Aktuelles/Blog


Die Geschichte des Glaubens



Wie entstanden die verschiedenen Religionen und der menschliche Glaube? Ich nehme euch – wenn ihr mögt - mit auf eine kleine Zeitreise. Bild: Dany Kammüller


Die einen verehren Jesus, andere Krishna, Mohammed, Moses, Zarathustra, Buddha und wie sie alle hiessen. Ich bin sicher kein Experte in Sachen Glaubensfragen, was aber nicht heisst, dass ich mir nicht auch hin und wieder Gedanken zu dieser Thematik machen kann.


Schon immer suchten die Menschen nach dem Sinn des Lebens – in der Religion finden viele eine Antwort. Rund dreiviertel der Weltbevölkerung bekennt sich zu einer der grossen Glaubenslehren: Judentum (Abraham), Christentum (Jesus), Islam (Mohamed), Hinduismus (Diverse Gottheiten), Buddhismus (Buddha), Konfuzianismus (Konfuzius) und Daoismus (Laozi/Laotse). Es gibt selbstverständlich noch andere Glaubensströme (Sekten) und Propheten (Moses, Zarathustra, Krishna etc.) ich erwähne hier bewusst nur die sieben grössten, weil alles andere den Rahmen dieses Berichtes bei weitem sprengen würde. 

 

Abraham

Jede Glaubensrichtung hat ihren eigenen Religionsstifter und Propheten und viele Glaubensrichtungen überschneiden sich bekanntlich. So war zum Beispiel Abraham im alten Testatmend einer der Altväter des Christentums, des Judentums und auch im Islam gilt Abraham als grosser Prophet, der erkannte, dass es nur einen einzigen Gott gibt (monotheistische Religion/zum Vergleich: Polytheismus: Der viele Götter kennt und verehrt.). Aus seinem ersten Sohn Ismael sind die Völker des Islam entstanden. Sein zweiter Sohn Isaak gründete das jüdische Volk. Abraham soll knapp 2000 Jahre vor unserer Zeitrechnung gelebt haben, also vor rund 4000 Jahren.

 

Jesus

Jesus war ein jüdischer Wanderprediger, der keine neue Religion gründen, sondern seine eigenen Ideen reformieren wollte. Seine neue, etwas freiere und oft revolutionäre Auslegung der jüdischen Schriften kamen damals bei vielen Menschen gut an. Er war ein Popstar seiner Zeit, der für seinen Glauben am Kreuz gestorben sei. Jesus soll im ersten Jahrhundert gelebt haben (nicht bestätigt) andere sagen, er lebte um das Jahr 4 oder 6 vor unserer Zeitrechnung.

 

Mohammed …

… war ein Schafhirte, der weder lesen noch schreiben konnte. Er erlangte Reichtum und Unabhängigkeit durch eine seiner insgesamt zehn Ehefrauen. Mit etwa 40 Jahren soll er eine Erleuchtung oder Berufung zum Propheten verspürt haben, es folgte die Religionsgründung und eine Karriere als Feldherr. Gemäss islamischer Überlieferung kam er um das Jahr 570 christlicher Zeitrechnung zur Welt. Er wurde 62 Jahre alt und starb 632 in Medina.

 

Buddha

Als Begründer der buddhistischen Lehre gilt Siddhartha Gautama, besser bekannt unter seinem Ehrentitel Buddha (Der Erwachte). Er lebte und lehrte vermutlich um 500 v.Chr. in Nordindien an der Grenze zum heutigen Nepal. Buddhismus ist eine Religion, unterscheidet sich aber wesentlich von den sogenannten Glaubensreligionen wie Christentum, Judentum oder Islam. Wie auch im Hinduismus und Taoismus ist Buddhas Lehre eine Erfahrungsreligion. Ziel ist die Entwicklung des eigenen Geistes, die «Buddha-Natur» zu erlangen.

 

Laozi/Lao-Tse⁠

Der Taoismus hat weder einen Gründer noch einen Gründungszeitpunkt, und seine Anhänger verehren weder einen Gott noch mehrere Götter, sondern das Tao, ein universelles Prinzip. Eine der frühesten daoistischen Gottheiten, die von den Himmelsmeistern verehrt wurde, war Laozi oder Lao-Tse, wie er auch genannt wurde. Der Taoismus entstand in der Auseinandersetzung mit dem Konfuzianismus und dem Buddhismus. (3./4. Jahrhundert v. Chr.).

