Aktuelles/Blog
Schwerpunktthema: Die Zukunft der Germanen
Deutschland hat gewählt – und jetzt?
Deutschland steht an einem Wendepunkt der Geschichte, es ist Zeit zu handeln, bevor Schwarz-Rot-Gold zerbricht. Bild: pixapay
Das deutsche Volk warf die FDP aus dem Bundestag und versperrte auch dem BSW den Eintritt zum Machtzentrum des Staates. Die SPD und die CDU/CSU bekamen einen Schuss vor den Bug, die Grünen haben ausgedient die Linke und die AFD feiern grossartige Erfolge. Doch was kommt jetzt?
Der Bundeskanzler - Aspirant Friederich Merz feiert sich und seine Partei als die grossen Wahlgewinner. Doch es ist alles andere als ein grossartiger Sieg, zumal die Schwarz-Graue CDU/CSU nicht einmal die 30 Prozent-Hürde erreichte, die Merz im Wahlkampf grossspurig ankündete. Nein wirklich, ein Sieger sieht anders aus, Herr Merz.
GroKo?
Der Ausdruck GroKo steht für eine Grosse Koalition, doch mit wem soll die CDU/CSU eine Regierung bilden? Mit der SPD? Also mit jener Partei, die Friederich Merz im Wahlkampf aufs schärfste verurteilte und bei jeder sich bietenden Gelegenheit fast hasserfüllt gegen links hetzte? Und nun will er genau mit dieser Partei eine Ehe eingehen? Sorry, aber das stinkt zum Himmel.
Politische Demenz?
Erinnern wir uns an den Antrag der CDU/CSU zur Migrationspolitik, den sie im Vorfeld der Wahl im Bundestag dank den AFD-Stimmen durchboxen konnten. Jetzt nach der Wahl strebt Merz eine links-rechte GroKo an und vollzieht, noch vor Amtsantritt, eine 360 Grad-Wende? Damit zeigt er ein erstes Mal sein wahres Gesicht. Ein Lügen-Gesicht. Eigentlich wäre eine GroKo nach wie vor realistisch aber nicht mit der SPD, sondern mit der AFD. Oder leidet Schwarz – Rot schon jetzt an einer politischen Demenz?
Wahlkampfversprechen?
Im Wahlkampf betonte Merz immer wieder und mit Nachdruck, dass es keine Zusammenarbeit mit der AFD gibt. Nur stellt sich die Frage, welche Partei der CDU/CSU bei den dringendsten Kernthemen nähersteht, die SPD oder die AFD? Bei Themen wie der Migration, Schuldenbremse, wirtschaftlicher Aufschwung, Bürgergeld, Klimafrage oder am Ende auch die Europapolitik. Früher deckte man mit einer GroKo aus SPD/CDU/CSU die ganze Bandbreite der Wählerschaft ab. Doch wer heute noch glaubt, dass diese drei Parteien die Mehrheit der deutschen Wähler widerspiegelt, ist ein Illusionist oder Ewiggestriger.
Neuwahlen in zwei bis drei Jahren
Die letzten beiden vorgezogenen Neuwahlen gingen auf Gerhard Schröder und aktuell auf Olaf Scholz zurück. Beide Male wurden die SPD - Frontleute abgewählt. Wenn Friederich Merz der AFD jetzt die Türe vor der Nase zuknallt, wird auch er bei einer erneuten Vertrauensfrage gleichfalls in die Röhre blicken.
AFD legt weiter zu
Man muss kein Hellseher sein, um zu wissen, dass die AFD in der kommenden Legislatur erneut zulegen wird, das ist so sicher wie das Amen in der Kirche und dann haben die Deutschen den Salat, denn wenn die AFD in zwei bis drei Jahren unter Umständen gar die grosse CDU/CSU in den Schatten stellt und das ist durchaus möglich, dann gute Nacht liebe Freunde. Es ist nicht die Frage, ob es dereinst eine weitere, vorgezogene Neuwahl geben wird, sondern wann.
«Noch» hat man die Wahl
Würde die CDU/CSU heute mit der AFD koalieren, hätte man die rechts aussen Partei noch im Blickfeld und könnte gewisse Dinge steuern. Doch bei einer möglichen Alleinherrschaft wird das nicht mehr möglich sein, denn dann liegt der Regierungsauftrag bei den Blauen. Ob die AFD wirklich eine Alternative für Deutschland sein kann, wird sich in den nächsten Jahren zeigen. Aber wie ich hier schon vergangene Woche schrieb, ist es nicht zwingend und wünschenswert, dass sich die Geschichte wiederholt.
Digitaler 3. Weltkrieg?
Es ist nicht anzunehmen, dass die Deutschen auch den 3. Weltkrieg anzetteln, aber es ist durchaus möglich, dass dieser, sollte er wirklich eintreten, nebst den nördlichen EU-Staaten auf deutschem Boden stattfinden könnte, wenn auch nicht im herkömmlichen Stil mit Bomben und Raketen, sondern vielmehr als Cyberkrimi mit technischen Sabotageakten, die am Ende in einer digitalen Diktatur gipfeln.
