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Diese Persönlichkeiten gingen 2024 von uns



...ohne Worte. Bild: Dany Kammüller


Der Mensch vergisst sehr schnell, das ist der Lauf der Zeit. Menschen kommen und gehen, auch aus meinem Umfeld. Die Menschen auf der untenstehenden Auflistung gingen in diesem Jahr auf ihre letzte Reise, um heimzukehren in die Stadt der vielen Seelen. Darunter auch viele Prominente. Ich erhebe hier absolut keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern setzte nur jene ab, die mir persönlich ein Begriff waren. Falls ich aber trotzdem eine bekannte Persönlichkeit nicht erwähnt oder vergessen habe, Sie mögen mir verzeihen.


Januar

 

2. Hendrik Arnst († 73). Deutscher Schauspieler, unter anderem bekannt durch Tatort und Polizeiruf.

 

3. Günter Fielmann († 83) Gründer der Optiker Kette Fielmann.

 

4. David Soul (80) bekannt durch die US-Krimiserie Starsky & Hutch.

 

Christian Oliver († 51). Deutscher Schauspieler bekannt aus «Alarm für Cobra 11. Er spielte auch mit Hollywood-Grössen wie George Clooney, Cate Blanchett und Tom Cruise.

 

7. Franz Beckenbauer († 78) Weltfussballer mit Format. Er wurde 1974 Weltmeister als Spieler und 1990 als Trainer. Er gilt als eine der bedeutendsten Persönlichkeiten in der Geschichte des Fussballs und als einer der besten Fussballer des 20. Jahrhunderts.

 

18. Sepp Haas († 86) aus dem Luzerner Entlebuch war der erste Schweizer Langläufer, der eine olympische Medaille gewann. An den Olympischen Spielen 1968 im französischen Grenoble holte Haas Bronze über 50 Kilometer. 1969 trat Haas als dreifacher Schweizer Meister vom Spitzensport zurück. Dem Langlauf blieb er verbunden – unter anderem als Nationaltrainer von 1978 bis 1980.

 

23. Frank Farian († 82). Deutscher Musikproduzent, der weltweit mehr als 800 Millionen Tonträger verkaufte. Bekannt durch Bands wie Boney M. oder Milli Vanilli.

 

«Melanie» Safka († 77). Die amerikanische Sängerin/Songwriterin wurde weltweit bekannt durch ihren Auftritt am Woodstock-Festival 1969 und etablierte sich nachdrücklich mit genial-schlichten Songs und unverwechselbarem Timbre im Folk-Pop-Genre.

 

27. Martin Horat († 79), war ein Moutathaler «Wetterschmöker», der das Wetter durch das Verhalten der Ameisen voraussagte.

 

Februar

 

1. Carl Weathers († 76) der US-Schauspieler gelangte zu Weltruhm mit seiner Rolle in den ersten vier «Rocky»-Filmen, wo er an der Seite von Sylvester Stallone den Boxer «Apollo Creed» spielte. Im Sci-Fi-Actionthriller «Predator» von 1987 spielte er neben Arnold Schwarzenegger.

 

6. Pablo Grant († 26). Pablo Grant war sowohl als Rapper der Berliner Band BHZ bekannt und als Schauspieler, zuletzt im Magdeburger Polizeiruf.

 

7. Freddy Nock († 59) war bekannt als Hochseilartist, der weltweit unzählige Rekorde erzielte. Er wurde am 7. Februar tot in seiner Wohnung in Uerkheim/AG gefunden. Er stammte aus der traditionsreichen Zirkusfamilie Nock.

 

11. Kelvin Kiptum († 24). Kenianischer Marathon-Weltrekordhalter. Im Oktober hatte er beim Chicago-Marathon mit einer Zeit von 2:00:35 einen neuen Weltrekord aufgestellt und die Bestmarke von 2:01:09, die sein Landsmann Eliud Kipchoge 2022 in Berlin aufgestellt hatte, unterboten.

 

15. Johanna von Koczian († 90) wurde in den 1970er-Jahren mit dem Lied «Das bisschen Haushalt» berühmt, einem der grössten Schlager dieser Zeit. Ihre erste grosse Filmrolle hatte sie 1958, in der Satire «Wir Wunderkinder». Sie galt als «die deutsche Audrey Hepburn.

