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Alle guten Dinge sind drei! Warum?
Man schenkt nie eine Flasche Wein, sondern immer mindestens drei. Warum? Das verrät euch unter anderem der untenstehende Text. Bild: Dany Kammüller
Am 4. und am 11. Oktober 2024 publizierte ich auf meiner Homepage Sprichwörter und Redewendungen und ergründete deren Bedeutung. Heute folgt nun der dritte Teil, denn alle guten Dinge sind bekanntlich drei und genau dieser Redewendung ging ich, zum Abschluss dieser Serie, auf den Grund.
Das Sprichwort «Alle guten Dinge sind drei» hat seine Wurzeln, so vermutet man, im Mittelalter, denn damals wurde dreimal im Jahr Gericht gehalten, das sogenannte «Thing» oder «Ding» (Vollversammlung, auf der auch Recht gesprochen wurde). Ein Angeklagter musste dreimal vorgeladen werden, um sich zu verteidigen, wenn er auch beim dritten Mal nicht erschien, konnte er in Abwesenheit verurteilt werden.
Bedeutung
Die Zahl drei hat in vielen Kulturen und Traditionen eine besondere Bedeutung und Symbolik und wird als Symbol für Harmonie, Vollständigkeit und Perfektion betrachtet. Es drückt die Vorstellung aus, dass Dinge, die in Dreiergruppen auftreten, besonders vollständig oder erfolgreich sind. Nachfolgend ein paar Aspekte, welche die Bedeutung der Zahl drei hervorheben.
Dreifaltigkeit
In vielen Religionen und spirituellen Traditionen spielt die Zahl drei eine zentrale Rolle. Im Christentum steht die Dreifaltigkeit (Vater, Sohn und Heiliger Geist) für die Einheit Gottes in drei Personen.
Natur und Wissenschaft
Hier begegnet uns die Zahl drei häufig. Zum Beispiel gibt es drei Aggregatzustände der Materie (fest, flüssig, gasförmig) und in der Geometrie ist ein Dreieck die einfachste Form mit drei Seiten.
Kultur und Mythologie
In vielen Mythen und Geschichten taucht die Zahl drei auf. Zum Beispiel gibt es in Märchen oft drei Prüfungen oder Aufgaben, die der Held bestehen muss. Oder wer kennt nicht den Film: Drei Haselnüsse für Aschenbrödel.
Kunst und Literatur
In der Kunst und Literatur wird die Zahl drei oft verwendet, um Harmonie und Ausgewogenheit zu schaffen. Ein Triptychon in der Malerei besteht aus drei zusammenhängenden Bildern, und in der Literatur gibt es oft eine Dreiteilung der Handlung (Einleitung, Hauptteil, Schluss).
Der dritte Versuch
In der deutschen Sprache und Literatur wird das Sprichwort häufig verwendet, um zu betonen, dass der dritte Versuch oft der erfolgreiche ist. Es gibt keine spezifische Person, die als Urheber dieses Sprichworts bekannt ist, da es Teil der Volksweisheit ist und über Generationen hinweg weitergegeben wurde. Das Sprichwort wird heute oft verwendet, um zu sagen, dass man nach zwei Fehlversuchen beim dritten Mal Erfolg haben wird. Es dient als Ermutigung, es ein drittes Mal zu versuchen
Drei rote Rosen
Drei roten Rosen drücken die drei magischen Worte «Ich liebe Dich» aus. Und grundsätzlich sollte man immer eine ungrade Zahl an Rosen verschenken. Diese Tradition stammt aus dem Aberglauben und der Symbolik. Ungerade Zahlen gelten oft als glücksbringend und harmonisch. Eine ungerade Anzahl an Rosen, wie zum Beispiel drei, fünf oder sieben, wird als ästhetisch ansprechender und symbolisch vollständiger angesehen.
Drei Flaschen Wein
Ähnlich verhält es sich mit dem Verschenken von Wein. Die Zahl drei hat wie bereits erwähnt in vielen Kulturen eine besondere Bedeutung und wird oft mit Vollständigkeit und Perfektion in Verbindung gebracht. Aber es könnte auch einfach eine praktische Überlegung sein: Drei Flaschen Wein sind eine gute Menge für eine kleine Feier oder ein Geschenk. Eine Flasche sollte man aber grundsätzlich nie schenken, denn sie könnte verdorben sein (Zapfen haben), zwei Flaschen sind eine gerade Zahl und bringt Unglück, also sind auch hier mindestens alle guten Dinge drei.
Fazit
Ein Witzchen zum Schluss: Alle guten Dinge sind also drei! Okay: Also esse ich statt einer Cremeschnitte drei, trinke statt einer Flasche Bier auch drei und fluche danach dreimal, weil ich schon wieder drei Kilo zugenommen habe. 😊
Das Zitat der Woche
«Drei Dinge sind uns aus dem Paradies geblieben: die Sterne der Nacht, die Blumen des Tages und die Augen der Kinder.» Dante Alighieri war ein italienischer Dichter und Philosoph. Mai oder Juni 1265 – 14.9.1321
Musiktipp der Woche
Reinhard Mey: «Alle guten Dinge sind drei». Erschienen am 2.1.1988.
https://www.youtube.com/watch?v=07Z68zDpNO0
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Dany Kammüller, December 13, 2024 9:12 AM