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Löst Fentanyl eine neue Sterbewelle aus?

Todesdroge nun auch in der Schweiz!


Wird Heroin schon bald von Fentanyl abgelöst? Bild: Vika Glitter Pixabay


Heroin und Kokain waren gestern, die neue Modedroge heisst Fentanyl und ist je nach Reinheitsgrad rund 50-mal stärker als Heroin und 100-mal stärker als Morphin. Nun schwappt die Fentanyl-Welle auch auf die Schweiz über.

 

Fentanyl ist ein synthetisches Opioid. Es wird zur Linderung starker akuter und chronischer Schmerzen in der Anästhesie und in der Intensivmedizin, notfallmedizinisch und zur ambulanten Schmerztherapie eingesetzt. Angewendet wird es als Injektion, Pflaster, Nasenspray und durch Aufnahme über die Mundschleimhaut.

 

Hohes Suchtpotential

Aufgrund seines Suchtpotenzials ist Fentanyl unter anderem dem schweizer/deutschen Betäubungsmittelgesetz, sowie dem österreichischen Suchtmittelgesetz unterstellt und wird per Rezept verschrieben. In den USA und Kanada prägt Fentanyl seit den 2010er Jahren die dritte Welle der Opioid-Epidemie, indem sie zunehmend als Rauschmittel verwendet werden und für eine hohe und wachsende Anzahl von Todesfällen durch Überdosierung verantwortlich sind. Zudem ist Fentanyl auch billiger und wirksamer als Heroin. Besonders gefährdet sind Heroinkonsumenten, die nicht wissen, dass ihr Stoff mit Fentanyl gestreckt ist. Schon zwei Gramm können tödlich sein. Aber auch die körperlichen und psychischen Folgen sind verheerend.

 

Verkauf und Preis

Der Preis für Fentanyl variiert je nach Form und Reinheit. Auch auf dem Schwarzmarkt gibt es bezüglich des Preises starke Schwankungen. Fakt ist, dass Fentanyl derzeit in der Schweiz «noch» kaum erhältlich ist und hauptsächlich über Online-Plattformen im Darknet angeboten wird. In Apotheken wird Fentanyl in Form von Pflastern oder anderen medizinischen Anwendungen verkauft. Doch dass Fentanyl bald vermehrt auch in der Schweiz zu haben ist, ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Dort wo viel Geld im Umlauf ist, dort sind auch Drogen und Verbrecher (Dealer) nicht weit. Zum Vergleich: Ein Kilogramm Heroin kostet zwischen 40’000 bis 50’000 US-Dollar, ein Kilogramm Fentanyl hingegen nur etwa 12’000 US-Dollar-

 

Drogenmissbrauch in der Schweiz

In der Schweiz ist der Konsum von Heroin seit mehreren Jahrzehnten rückläufig. Gemäss einer Umfrage von «Sucht-Schweiz» konsumierten 2016 noch etwa 0.7 Prozent der Schweizer Heroin. Der Konsum ist am stärksten unter Männern und Personen im Alter von 25 bis 54 Jahren verbreitet. Obwohl der Heroinkonsum in der Schweiz abnehmend ist, gibt es derzeit grosse Bedenken hinsichtlich des Auftretens von Fentanyl. In Zürich gab es bereits vereinzelte Fälle. Die Behörden arbeiten daher daran, das Drogenmonitoring auf synthetische Opioide auszuweiten, um der potenziellen Krise entgegenzuwirken. Aber vermutlich ist auch das ein weiterer Kampf gegen Windmühlen.

 

Schweizer Drogenhotspots

Luzern ist derzeit ein bedeutender Drogenhotspot in der Schweiz. Die Stadt dient aufgrund ihrer zentralen Lage als Umschlagplatz für verschiedene Drogenarten, darunter Heroin, Kokain und synthetische Drogen wie MDMA. Besonders betroffen sind die Quartiere «Vögeligärtli», «Inseli» sowie die Basel- und Bernstrasse. Hier hat die Albaner – Mafia ihre Hände im Spiel.

 

Zürich ist eine der bekanntesten Städte in der Schweiz, wenn es um Drogenkonsum geht. Besonders der Platzspitz und der Letten sind historische Orte der offenen Drogenszene. Auch heute noch ist der Konsum von Kokain und Ecstasy in Zürich hoch.

 

St. Gallen hat in den letzten Jahren Zürich als Kokain-Hochburg abgelöst. Auch hier gibt es eine aktive Drogenszene.

 

Genf ist bekannt für den hohen Konsum von Cannabis. In keiner anderen Stadt in Europa wird mehr gekifft.

 

Basel gehört ebenfalls zu den Städten mit einem hohen Drogenkonsum, insbesondere von Kokain und Ecstasy. Die hier genannten Städte sind aufgrund ihrer Grösse und ihrer zentralen Lage oft Dreh- und Angelpunkte für den Drogenhandel und -konsum in der Schweiz.

 

Fazit

Drogen sind gefährlich, und zwar jede Art von Drogen, auch und besonders Alkohol, der in unserer Gesellschaft am meisten verbreitete ist. Aber auch hier gilt, die Menge macht das Gift. Doch wer Drogen konsumiert, sollte sich den Gefahren bewusst sein, welche ein Suchtmittel mit sich bringt. In Helvetien leben rund acht Millionen Menschen, davon konsumieren rund 300'000 bis 500'000 Menschen regelmässig weiche Drogen (Cannabis) und rund 85 Prozent der Bevölkerung ab 15 Jahren (6.8 Millionen) trinken regelmässig Alkohol. Weitere 170'000 Menschen nehmen fast täglich Schmerzmittel zu sich. Diese Zahlen sprechen für sich.

 

Zitat der Woche

Wer Drogen sucht, findet am Ende die Drogensucht.

 

Musiktipp zum Thema

Tic Tac Toe: «Warum». Erschienen am: 24. Februar 1997

 

https://www.youtube.com/watch?v=S2lWV74yZ5o

 

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Dany Kammüller, January 24, 2025 12:52 PM