 

Konfuzius

Diese Doktrin basiert auf der Lehre des Weisen Konfuzius, der 551 v.Chr. im Bundesstaat Lu (der heutigen Provinz Shandong) geboren wurde. Konfuzius war kein Ideologe, es sind im Wesentlichen zwei seiner Schüler, nämlich Mencius und Xun Zi, die sein Denken konzeptualisierten und seine Verbreitung einleiteten.

 

Brahma/Vishnu/Shiva

Im Hinduismus wird nicht ein Gott oder Religionsgründer verehrt, wie es bei den anderen Weltreligionen (Christentum, Islam, Judentum und Buddhismus) der Fall ist. Die Hindus verehren eine Vielzahl von Gottheiten (Polytheismus), zu denen gebetet wird und denen Opfergaben dargebracht werden. Die bekanntesten sind: Brahma als Schöpfer, Vishnu (Krishna) als Erhalter und Shiva als Zerstörer. (Quelle: Recherche via

https://de.wikipedia.org)

 

Geklaute Thesen?

Da sich die Glaubensströme seit ihrer Entstehung immer wieder überschneiden, kann man davon ausgehen, dass der eine oder andere Religionsstifter/Prophet gewisse, früher entstandene Philosophien der verschiedenen göttlichen Lehren, Weisheiten etc. übernommen, weiterverwendet, abgewandelt, neues dazu gedichtet und daraus eigene Ideen entwickelt haben. 

 

Wie entstand der menschliche Glaube?

Schon bevor die eine oder andere Glaubensrichtung entstand, praktizierten die indigenen Völker vor 165'000 Jahren auf allen Kontinenten der Erde den Schamanismus. Auch wenn man dabei nicht im herkömmlichen Sinne von einer Religion sprechen kann, sondern von einem spirituellen Weg. Man spricht auch davon, dass die Verwendung von pflanzlichen Psychedelika für die Anfänge eines spirituellen Bewusstseins verantwortlich waren. Das Wort Psychedelikum bedeutet: «Die Seele hervorbringendes Mittel». Das könnte bedeuten, dass die Halluzinogene tatsächlich der Ursprung aller Religionen sind. Und das, meine lieben Leser/innen ist nicht ketzerisch gemeint, sondern ein Faktum. (Quelle: Sandra Ingermann/Hank Wesselmann «Die schamanische Erfahrung»)

 

Glaube soll frei sein

Ich denke, dass jeder glauben soll, was er will und an wen er will. Aber eine gute und wahre Religion sollte sich meiner Meinung der Liebe und dem Frieden verpflichten. Es ist egal welchen Gott, welche Götter oder Propheten wir anhimmeln, Hauptsache wir lassen andere Meinungen und Ansichten gelten und schlagen uns deswegen nicht die Köpfe ein, wie das bei vielen Glaubenskriegen bis heute leider immer wieder der Fall ist und war. Was ich persönlich seltsam finde, ist die Tatsache, dass es in der ganzen Götterhierarchie der alten Welt praktisch keine Frauen als Religionsstifterinnen gibt.

 

Das Zitat der Woche

Wissenschaft ohne Religion ist lahm, Religion ohne Wissenschaft ist blind.

(Albert Einstein war ein Deutscher theoretischer Physiker 14.3.1879 – 18.4.1955)

 

Musiktipp zum Thema der Woche

Origen Music: Kyrie Eleison - Christe Eleison (auf Deutsch: Herr erbarme dich, Christus erbarme dich). https://www.youtube.com/watch?v=M41ulbpqy_Y

 

Eure Meinung interessiert mich

Kommentare, Kritiken, etc. sind zu richten an: info@dakapublic.ch Eure Einsendungen werden nicht publiziert und nur von mir gelesen. Wenn euch gefällt, was ihr hier lest, sagt es weiter, wenn nicht, dann auch. Meine Texte dürfen auch gern - unter Einhaltung des Kopierrechtes - gedruckt, geteilt und weitergeleitet werden.


Dany Kammüller, September 13, 2024 7:29 AM