Aktuelles/Blog


Hallo 2025

Politische Änderungen in der Schweiz im neuen Jahr


Neues Jahr – neues Glück, das wünsche ich all meinen Leser/innen. Bild: Gerd Altmann auf Pixabay.


Alle Jahre wieder kommt nicht nur das Christuskind - wie eine Zeile in einem deutschen Weihnachtslied beschreibt – sondern mit jedem neuen Jahr gibt es auch politische Änderungen. Hier zehn von insgesamt 26 Neuheiten, sowie ein Link zu den restlichen 16 Änderungen.

 

Burkaverbot

Per 1. Januar trat in der Schweiz ein Verbot der Gesichtsverhüllung an öffentlichen Orten in Kraft, das allgemein als «Burka-Verbot» bekannt ist. Zuwiderhandlungen können mit einer Geldstrafe von bis zu 1000 Franken geahndet werden. Die «Burka-Initiative» wurde im März 2021 von 51.2 Prozent Schweizer Stimmberechtigten angenommen. Ausgenommen vom Gesetz sind Gesichtsbedeckungen aus Sicherheits-, Wetter- oder Gesundheitsgründen. In Kunst und Unterhaltung sowie zu Werbezwecken sind sie erlaubt.

 

Europäische Erbrechtsverordnung

In Erbschaftsangelegenheiten kommt es immer wieder zu Kompetenzkonflikten zwischen der Schweiz und dem übrigen Europa. Mit dem neuen Gesetz rückt die Schweiz näher an die EU heran, was für die Auslandschweizer/innen und ihre Angehörigen zu mehr Rechtssicherheit führen und die Nachlassplanung erleichtern soll.

 

Mehr Rente

Per 1. Januar trat auch die nächste Rentenerhöhung in Kraft, diese wird um 2.9 Prozent erhöht. Dementsprechend steigt die staatliche Mindestrente von 1225 auf 1260 Franken pro Monat und die Maximalrente von 2450 auf 2520 Franken.

 

Kapitalreserve bei Banken

Nach der Finanzkrise 2007-2009 wurden in der Schweiz neue Regeln für das Bankwesen ausgearbeitet. Die letzte Stufe der Reformen ist ein Massnahmenpaket, das die Banken verpflichtet, in guten Zeiten Kapitalreserven zu bilden, auf die sie in wirtschaftlichen und finanziellen Stressphasen zurückgreifen können. Ein Teil davon wird in der Schweiz per 1. Januar umgesetzt.

 

Erneuerbare Energie

Die Schweizer Regierung will die Energieerzeugung aus erneuerbaren Quellen wie Wasserkraft, Sonne, Wind und Biomasse rasch ausbauen. Um dies zu ermöglichen, wurde ein neues Gesetz ausgearbeitet, das im Juni 2024 von 68.7 Prozent der Schweizer Stimmberechtigten angenommen wurde. Ein erstes Massnahmenpaket tritt per 1. Januar 2025 in Kraft. In den nächsten 10 bis 15 Jahren will die Schweiz rund sechsmal mehr Energie aus erneuerbaren Quellen produzieren.

 

Kinderehen

Per 1.1.2025 werden Eheschliessungen von Minderjährigen im Ausland nicht mehr anerkannt, wenn mindestens einer der Ehegatten zum Zeitpunkt der Eheschliessung in der Schweiz wohnhaft war. Kinderehen können neu bis zum 25. Geburtstag auf Antrag der Behörden oder der Betroffenen annulliert werden. Bisher war dies nur bis zum 18. Lebensjahr möglich. Zudem werden Ehen in der Schweiz nur noch anerkannt, wenn beide Ehepartner das 16. Lebensjahr vollendet haben. Die Zahl der Minderjährigen, die in der Schweiz zwangsverheiratet werden, hat in den letzten acht Jahren zugenommen.

 

Krankenkassen - Versicherungsmodell 

Bislang mussten Versicherte, die ihre Krankenversicherung in der Schweiz wechseln wollten, bis November warten. Ab dem 1. Januar können sie ihr Versicherungsmodell wechseln, wann immer sie wollen, solange sie bei demselben Anbieter bleiben.

 

AHV/IV-Rente

Per 1. Januar 2025 werden die AHV/IV-Renten um 2,9 Prozent erhöht. Damit wird der aktuellen Preis- und Lohnentwicklung Rechnung getragen. Die Minimalrente der AHV/IV steigt damit, bei voller Beitragsdauer, um 35 Franken auf monatlich 1260 Franken, die Maximalrente um 70 Franken auf 2520 Franken.

 

Banken

Per 1. Januar 2025 gelten bei der Kreditvergabe neue Regeln. Einerseits unterliegen Banken bei der Bonitätsprüfung strengeren Vorgaben. Andererseits müssen sie für jede vergebene Hypothek mehr Eigenkapital hinterlegen. Zudem soll das hinterlegte Eigenkapital stärker an das Risiko des jeweiligen Hypothekendarlehens gekoppelt werden. Hauskäufer müssen damit rechnen, dass die Hypothekarzinsen wegen der neuen Regeln steigen. Quelle: http://swissinfo.ch

  

Autoposer – Lärmquellen eindämmen

Ab dem 1. Januar 2025 ist es verboten, unnötigen Lärm mit Auspuffanlagen zu verursachen. Dazu gehören Knallgeräusche, die mittels Schaltens oder einer abrupten Gaswegnahme erzeugt werden. Zusätzlich werden einzelne Ordnungsbussen erhöht. So steigt beispielsweise die Busse für unnötiges Laufenlassen des Motors von 60 auf 80 Franken. Quelle: https://www.beobachter.ch

 

Weitere Änderungen

Wenn Sie mehr über die Dinge, die sich bei uns 2025 auf politischer Ebene ändern, erfahren möchten, es sind insgesamt 26 an der Zahl, dann surfen Sie im Internet zu nachfolgendem Link:

 https://www.blick.ch/politik/wertfreigrenze-autolaerm-krankenversicherung-diese-26-neuerungen-kommen-2025-auf-dich-zu-id20426299.html

 

Das Zitat der Woche

Politische Fragen sind viel zu ernst, um sie den Politikern zu überlassen.

Hannah Arendt, jüdische deutsch-amerikanische politische Theoretikerin und Publizistin 14.10.1906 – 4.12.1975

 

Musiktipp der Woche

Michael Strening Jr: Fly Away – erschienen am 16. August 2024.


https://www.youtube.com/watch?v=_P0pcpuASs4

 

Eure Meinung interessiert mich

Kommentare, Kritiken, etc. sind zu richten an: info@dakapublic.ch Wenn euch gefällt, was ihr hier lest, sagt es weiter, wenn nicht, dann auch. Meine Texte dürfen auch gern gedruckt, geteilt und weitergeleitet werden.


Dany Kammüller, January 3, 2025 11:08 AM