 

16. Alexej Nawalny († 47). Der russische Oppositionspolitiker galt als bekanntester Kritiker des russischen Präsidenten Wladimir Putin. 2020 überlebte er einen Giftanschlag nur knapp. In mehreren Prozessen wurde er unter anderem wegen «Extremismus» zu insgesamt 19 Jahren Lagerhaft verurteilt. Zuletzt befand er sich in einer Strafkolonie in der russischen Polarregion. Dort starb er aus ungeklärten Gründen. Sein Tod löste international Bestürzung aus.

 

19. Ira von Fürstenberg († 83), entstammte dem italienischen Hochadel, ihre Mutter gehörte zur Fiat-Dynastie. Bekannt wurde sie 1955, als sie mit gerade einmal 15 Jahren den damals 31-jährigen Alfonso zu Hohenlohe-Langenburg heiratete. Zur Hochzeit kam damals alles, was Rang und Namen hatte. Später arbeitete sie als Schauspielerin und Model, war in den 1960er- und 1970er-Jahren Fashion-Ikone.

 

Horst Naumann († 98) war unter anderem durch seine Arzt-Rollen in «Die Schwarzwaldklinik» und «Das Traumschiff» bekannt. Zuletzt spielte Naumann von 2007 bis 2010 in «Kreuzfahrt ins Glück» und der «Rosamunde Pilcher»-Reihe mit.

 

20. Andreas Brehme († 63) machte sich am 8. Juli 1990 mit nur einem Tor unsterblich: In der 85. Minute des WM-Finales gegen Argentinien tritt der linke Aussenverteidiger zum Elfmeter an, verwandelt und macht Deutschland zum Weltmeister. Der gebürtige Hamburger spielte in seiner aktiven Zeit für Saarbrücken, Kaiserslautern, den FC Bayern, Inter Mailand und Real Saragossa. Er bestritt 86 Länderspiele und erzielte acht Tore.

 

März

 

11. Eric Carmen († 74) war ein US-amerikanischer Sänger, Songschreiber, Gitarrist und Pianist. Bekannt wurde er in den frühen 1970er-Jahren als Sänger der «Raspberries»; seine grössten Erfolge als Solokünstler waren die Lieder «All by Myself» und «Hungry Eyes», letztgenannter war auch im Film «Dirty Dancing» zu hören.

 

Percy Adlon († 88) erhielt für seinen ersten Spielfilm «Der Vormund und sein Dichter» 1978 den Grimme-Preis in Gold. Mit dem Kultfilm «Out of Rosenheim» mit Marianne Sägebrecht in der Hauptrolle gelang ihm der internationale Durchbruch.

 

15. Henry Valentino († 95) war Schlagersänger und Komponisten. Er wurde 1977 bekannt durch den Song «Im Wagen vor mir». Vor allem war er aber im Hintergrund tätig und schrieb unter anderem Lieder für Howard Carpendale, Hildegard Knef und Boney M.

 

22. Walty Anselmo († 77) sagte man nach, er sei der «Schweizer Jimi Hendrix». Der Sänger und Gitarrist gründete zusammen mit den Musikpionieren Hardy Hepp und Düde Dürst 1969 die Progressive-Rock-Band Krokodil. Anselmo musizierte in vielen Stilrichtungen. Er spielte unter anderem beim Volksschlager «Grüezi wohl, Frau Stirnimaa» von den «Minstrels» den Bass.

 

25. Fritz Wepper († 82) wurde einem breiten Publikum vor allem durch seine Rolle als Inspektor Harry Klein in der Krimiserie «Derrick» sowie durch die Serie «Um Himmels Willen» bekannt. Wepper war damit einer der erfolgreichsten Seriendarsteller Deutschlands.

 

April

 

3. Vera Tschechowa († 83) war eine bekannte deutsche Schauspielerin, die in fast 100 Rollen zu sehen war. Zuletzt trat sie in Fernsehserien wie «Tatort» oder «Ein Fall für zwei» auf. Tschechowas Urgrossonkel war der russische Schriftsteller Anton Tschechow.

 

5. Peter Sodann († 87) erlangte Bekanntheit als grummeliger «Tatort-Kommissar» Bruno Ehrlicher, den er von 1992 bis 2007 spielte.

