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In der Schweiz gibt es rund 200'000 Beamte

Beamtentum: Dienst nach Vorschrift!



Es heisst: Zu viele Köche verderben den Brei, zu viele Beamte auch und sie kosten erst noch eine Stange Geld. Bild: Werner Heiber auf Pixabay.


Jeder der, aus welchen Gründen auch immer, schon mal mit einem Amt und Beamten zu tun hatte, kann ein Liedchen davon singen, was es heisst, wenn deren Mitarbeiter ihren Dienst nach Vorschrift versehen.

 

Als Erstes folgender Hinweis/Tipp: Wer etwas von einem Amt will, braucht viel Geduld, Zeit und gute Nerven, denn da geht in der Regel nichts schnell. Will das Amt aber etwas von dir, musst du es schon gestern erledigt haben. Für jemand, der sich im Dschungel des Beamtentums nicht auskennt und auch deren «Fremdsprache» (Beamtendeutsch), nicht mächtig ist, sollte von Beginn an eine Fachperson zu Rate ziehen.

 

Ursprung

Das Beamtentum hat seine Wurzeln im Mittelalter. Ursprünglich sollten Beamte dem Landesherren Treue schwören und im Gegenzug bestimmte Privilegien erhalten. Das Konzept hat sich im Laufe der Zeit entwickelt und beinhaltet bis heute verschiedene Rechte und Pflichten. Aber im Jahr 2000 wurde der Beamten- / Sesselkleberstatus in der Schweiz für die meisten Bundesangestellten abgeschafft, das war schon mal ein Schritt in die richtige Richtung.

 

Beamtentum in der Schweiz

Das Beamtentum hat in der Schweiz eine lange Tradition und spielt eine zentrale Rolle in der Verwaltung des Landes. Schätzungen zur Folge gibt es in Helvetien rund 200'000 Beamte und mehrere Zehntausend Verwaltungsangestellte (!). Noch Fragen? Doch trotz seiner Bedeutung wird das Beamtentum bei uns oft als mühsam und bürokratisch wahrgenommen, denn der Verwaltungsapparat ist gross, sehr gross, zumal er auf drei Ebenen unterteilt ist: Bund, Kantone und Gemeinden. Der Föderalismus lässt grüssen.

 

Gut und Böse

Beamte sind in der Regel für die Umsetzung von Gesetzen, die Verwaltung öffentlicher Dienstleistungen und die Gewährleistung der öffentlichen Sicherheit zuständig. Diese Aufgaben erfordern Fachkompetenz und ein tiefes Verständnis für die rechtlichen Rahmenbedingungen. Doch wie in jedem Berufszweig gibt es auch hier den einen oder anderen «Stinkstiefel», der gern mal seine Macht missbraucht und damit das Klischee der bösen Beamten zusätzlich fördert. Aber es gilt festzuhalten, viele Beamte leisten sehr gute Arbeit.

 

Bürokratie im Beamtentum

Einer der häufigsten Kritikpunkte am Beamtentum ist die Bürokratie. Die Vielzahl an Vorschriften und Verfahren kann dazu führen, dass Entscheidungen lange auf sich warten lassen. Das ist für Betroffene besonders mühsam und frustrierend, zumal man nicht selten auf schnelle Lösungen angewiesen ist. Hinzu kommt eine mangelnde Flexibilität: Beamte sind an strenge Regeln gebunden, die wenig Raum für individuelle Entscheidungen lassen (Dienst nach Vorschrift). Das trübt das Bild der Beamten in der öffentlichen Wahrnehmung in Sachen Effizienz und Motivation zusätzlich.

 

Des Pudels Kern

Fakt ist, dass es auch in der Schweiz in vielen Bereichen des Beamtentums einen Mangel an qualifiziertem Personal gibt. Dies führt zu einer Überlastung der bestehenden Mitarbeiter, was wiederum die Qualität der Dienstleistungen beeinträchtigen kann. Um die neuen Herausforderungen des Beamtentums anzugehen, sind daher dringend Reformen notwendig. Grundsätzlich sollte man den gewaltigen Verwaltungsapparat intern besser vernetzen und neu strukturieren, indem man ihn als Erstes einer massiven Verschlankungskur unterzieht. Es heisst: Zu viele Köche verderben den Brei, zu viele Beamte auch und sie kosten zudem eine Stange Geld.

 

Reformen für die Zukunft

Weitere Reformmöglichkeiten sind: Kürzere Wege, sprich die Zusammenlegung von Ämtern, Ausbau der Digitalisierung, bessere Schulung, Personalabbau durch natürliche Fluktuation, Flexibilisierung der Strukturen, mangelnde Rechenschaftspflicht neu überdenken, Beamtendeutsch klarer/einfacher formulieren/kommunizieren, auf Kleingedrucktes verzichten, mehr Bürgernähe zeigen, denn diese bezahlen mit ihren Steuergeldern am Ende den Lohn der Beamten etc. etc.). Es liegt an der Gesellschaft, den Politikern und Entscheidungsträgern, diese Veränderungen aktiv zu gestalten und das Beamtentum fit für die Zukunft zu machen. Gehen wir es an, denn die Zeiger der Uhr stehen auf fünf vor zwölf und die Zeit läuft … 

 

Das Zitat der Woche

In einer überzüchteten Bürokratie pflanzt man Beamte und erntet dafür Steuern.

Richard Nixon, Ex US-Präsident, 9.1.1913 – 22.4.1994

 

Anstelle Musik - heute einen Witz der Woche

 

https://www.youtube.com/watch?v=kIrplavlGwo

 

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Dany Kammüller, May 9, 2025 2:37 PM