Total fatal!
Russland und China testen und forschen schon seit geraumer Zeit mit derartigen Mitteln und sind damit den Europäern um Nasenlängen voraus. Man denke in diesem Zusammenhang an die mutwillige Zerstörung von Glasfaser-Datenkabel in der Ostsee (!) oder auch an «Internetkriminelle», die immer wieder grosse Institutionen (Banken, Spitäler, Rüstungsindustrie, etc.) angreifen. Damit sabotieren sie unter anderem bewusst die Kommunikation diverser Länder. Die weltweiten Folgen, die daraus in einem Krieg resultieren könnten, wären/sind in der heutigen Zeit total fatal.
Blick in die Zukunft
In der alten Welt hat man die digitale Revolution verpennt, weil man zu bequem wurde und sich auf alten Lorbeeren ausruhte, statt den Blick in die Zukunft zu richten. Daher ist es jetzt ein absolutes Muss, dass Deutschland und Europa in der nahen Zukunft auch mal über den eigenen Tellerrand hinausblicken, denn es geht hier am Ende nicht nur um die Germanen, sondern um das grosse Ganze.
Das grosse Ganze
Damit Deutschland wieder eine starke Wirtschaftskraft wird, braucht das Land Hilfe von aussen, sprich in erster Linie von Europa (oder auch der kleinen Schweiz). Und vor allem braucht Deutschland die Deutschen, die nicht nur eine grosse Klappe führen, sondern auch bereit sind mal auf das eine oder andere, zum Wohle des Staates und dessen Zukunft, zu verzichten. Erinnern wir uns an das Zitat des 35. US-Präsidenten John F. Kennedy, der am 20. Januar 1961, anlässlich seiner Antrittsrede sagte: «Frage nicht, was dein Land für dich tun kann – frage, was du für dein Land tun kannst.»
Neubeginn
Deutschland muss von Grund auf neu aufgebaut werden. Marode Strassen, Brücken und die einst stolze Bahn sind zu sanieren, die aufgeblasene Bürokratie muss auf ein gesundes Mass schrumpfen, dem Fortschritt, der Forschung, Bildung und der Digitalisierung muss mehr Platz und finanzielle Unterstützung eingeräumt werden, und, und, und. Das alles und noch viel mehr ist jetzt von Nöten. Wenn alle mithelfen und am gleichen Strick ziehen, ist es möglich das zu schaffen. Aber nicht im Sinne von Angela Merkel, sondern im Sinne eines neuen, erfolgreichen deutschen Staates, im Sinne eines vereinten Europas und im Sinne des Weltfriedens, aber ganz sicher nicht mit neuen Brandmauern, wie das die Grünen fordern.
Brandmauern?
Die letzte europäische Brandmauer wurde am 9. November 1989, also vor knapp 36 Jahren, abgerissen. Und heute? Heute reden ausgerechnet die Grünen, von neuen Brandmauern. Wie es scheint, sassen diese Leute in ihrer Schulzeit hinter der bekannten Säule. Wer heute in einer Demokratie neue Brandmauern fordert, hat nämlich nichts, aber auch gar nichts aus der Geschichte gelernt und es zeugt von beschränkter Intelligenz, es eben trotzdem zu tun.
Fazit
Liebe Leser/innen, ich denke, die Zeit der Kuschelpolitik ist vorbei, was Deutschland und Europa heute brauchen sind Charakterleute mit Rückgrat, helle Köpfe mit Geist und Herz und starke Hände, die sich auch nicht zu schade sind, mal im Dreck zu wühlen oder unpopuläre Entscheidungen zu treffen und durchzusetzen. Von nichts kommt nichts. Geredet hat man nun genug, jetzt müssen Taten folgen. Es ist Zeit für eine Wende, und zwar jetzt! Das Ziel, dass es zu erreichen gilt, lautet: «Einigkeit und Recht und Freiheit für das deutsche Vaterland, danach lasst uns alle streben, brüderlich mit Herz und Hand…» Ob Deutschland dereinst wieder im Glanze seines Glückes blühen wird oder nicht, liegt nun in den Händen des Volkes selbst. Aber das schafft man nur miteinander und nicht gegeneinander.
Zitat der Woche
«Wer sich nicht mit Politik befasst, hat die politische Parteinahme, die er sich sparen möchte, bereits vollzogen: er dient der herrschenden Partei.
Max Frisch, Schweizer Schriftsteller und Architekt. 15.5.1911 – 4.4.1991
Musiktipp der Woche
Andreas Gabalier & Xavier Naidoo – «A Meinung haben» | Live
https://www.youtube.com/watch?v=3uoRqV0sp_I
Eure Meinung interessiert mich
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Dany Kammüller, February 28, 2025 8:39 AM