 

8. Peter Higgs († 94) wurde durch die Entdeckung des sogenannten Gottesteilchens, des Higgs-Bosons, weltberühmt. Der Wissenschaftler sagte das Teilchen in den 1960er-Jahren voraus. 2012 konnte es im Kernforschungszentrum Cern in der Schweiz nachgewiesen werden. Im Jahr darauf wurde Higgs zusammen mit dem Belgier François Englert mit dem Nobelpreis für Physik ausgezeichnet.

 

10. O.J. Simpson († 76) galt in den 1970er-Jahren als einer der besten Runningbacks in der US-Profiliga NFL. Parallel baute Simpson eine Schauspiel-Karriere auf. Er spielte in Serien und Filmen, etwa in der Slapstick-Komödie «Die nackte Kanone». 1994 wurde er von der Polizei festgenommen, nachdem die Leichen seiner Ex-Frau Nicole Brown Simpson und ihres Freundes Ron Goldman in Los Angeles gefunden wurden. 1995 wurde Simpson von dem Vorwurf freigesprochen, beide erstochen zu haben. In einem späteren Zivilverfahren wurde Simpson aber für deren Tod verantwortlich gemacht.

 

12. Roberto Cavalli († 83) war ein bekannter Modedesigner. Er wurde mit seinen Kreationen in Tierfell-Optik weltbekannt. Zu seinen Kundinnen zählten Stars wie Sophia Loren, Brigitte Bardot, Jennifer Lopez, Kim Kardashian und Sharon Stone.

 

15. Bernd Hölzenbein († 78) wurde 1974 mit der Deutschen Nationalelf Fussballweltmeister. Er spielte jahrelang für Eintracht Frankfurt. Der Offensivspieler ist mit 160 Toren in 420 Bundesligaspielen Rekordtorschütze der Eintracht. 1975, 1976 und 1981 holte er mit der Mannschaft den DFB-Pokal, 1980 den UEFA-Cup-Sieg. Als Auswahlstürmer bestritt Hölzenbein 40 Länderspiele. Im WM-Finale gegen die Niederlande 1974 holte Hölzenbein einen umstrittenen Elfmeter heraus. Paul Breitner glich zum 1:1 aus, Gerd Müller traf später zum entscheidenden 2:1.

 

22. Michael Verhoeven († 85) wurde durch Filme wie «Die weisse Rose» und «Das schreckliche Mädchen» bekannt. Beide Filme und weitere, die sich mit der Aufarbeitung des Dritten Reichs beschäftigen, sorgten dafür, dass Verhoeven zu einem der wichtigsten politischen deutschen Filmemacher wurde. Er war mit der Schauspielerin Senta Berger verheiratet.

 

Mai

 

8. Ian Gelder († 74) bekannt durch Filme wie «Doctor Who», «Agatha Christie» oder «Die Päpstin»: International erlangte er Berühmtheit durch die Fantasy-Serie «Game of Thrones», in der er zwischen 2011 und 2016 in zwölf Episoden den Ritter Kevan Lannister spielte.

 

12. David Sanborn († 79) war ein weltbekannter Saxophonist, der unter anderem in Bands von David Bowie oder Eric Clapton spielte. Man nannte ihn auch den «Vater des Pop-Saxophons».

 

20. Karl-Heinz Schnellinger († 85) gilt als Legende des deutschen Fussballs. Er erzielte den späten 1:1-Ausgleich im sogenannten Jahrhundertspiel im WM-Halbfinale 1970 gegen Italien. Ein grosser Titel mit der Nationalmannschaft blieb dem gebürtigen Dürener trotz vier WM-Teilnahmen aber verwehrt. Auf Vereinsebene wurde Schnellinger 1962 mit dem 1. FC Köln deutscher Meister und anschliessend Fussballer des Jahres. Danach wechselte er nach Italien. Mit dem AC Mailand gewann Schnellinger in neun Jahren acht Titel, darunter drei Europapokale.

 

23. Morgan Spurlock († 53) wurde durch die Dokumentation «Super Size Me» weltberühmt, weil er sich einen Monat lang nur bei der Fast-Food-Kette McDonald's ernährte. Mit dem Selbstexperiment wollte er auf das in den USA weit verbreitete Übergewicht hinweisen und wurde vielfach ausgezeichnet. Jedoch konnte er an den Erfolg des Dokumentarfilms nicht mehr anschliessen. 2017 zog er sich aus seiner Produktionsfirma zurück, nachdem er im Zuge von #MeToo eigenes Fehlverhalten zugegeben hatte.

