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Genau, voll, sicher und Co.

Füllworte ohne Sinn und Zweck


Wer die deutsche Sprache liebt und ab und zu auch gerne mit ihr spielt, findet den nachfolgenden Text spannend und teilweise auch amüsant. Es geht in meinem Text um sognannte Füllworte, die in der heutigen Zeit oft, ja viel zu oft verwendet werden aber grundsätzlich sinnlos und überflüssig sind. Man nennt sie auch Floskeln oder Idiom und das steht für eigentümliche Sprache oder Dialekt.

 

 Was sind Füllworte? Im Folgenden eine kleine Aufzählung von deratigen Wörtern: Halt, also, eben, ruhig, bloss, genau, eigentlich, voll, eh, erstmal, sicher (Witz aus der TV-Serie Hausmeister Krause: Sicher, sicher … 😊) etc. Das sind aufblähende, relativierende oder verzichtbare Wörter. Die zuvor fettmarkierten Worte werden heutzutage sehr oft genannt. Achtet euch mal bei Gesprächen unter Freunden, bei der Arbeit oder auch im Fernsehen/Radio etc. bewusst darauf, wie oft diese «Füllworte» zur Anwendung gelangen, ihr werdet staunen.

 

Füllworte vermeiden

Warum sollte man Füllwörter vermeiden? Ein Füllwort leistet keinen inhaltlichen Beitrag zum Text. Es verwässert die Aussage, indem es von ihrem Kern ablenkt und unwichtige Bedeutungsnuancen ergänzt. Zudem haben Füllwörter einen sehr geringen Aussagewert. Oft werden sie verwendet, um den Sprachfluss zu unterstützen oder um Zeit zum Nachdenken zu haben. Deshalb werden sie auch als Flickwörter, Floskeln oder Worthülsen bezeichnet.

 

Genau …

… dieses Füllwort zählt derzeit in unsrem Sprachgebrauch zu den absoluten Spitzenreitern, das bisweilen bis zum Abwinken und fälschlicherweise gebraucht wird. Synonyme für «genau» sind/wären: Exakt, gründlich, akkurat, präzise, korrekt etc. Ein weiteres schönes Beispiel eines Füllwortes ist eigentlich, zumal nach der Verwendung dieses Wortes praktisch immer ein «aber» folgt. Beispiel: Ich bin «eigentlich» nicht böse …aber. Weiteres Beispiel in einer Frage: Wie heisst du «eigentlich». Es würde reichen, wenn man fragen würde: Wie heisst du. Eigentlich ist in diesem Zusammenhang nicht falsch, aber wie die meisten Füllworte schlicht und ergreiffend überflüssig.

 

Voll und von dem her

Das Wort «voll» wird mehrheitlich von eher jüngeren Menschen genannt und ist bei korrekter Betrachtung ein Synonym des zuvor genannten Füllwortes «genau». Das Wort voll wird oft als Zustimmung verwendet, was natürlich in diesem Zusammenhang auch falsch ist, denn ein Glas ist voll oder wenn man zu viel getrunken hat, ist man voll. Stimmt ihr mir zu? Voll! 😊Tja, "von dem her" sei uns allen bewusst, Sprache und der Gebrauch der Sprache verändern sich ständig, man lernt nie aus, auch ich nicht ...

 

Das Zitat der Woche

Slang ist der durchgescheuerte Hosenboden der Sprache.

Truman Capote US-Schriftsteller und Schauspieler 30.9.1924 – 25.8.1984

 

Der Musiktipp der Woche

Mark Wilkinson: «Time Machine» aus dem Jahre 2018.

 

https://www.youtube.com/watch?v=PLmYwU-3QUA

 

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Dany Kammüller, June 13, 2025 9:59 AM