren, orange heisst Vorsicht, aber man kann immer noch fahren und erst rot heisst Stillstand, die Strassen sind da, um darauf zu fahren und nicht um herumzutrödeln.

 

Kreiselfahrer

Schlimm, echt schlimm, denn hier gilt ausnahmsweise links vor rechts. Also jene, die im Kreisel sind haben Vorfahrt, was nicht heissen soll, dass man so lange warten muss, bis kein einziges Auto mehr von links kommt. Aber es sei vermerkt, wer einen Kreisel verlassen will muss blinken, damit jener Fahrer, der in den Kreisel einfahren will, weiss, dass er fahren kann. Beim doppelten Kreisel ist es noch schlimmer, denn da gibt es diese Volldeppen, die in die zweite Spur einfahren, aber bei der nächsten Ausfahrt, ohne zu blinken auch wieder rausfahren wollen. Liebe «Kreiselmonster» konsultiert doch mal wieder einen Fahrlehrer oder Polizisten, die sagen euch gern, was Sache ist.

 

Unfallstatistik

Vergleicht man die Unfallstatistik der Schweiz mit anderen europäischen Ländern, schneiden wir auch hier nicht besonders gut ab. 2022 gab es in Helvetien 241 Verkehrstote. Für ein so kleines Land wie die Schweiz eine recht hohe Zahl. Spitzenreiter war Frankreich mit 3260 Toten, gefolgt von Italien mit 3170 und Deutschland mit 2776. Vergleicht man allerdings die Einwohnerzahlen beispielsweise von Deutschland mit der Schweiz, relativiert sich diese Statistik wieder. Deutschland hat rund 84.08 Millionen Einwohner, die Schweiz knapp 8.77 Millionen. Deutschland ist auf die Einwohner bezogen also 9.58-mal grösser als die Schweiz. Dabei gilt es festzuhalten, dass jene Ausländer, darunter auch viele Schweizer, die in der «Bunten Republik Germany» verunfallen nicht in unserer Statistik auftauchen, sondern in jener von Deutschland.

 

Die besten Fahrer der Welt …,

…kommen gemäss Formel 1 Statistik aus England, Deutschland, Frankreich, Italien, Südamerika, Finnland, Österreich, etc. Der beste Schweizer Formel 1 Pilot aller Zeiten war Clay Regazzoni, der in den 70er Jahren fünf Rennen gewann. Weitere Schweizer, die diesbezüglich in der näheren Vergangenheit erwähnenswert sind: Jo Siffert (60er Jahre) Marc Surer (80er Jahre) und Sébastien Buemi 2009 bis 2011.

 

Fazit

Die Eidgenossen sind grundsätzlich sehr obrigkeitshörig, deshalb herrscht bei uns, auch auf der Strasse und im Verkehr grundsätzlich Zucht und Ordnung, wer sich nicht daranhält, muss – falls er erwischt wird – die Konsequenzen tragen. Da kann man nichts machen. Gesetz ist und bleibt Gesetz. Aber wie dem auch sei, im Strassenverkehr haben viele Autofahrer/innen hierzulande noch Aufholbedarf, vor allem die Schleicher/innen, die mit ihrer Art zu fahren andere provozieren und diese zu verbotenen Handlungen verleiten. Ich denke, mit ein wenig mehr Rücksicht und Respekt sollte es möglich sein, dass sich alle ein wenig sicherer fühlen und jene, die sich unsicher fühlen, sollten vielleicht (Ego hin oder her) mal einen kleinen Auffrischungskurs bei einem Fahrlehrer buchen, es wird sicher nicht zu ihrem Schaden sein. Die Welt verändert sich und mit ihr die Menschen und der Strassenverkehr.

 

Musiktipp der Woche

ZZ-Top: «Sharp dressed Man». Der Song erschien im Juli 1983 auf der LP «Eliminator. Das Stück wurde von Bandmanager Bill Ham produziert und wurde zu einem der bekanntesten ZZ-Top Songs. Let’s go Rock 'n' Roll:

 

https://www.youtube.com/watch?v=7wRHBLwpASw

 

Zitat der Woche

«Nicht das Auto verdirbt den Charakter, aber wer keinen Charakter hat, sollte nicht Auto fahren.» Ferdinand Porsche, Gründer der Firma Porsche in Stuttgart. Geboren am 3.9.1875 in Maffersdorf (Böhmen); † 30.1.1951 in Stuttgart.

 

In eigener Sache

Da ich nächste Woche für 14 Tage im Urlaub weile, erscheint in dieser Zeit kein Blog von mir. Bis dahin wünsche ich euch eine schöne Dany- und blogfreie Zeit 😊.

 

Eure Meinung interessiert mich

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Dany Kammüller, May 24, 2024 8:27 AM