 

29. Thomas Heise († 68) wurde weltbekannt mit seinem Film über Neonazis in Halle. Damit löste er in den 1990er-Jahren eine bundesweite Kontroverse aus.

 

Manfred Wolke († 81) gilt als Vater des Box-Booms in den 1990er Jahren. Er schaffte es sowohl als Sportler als auch als Trainer zu grossen Erfolgen. Bei den Olympischen Spielen 1968 in Mexiko-City boxte er sich im Weltergewicht zu Olympia-Gold. 1980 führte er in Moskau Federgewichtler Rudi Fink und 1988 in Seoul Halbschwergewichtler Henry Maske zum Olympiasieg. Mit Maske wechselte er nach der Wiedervereinigung ins Profilager. Maske wurde Profi-Weltmeister und verteidigte den WM-Gürtel über mehrere Jahre.

 

Juni

 

1. Ruth Maria Kubitschek († 92) hat das deutsche Fernsehen in Ost und West geprägt. Sie spielte nebst vielen anderen Produktionen in Serien mit, wie das «Traumschiff», «Kir Royal», «Tatort», oder «Das Erbe der Guldenburgs».

 

7. William Anders († 90) war 1968 als US-Astronaut Teil der «Apollo 8»-Mission, dem ersten bemannten Flug zum Mond, allerdings ohne Landung. Dabei gelang ihm eines der berühmtesten Fotos der Menschheitsgeschichte. Das Bild mit dem Titel «Earthrise» zeigt, wie die Erde über dem Horizont des Monds erscheint. Das Foto veränderte die Sicht der Menschheit auf unseren Planeten.

 

11. Françoise Hardy († 80) war eine französische Sängerin und Musikerin. 1962 wurde sie mit ihrem Hit « Tous les garçons et les filles » bekannt. Den Song hatte die damals 18-jährige selbst geschrieben. Die Leser der Jugendzeitschrift Bravo wählten Hardy 1966 zur zweitbeliebtesten Sängerin, es folgte eine Tournee durch die Bundesrepublik. Hardy war jahrzehntelang als Sängerin, Komponistin und Stilikone erfolgreich. Das US-Magazin «Rolling Stone» wählte die Chansonnière 2023 in seine Liste der 200 grössten Sängerinnen aller Zeiten – als einzige Vertreterin Frankreichs.

 

18. Anouk Aimée († 92). Die französische Schauspielerin spielte in mehr als 50 Filmen, darunter an der Seite von Marcello Mastroiani im Kultfilm «La Dolce Vita» von Federico Fellini.

 

20. Donald Sutherland († 88) wirkte seit den 1960er-Jahren in über 150 Filmen und TV-Produktionen mit. Dank seiner grossen Wandlungsfähigkeit liess er kaum ein Genre aus. Der Kriegsklassiker «Das dreckige Dutzend» (1967) war sein erster internationaler Erfolg. Mit Robert Altmans Militär-Satire «M.A.S.H.» kam ein weiterer Hit dazu.

 

25. Fredl Fesl († 76) war ein Musiker aus dem Bayerischen Wald. Er wurde vor allem mit teils bissigen Wortspielen, in bayerischer Mundart bekannt. Fesl spielte oft Gitarre, aber auch Tuba und Horn. Der «Königsjodler» gilt als eines seiner berühmtesten Werke.

 

28. Verena Diener († 75) war eine bekannte Politikerin der Grünen. Von 1987 bis 1997 vertrat sie die Partei im Nationalrat.1995 wurde sie in den Zürcher Regierungsrat gewählt.

 

Juli

 

11. Shelley Duvall († 75) wurde 1980 weltweit bekannt mit ihrer Rolle im Horrorfilm «The Shining» von Regisseur Stanley Kubrick. Dort entging sie der Axt von Jack Nicholson in einer Szene, die wohl den meisten Zuschauer/innen im Gedächtnis blieb.

