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Vom «Apfelpopo» bis hin zum modischen Debakel!


Mode ist was Schönes und von mir aus kann grundsätzlich jeder anziehen, was er will. Aber es gibt hier und dort ein paar Regeln, die man meiner Meinung nach beachten sollte.

 

Was fällt unter den Begriff Mode und seit wann existiert sie so, wie wir sie heute kennen? Als der Mensch begann aufrecht zu gehen, lernte er sich aus unterschiedlichen Gründen zu kleiden. So trugen schon die Menschen in der Steinzeit ihre Felle nicht etwa aus modischen Gründen, sondern um sich vor Kälte und anderen Widrigkeiten zu schützen. Aber mit der Zeit entwickelten die Menschen immer bessere und ausgefallenere Kleidung.

 

Im Lauf der Zeit

Ganz früher war es nur Königen, Kaisern und anderen Herrschern vorbehalten schöne und farbige Kleider zu tragen, die einfachen Bürger (Pöbel) trug vorwiegend Kleider aus Flachs-/Hanffasern oder Nesseltuch. Aber ich will hier nicht zu tief ins Detail gehen, denn das würde den Rahmen meines Berichtes bei weitem sprengen. Aber wie dem auch sei, ein erster, grosser modischer Umbruch fand nach dem Mittelalter statt. Ab diesem Zeitpunkt sprach man im eigentlichen Sinne von Mode. Die Bekleidung und die dazu gehörigen Accessoires wurden immer ausgefallener, zweckmässiger, bunter und teilweise auch revolutionär. Die Bekleidungsindustrie nutzt, zu verkaufsfördernden Zwecken, das menschliche Verlangen nach Abwechslung und entwirft und produziert seitdem regelmäßig neue, saisonale Kleidung.

 

Die Neuzeit

In den 40er Jahren kamen die Nylonstrümpfe für Damen in Mode und in den 50ern kam mit den Bluejeans ein Bekleidungsstiel auf den Markt, der sich bis heute in allen möglichen Variationen hält. Dann in den 60ern kam, dem Minirock sei Dank, die sexuelle Moderevolution, die im Bikini gipfelte. Von Verführung und Teufelszeug war damals die Rede. Diese Mode gefiel natürlich nicht nur der Damenwelt, sondern auch den Herren. In den 70er Jahren ging der sexuelle Trend weiter mit den Hotpants, die so mancher Oma das Fürchten lernte. 

 

Das 20. Jahrhundert

Nun, wir kennen die Geschichte. Alle Modetrends, die je aufkamen, wiederholten sich früher oder später auf die eine oder andere Weise. Gerade im 20. Jahrhundert stand die Modewelt stellenweise Kopf, frei nach dem Motto weniger ist mehr. Es gab eine kurze Epoche, da trugen junge Frauen keinen Slip mehr unter den Röcken oder einen Miederslip als Überhose. Die Trends wurden vor allem für die Damen der Schöpfung immer ausgefallener und extravaganter. So manche Mutter hatte wohl eine halbe Herzkrise, als ihre Töchter und Söhne Löcher in ihre teuren Jeans schnitten, weil das in und trendy war und ist. Da bezahlt man viel Geld für kaputte Kleider; Tja, wem’s gefällt? Da heiligt der Zweck meiner Meinung nach nicht mehr die Mittel. Aber jedem das Seine.

 

Heute

Derzeit sind nebst den Schlaghosen (aus den 70ern) die sogenannten «Arschhosen» voll im Trend. Dabei handelt es sich vor allem um Alltags- oder auch Sportbekleidung. Das heisst die «Pobacken» werden 1:1 abgezeichnet und nicht nur die, sondern stellenweise auch andere Körperteile (Kamelhufe !), was meiner Meinung nach nicht sehr vorteilhaft und fast ein wenig frivol aussieht, aber so sind halt teilweise die Trends. OK, bei einer Frau mit einem schönen Körper und einem «Apfelhintern» geht die «Arschhose» (ohne Kamelhuf) gerade noch so durch. Aber bei deren (Gross-) Mütter … ich weiss nicht so recht, was ich davon halten soll… Ja, ja, ich weiss, ich muss ja nicht hinsehen. Mache ich aber trotzdem, denn solche Bekleidungen ziehen die männlichen Blicke halt förmlich an, um sich einerseits darüber zu freuen oder den Kopf zu schütteln. Das Gleiche gilt für die heutigen Bikinis. Die Pobacken erhalten frische unbekleidete Luft und das einzige Textilteil, das man hinten noch sieht, verschwindet als besserer Schnürsenkel zwischen den beiden Pobacken. Wie gesagt für junge Leute absolut okay, aber ab einem gewissen Alter oder einer gewissen Figur sollte man hier vielleicht doch auf den einen oder anderen Trend verzichten. Oder wie seht ihr das?

 

Das Zitat der Woche

Über die Mode von gestern lächelt man, aber für die Mode von vorgestern begeistern wir uns, wenn sie die Mode von morgen zu werden verspricht.

(Marlene Dietrich, deutsch-amerikanische Schauspielerin/Sängerin 27.12.1901 – 6.5.1992)

 

Musiktipp der Woche

Caterina Valente & Silvio: «Itsy Bitsy Teenie Weenie Honolulu Strandbikini», erschien 1960


https://www.youtube.com/watch?v=Chy6ZmIE308

 

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Dany Kammüller, August 23, 2024 6:34 AM