Aktuelles/Blog
Gute Zeiten – schlechte Zeiten
Das Leben besteht nicht nur aus Sonnenschein, manchmal tauchen am Horizont auch Wolken auf. Bild: z.V.g
Es gibt im gesellschaftlichen Leben immer mal wieder gute Zeiten und schlechte Zeiten, so steht es auch schon in der Bibel, mit den sieben guten und sieben schlechten Jahren. Doch es braucht immer beides, denn nur wer die Dunkelheit kennt, schätzt am Ende auch das Licht.
Gute Zeiten stehen beispielsweise an, bei einer Geburt oder einer Hochzeit. Schlechte Zeiten, wenn jemand stirbt oder wenn sich Menschen, aus welchen Gründen auch immer, scheiden und bekriegen. Das Leben hat eben in allen Zeiten gute und schlechte Seiten, sowie alles in unserem Leben auch zwei Seiten hat, sprich Schatten- und Sonne. Es ist einfach wichtig, dass wir nach Möglichkeit beide Seiten sehen und verstehen. Wie heisst es doch auch in Bertolt Brechts «Drei Groschen Oper» … Essen sie des Armen Brot. Denn die einen sind im Dunkeln und die andern sind im Licht und man sieht nur die im Lichte, die im Dunkeln, sieht man nicht.
Gute Zeiten im Arbeitsmarkt
Eine aktuelle, gute Nachricht ist: Die Schweiz hat mit 2.5 Prozent die tiefste Arbeitslosenquote in ganz Europa. Zum Vergleich, in Frankreich liegt die Quote bei 7.5 Prozent, Italien 6.2, Österreich 5.3 und Deutschland 3.5 Prozent. Die höchste Quote reklamieren die Spanier für sich mit 11.3 Prozent, die tiefste Quote weisen die Tschechen auf, mit 2.6 Prozent. Der europäische Durchschnitt liegt bei 5.9 Prozent. Wir Schweizer sind also einmal mehr spitze!
Schlechte Zeiten des Krieges
Weniger schön ist die Tatsache, dass sich die beiden Kriegsherde in der Ukraine/Russland und Israel/Palästina nach wie vor nicht beruhigen und überall Menschen in zwei sinnlosen Kriegen ihr Leben verlieren. Seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine, am 24. Februar 2022, kamen Schätzungen zur Folge etwa 31'000 Ukrainer und über 50'000 Russen ums Leben. Die genauen Zahlen könnten jedoch höher sein, da viele Opfer nicht offiziell erfasst werden. Auch im Krieg zwischen Israel und der Hisbollah starben schon mehrere hundert Menschen.
Gute Zeiten in der Forschung
Forscher haben im Nordpolarmeer den ersten Organismus entdeckt, der biologisches Erdöl erzeugen kann. Die einzellige Meeresalge «Dicrateria» produziert gesättigte Kohlenwasserstoff-Ketten und damit die Alkane, die Benzin, Diesel und Heizöl ausmachen. Bisher kann dieses Gemisch aus gesättigten Kohlenwasserstoffketten nur aus fossilen Quellen gewonnen werden. Wäre doch cool, wenn man Erdöl und seine Derivate künftig auf biologischem Wege erzeugen könnte. Das würde viele Probleme lösen. (Quelle: https://www.scinexx.de/new)
Gute Nachrichten – schlechte Nachrichten
Es gibt sie tatsächlich noch, die guten Nachrichten. Doch es ist Fakt, dass die schlechten Meldungen in der heutigen Zeit in der Mehrzahl sind und mehr Gewicht haben, zumal sie sich auch besser verkaufen lassen. Diese Tatsache ist ein Stück weit halt auch dem Voyeurismus der heutigen Gesellschaft geschuldet. Man labt sich am Unheil Anderer, um sich selbst besser zu fühlen. Traurig, aber leider wahr. Daher wünsche ich euch allen künftig viele gute Zeiten, damit ihr Kraft tanken könnt, wenn dereinst wieder schlechte Zeiten anstehen.
Fazit
Was ich mit diesem Text zum Ausdruck bringen wollte, ist, dass es an jedem Einzelnen von uns liegt, was er in seinem Leben für sich zulässt und was nicht. Eigentlich mögen wir alle keine schlechten Nachrichten, aber viele gieren trotzdem förmlich danach die schlechten zu sehen und zu hören. Für das Gute im Leben muss man immer kämpfen, das Schlechte kommt von selbst.
Zitat der Woche
«Die Leute sagen immer: Die Zeiten werden schlimmer. Die Zeiten bleiben immer. Die Leute werden schlimmer.» Joachim Ringelnatz, deutscher Schriftsteller, Kabarettist und Maler. 7.8.1883 - 17.11.1934
Musiktipp der Woche
Rainhard Fendrich: «Die, die wandern» erschienen 2013
https://www.youtube.com/watch?v=P2mGcVeh7v0
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Dany Kammüller, October 18, 2024 10:28 AM