 

12. Ruth Westheimer († 96) wurde bekannt durch ihre unverblümte Haltung zum Thema Sex und Leidenschaft. Damit machte sich die Sexualtherapeutin zur Popikone. Auch bekannt als «Dr. Ruth» galt sie besonders in den USA als wichtige Wegbereiterin für einen offenen Umgang mit Sex- und Partnerschaftsfragen.

 

13. Shannen Doherty († 53) erlangte internationales Ansehen durch ihre Rolle als Brenda Walsh in der US-Serie «Beverly Hills, 90210». Sie zählte auch dank ihrer Rolle als Hexe Prue Halliwell in «Charmed: Zauberhafte Hexen» zu den berühmtesten US-Serienschauspielerinnen der 1990er- und Nullerjahre.

 

22. John Mayall († 90) hatte einen enormen Einfluss auf den Rock der 1960er-Jahre sowie darüber hinaus. Sein Musikkollektiv «John Mayalls Bluesbreakers» machte Musiker wie den Gitarristen Eric Clapton und Peter Green bekannt. Er spielte auch mit Gary Moore oder Chris Rea. Einstige Mitglieder der Bluesbreakers gründeten oder spielten in Bands wie «Fleetwood Mac» und den «Rolling Stones». 2024 wurde er in die «Rock'n'Roll Hall of Fame» aufgenommen.

 

26. Wolfgang Rihm († 72)

Seinen künstlerischen Durchbruch feierte der in Karlsruhe geborene Komponist bei den Donaueschinger Musiktagen 1974. Er schrieb Kammermusik, Lieder, Orchesterwerke und Opern. Für sein Schaffen erhielt er unzählige Auszeichnungen, darunter waren ein Verdienstorden zum Tag der Deutschen Einheit (2014) sowie der französische Orden «Officier dans l'Ordre des Arts et des Lettres» (2001).

 

August

 

9. Peter Zwegat († 74) war vor allem durch die RTL-Sendung «Raus aus den Schulden» bekannt. Darin griff er Menschen unter die Arme, denen die Finanzprobleme über den Kopf gewachsen waren.

 

12. Richard Lugner († 91)

Der österreichische Bauunternehmer Richard Lugner war unter anderem durch seine Auftritte an der Seite von Hollywoodstars beim Wiener Opernball bekannt geworden. Seit 1992 brachte Lugner alljährlich prominente Ehrengäste zum Ball und liess sich das einiges kosten. Zu den Gästen zählten etwa die Schauspielerinnen Melanie Griffith, Sophia Loren, Pamela Anderson, Jane Fonda sowie Hotel-Erbin Paris Hilton. Erst im Juni hatte Lugner zum sechsten Mal geheiratet. Seine Frau war rund 50 Jahre jünger als er.

 

13. Willi Lemke († 77) war zunächst SPD-Politiker, wurde aber bundesweit als Fussball-Funktionär bekannt. Ab 1981 war er Manager von Werder Bremen. Zusammen mit dem Trainer Otto Rehhagel führte er den Klub 1988 zur deutschen Meisterschaft. 1992 gewann Bremen den Europapokal der Pokalsieger. Hinzu kamen 1991 und 1994 zwei DFB-Pokal-Siege.

 

14. Gena Rowlands († 94). Die US-Schauspielerin wirkte seit den 1960er-Jahren in dutzenden Filmen mit, viele davon unter der Regie ihres Mannes John Cassavetes. Bekannt wurde sie durch «Eine Frau unter Einfluss» und «Gloria». Für beide Filme erhielt sie eine Oscar-Nominierung, ging aber jeweils leer aus. 2015 ehrte die Filmakademie die damals 85-jährige Schauspielerin mit einem Ehren-Oscar für ihr Lebenswerk. 

 

17. Alain Delon († 88). Der französische Schauspieler und Filmproduzent war in den 1960e-r und 1970er-Jahren durch Filme wie «Der Swimmingpool» mit Romy Schneider, «Borsalino» mit Jean-Paul Belmondo und «Der Leopard» von Luchino Visconti berühmt geworden. Er zählte in dieser Zeit zu den populärsten Stars des europäischen Kinos. 2019 wurde Alain Delon beim Festival in Cannes mit der Goldenen Palme für sein Lebenswerk geehrt.

 

21. John Amos († 84). Der US-amerikanische Schauspieler war dem internationalen Publikum vor allem durch seine Mitwirkung in den Filmproduktionen «Der Prinz aus Zamunda», «Beastmaster – Der Befreier» und «Stirb langsam 2» bekannt.

 

24. Christoph Daum († 70) war eine der schillerndsten und umstrittensten Trainer im Profifussball. 1986 wurde er Cheftrainer beim Abstiegskandidaten 1. FC Köln und formte den Verein in kürzester Zeit zum Bayern-Jäger Nummer eins. Mit dem VfB Stuttgart wurde er 1992 Deutscher Meister. Über die Station Besiktas Istanbul landete Daum 1996 bei Bayer Leverkusen und holte mit der Werkself 1999 und 2000 zweimal die Vizemeisterschaft. Legendär ist Daums Kokain-Affäre von 2000, die ihm den Sprung auf den Posten des Bundestrainers kostete.

 

26. Sven-Göran Eriksson († 76) war der bekannteste Schwedische Fussballcoach. 1982 gewann er mit dem IFK Göteborg überraschend den UEFA-Cup. Während seiner jahrzehntelangen Karriere trainierte der frühere Abwehrspieler Vereine wie Benfica Lissabon, AS und Lazio Rom sowie Manchester City.

 

September

 

6. Sérgio Mendes († 83) war eine brasilianische Musiklegende. Er war bekannt für seine Mischung aus Sambaklängen und Bossa-Nova-Rhythmen. Sein Song «Mas que nada» war ein Welthit. Der Pianist und Jazzmusiker veröffentlichte in seiner Karriere 35 Alben. Mendes spielte an der Seite von grossen Musikern wie Tom Jobim, Vinicius de Moraes und Frank Sinatra. Er gewann drei Grammys und wurde 2012 für den Song «Real in Rio», Teil des Soundtracks zum Animationsfilm «Rio», für einen Oscar nominiert.

 

9. James Earl Jones († 93) spielte in zahlreichen bekannten US-Filmen mit, darunter in «Dr. Seltsam», «Wie ich lernte, die Bombe zu lieben», «Jagd auf Roter Oktober», «Feld der Träume», «Der Prinz aus Zamunda», «Das Kartell» und «Conan, der Barbar». James Earl Jones gehört zu den wenigen sogenannten EGOT-Künstlern, die alle vier grossen Auszeichnungen Emmy, Grammy, Oscar und Tony erhalten haben.

 

Caterina Valente († 93) schaffte in Deutschland 1954 mit dem Lied «Ganz Paris träumt von der Liebe» ihren Durchbruch. Weltweit bekannt wurde ihr Duett des «Bossa Nova» mit Dean Martin in den 1960er-Jahren. Valente sprach sechs Sprachen fliessend und konnte in 13 Sprachen Schlager und Jazz singen. Mit der ersten Personality-Shows Deutschlands, «Bonsoir, Kathrin», wurde sie ab 1957 auch im Fernsehen ein Star und bald mit Peter Alexander zum Fernsehtraumpaar. Valente hatte auch eine eigene Fernsehshow in den USA. Nach Frank Sinatra gilt sie als Entertainerin mit den weltweit meisten Fernsehauftritten.

 

James Kottak († 62) ehemaliger Schlagzeuger der Deutschen Rockband «Scorpions».

 

15. Tito Jackson († 70) war Teil der berühmten Familien-Band Jackson Five, bei der auch Bruder Michael seine Karriere startete. Mit Michael und Marlon wurden sie schliesslich The Jackson Five und erhielten 1969 einen Vertrag bei dem berühmten Soul-Label Motown, anfangs noch unter den Fittichen von Soul-Diva Diana Ross. Mit mehr als 100 Millionen verkauften Platten wurden sie eine der erfolgreichsten Bands der Popgeschichte. 1997 wurde die Gruppe in die «Rock & Roll Hall of Fame» aufgenommen.

 

16. Robert Dill-Bundi († 65) aus dem Kanton Wallis gewann 1980 an den Olympischen Spielen in Moskau, im Alter von 21 Jahren, die Goldmedaille im Bahnradfahren über 4000 Meter. 1984 wurde er auch Weltmeister.

 

27. Maggie Smith († 89) war vor allem für ihre Rolle der Professor McGonagall in den Harry-Potter-Verfilmungen bekannt. In der Serie «Downton Abbey» spielte sie auch im hohen Alter noch die durchaus furchteinflössende «Lady Violet Crawley». Ebenso überzeugte sie in der Komödie «Sister Act – Eine himmlische Karriere». Sie war zweifache Oscargewinnerin.

 

Muriel Furrer († 18). Die Nachwuchsradfahrerin/Mountainbikerin starb nach einem schweren Unfall an der Rad-Weltmeisterschaft in Zürich im Alter von erst 18 Jahren. Die Zürcherin stürzte im Strassenrennen der Juniorinnen in einem Waldstück und erlitt ein schweres Schädel-Hirn-Trauma.

 

28. Kris Kristofferson († 88) galt als einer der bedeutendsten Songwriter aller Zeiten. Seine Lieder wurden von Musik-Legenden wie Elvis Presley, Jerry Lee Lewis, Janis Joplin oder Joan Baez gesungen. Von ihm stammen unter anderem die Hits «Sunday Morning»‚ «Coming' Down», «Me and Bobby McGee» oder «Help Me Make It Through the Night». Kristofferson war zudem ein gefeierter Filmstar. Er war unter anderem in Martin Scorseses Film «Alice Doesn’t Live Here Anymore» (1974) zu sehen, ausserdem in «A Star Is Born» (1976), «Blade» (1998) und zahlreichen weiteren Filmen.

 

Oktober

 

15. Mario Feurer († 82) war ein Zürcher Musiker und Mitglied der Schweizer Mundartband «Minstrels». Er schrieb den Song «Grüezi wohl, Frau Stirnimaa!» der weit über die Schweizer Grenzen bekannt wurde. Ein Fernsehauftritt im Rahmen der St. Galler Olma im Oktober 1969 machte die «Minstrels» und «Frau Stirnimaa» mit einem Schlag bekannt. Das Lied verkaufte sich 1.5 Millionen Mal in 27 Ländern. Es entstanden unzählige Coverversionen. 1974 löste sich die Band auf.

 

16. Liam Payne († 31) der ehemalige Sänger der britischen Erfolgsband «One Direction», starb in Argentinien. Nach Polizeiangaben war der 31-Jährige in Buenos Aires vom Balkon eines Hotels gestürzt. Payne gehörte von 2010 bis 2017 zu «One Direction». Danach widmete er sich Soloprojekten.

 

21. Paul Di’Anno († 66) war ein britischer «Heavy-Metal-Sänger». Er war von 1977 bis 1981 Sänger der Band «Iron Maiden».

 

22. Annelie Erhardt († 74) war eine der besten Hürdenläuferinnen der Welt. Zwischen 1971 und 1975 blieb die für den SC Magdeburg startende Läuferin fast vier Jahre unbesiegt. 1972 wurde sie in Weltrekordzeit erste Olympiasiegerin über die neu eingeführten 100 Meter Hürden. 1974 folgte der EM-Titel. Weltmeisterschaften gab es in ihrer aktiven Zeit noch nicht.

 

25. Phil Lesh († 84) war Bassist und Teilzeit-Sänger der aus San Francisco stammenden Band «Grateful Dead».

 

29. Edzard Reuter († 96) war von 1987 bis 1995 Vorsitzender des Vorstands der Daimler-Benz AG. Unter seiner Verantwortung wurde die neue Unternehmenszentrale in Stuttgart gebaut. Ausserdem war er Gründer der gemeinnützigen Helga und Edzard-Reuter-Stiftung, die sich für ein friedliches Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher ethnischer, religiöser oder kultureller Herkunft einsetzte.

 

November

 

3. Quincy Jones († 91) war ein US-amerikanischer Komponist, Jazztrompeter und Musikproduzent und galt als eine der erfolgreichsten Persönlichkeiten der Musikbranche. Er produzierte unter anderem das Album «Thriller» von Michael Jackson und arbeitete mit Künstlern wie Frank Sinatra, Aretha Franklin, Paul Simon und Ray Charles zusammen. Jones schrieb zahlreiche preisgekrönte Film- und Fernsehmusiken. Er wurde 27-mal mit dem wichtigsten US-Musikpreis Grammy ausgezeichnet.

 

26. Karin Baal († 84) wurde mit ihrem ersten Film «Die Halbstarken» 1956 berühmt.

In dem Schwarzweissfilm spielte sie an der Seite von Christian Doermer und Horst Buchholz. Sie spielte auch in Edgar-Wallace-Filmen mit sowie in Krimiserien, wie «Tatort» und «Der Kommissar» und Serien wie «Liebling Kreuzberg und «Die Schwarzwaldklinik». 2018 wurde sie mit dem Götz-George-Preis für ihr Lebenswerk ausgezeichnet.

 

Dezember

 

9. Gerd Heidemann († 93) der frühere «Stern»-Reporter präsentierte 1983 die gefälschten «Hitler-Tagebücher». Die Affäre um die angeblichen Tagebücher war einer der grössten Medienskandale der Bundesrepublik. Heidemann war auf den Fälscher Konrad Kujau hereingefallen, der Verlag «Gruner + Jahr» gab 9.3 Millionen Mark in bar für die vermeintliche Sensation aus. Der Fälschungsskandal beendete Heidemanns journalistische Karriere.

 

13. Wolfgang Becker († 70) schuf mit «Good bye, Lenin!» einen der erfolgreichsten deutschen Filme der Nullerjahre. Der Film mit Daniel Brühl und Katrin Sass erhielt neben zahlreichen deutschen Preisen auch den europäischen und den französischen Filmpreis. Weitere bekannte Filme von Becker sind: «Das Leben ist eine Baustelle» mit Jürgen Vogel und die Daniel-Kehlmann-Verfilmung «Ich und Kaminski», wieder mit Daniel Brühl.

 

14. Bruno «Nöggi» Stöckli († 78) wurde in den 80er Jahren bekannt mit seinem Song «I bin en Italiano». Der Text klingt sicher noch beim einen oder anderen in den Ohren: «I bin en Italiano und spiele guet Piano, i gange i d’Fabrigg und maggä Stugg für Stugg.» https://lieder.giigaebank.ch/lieder/I+bin+en+Italiano

 

21. Hannelore Hoger († 82) die Charakterdarstellerin feierte am Theater mit Regisseur Peter Zadek in den 70ern grosse Erfolge. Eine ihrer erfolgreichsten Kinorollen hatte Hoger als Filmkritikerin Charlotte Sanders in der Satire «Rossini – oder die mörderische Frage, wer mit wem schlief» von Helmut Dietl (1997). Populär wurde die Hamburgerin durch ihre Rolle als TV-Kommissarin «Bella Block», die sie seit 1994 fast 25 Jahre lang verkörperte. Zuletzt war sie im ZDF-Regionalkrimi «Nord - Nord Mord» zu sehen.

 

23. Sophie Hediger († 26), die gebürtige Zürcher Snowboardcrosserin kam bei einem Lawinenniedergang abseits der Pisten beim Freeriden in Arosa ums Leben. Hediger hat in der vergangenen Saison ihre ersten beiden Weltcup-Podestplätze erreicht, 2022 nahm sie an den Olympischen Winterspielen in China teil.

 

29. Jimmy Carter († 100) war der 39. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika (1977 bis 1981). Zuvor war er von 1971 bis 1975 Gouverneur von Georgia. 1978 vermittelte Carter in Camp David einen Friedensvertrag zwischen Israel und Ägypten. 1979 unterzeichnete Carter in Wien gemeinsam mit dem sowjetischen Parteichef Leonid Breschnew den SALT-II-Vertrag zur Begrenzung strategischer Rüstung. 2002 wurde er für seinen Einsatz für Menschenrechte mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Er wurde der bislang älteste amerikanische Präsident.

 

Das Zitat der Woche

«Freunde sind sich nahe, auch wenn sie getrennt sind; sie sind hilfsbereit, auch wenn sie krank sind; ja - was unmöglich zu sein scheint - sie leben auch, wenn sie schon gestorben sind.» Cicero war ein römischer Politiker, Jurist, Schriftsteller und Philosoph (3.1. 106 v. Chr. – 7.12. 43 v. Chr.)

 

Musiktipp der Woche

Andreas Gabalier – «Amoi seg' ma uns wieder» (Live) erschienen 2014

 

https://www.youtube.com/watch?v=vyQf9nB4eYk

 

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Quellen:

 

https://www.mdr.de

 

https://www.nau.ch/people


Dany Kammüller, December 31, 2024 11:25 AM