Aktuelles/Blog
Gesellschaftliches Tabuthema
Alt werden ist nichts für Feiglinge ...
Wer aktiv ins Alter geht, bleibt länger gesund. Bild: Ralph/Altrip/Germany auf Pixabay
… sagte dereinst der deutsche Schriftsteller Erich Kästner. Der Kern dieser Redewendung ist eine humorvolle und metaphorische Art zu sagen, dass das Älterwerden Herausforderungen und Schwierigkeiten mit sich bringen kann, die Mut, Durchhaltevermögen und Stärke erfordern.
Richtig lieber Erich, das sehe ich genauso. Heute will niemand mehr alt sein oder noch schlimmer alt werden. Das geht gar nicht. Alt werden kann ich auch noch später. Darum gibt es Heerscharen von Forschern, die sich mit dieser Thematik beschäftigen - ein Milliardengeschäft der besonderen Art, dem sich niemand entziehen kann, denn auch die heutigen medizinischen Fortschritte tragen massgebend dazu bei, dass wir älter werden.
Alle gegen das Altern
Heute gibt es Tausende Mittelchen, mit denen es möglich sein soll, langsamer zu altern. Ein Cremchen für die Haut, eine Pille für dieses und jenes Gebrechen. Ein Getränk zur Erhaltung der grauen Zellen, Hinweise, Tipps und Rezepte für einen gesunden Lebensstil und so weiter und so fort. Das alles ändert aber nichts an der Tatsache, dass es am Morgen beim Aufstehen im Rücken zwickt und die Gelenke und der Geist länger brauchen, um in die Gänge zu kommen.
Auch ein Fürzchen in Ehren …
…kann man keinem verwehren oder war das ein Gläschen? Ähm …? Egal, trifft bei beidem zu. Ups! Sorry, da schlich doch gerade ein miefend warmes «Düftchen» durch das «Lüftchen», kann passieren. Besonders im Alter stellt sich diesbezüglich manchmal ein gewisser Kontrollverlust ein, das ist menschlich und alle tun es, denn das Entlüften des Systems ist wichtig und gesund. Darum (m)ein Tipp: lasst eurer «Flatulenz» einen gewissen Freiraum, denn es ist sehr ungesund, es nicht zu tun. 😊
Ohne Entzücken
Tja, das Altwerden hat halt so seine Tücken, nicht nur im Nacken, den Knien und im Rücken, letztgenannter kann ab einem gewissen Alter eben auch nicht mehr so entzücken. Und nicht nur die weibliche Gravitation der Brust unterwirft sich (ohne Silikon) der Erdanziehung, auch beim Mann stellt sich zuweilen ab einem gewissen Alter und ohne regelmässiges Training eine Senkbrust ein. Die Haare auf dem Kopf verflüchtigen sich und der Körper wird immer faltiger.
Stehvermögen und Abänderung
Darf man sich über das Altern lustig machen? Ja, denn wer das Leben mit Humor nimmt, lebt gleichfalls gesünder. Wie gesagt, unser Körper verändert sich mit der fortschreitenden Alterung. Da gibt es kein Wenn und Aber. Die Damen der Schöpfung kommen in die Abänderung (Wechseljahre) und es kann sein, dass «gewisse Lüste» abnehmen, sowie beim Mann ein gewisses Stehvermögen gelegentlich den Geist aufgibt. Zum Glück gibt es Hormone und Viagra 😊 beides kann hilfreich sein, wenn …, ja wenn wir das wollen. Ist jedem/jeder selbst überlassen. Und noch was, Frauen fühlen sich schneller alt als Männer. Das ist gleichfalls wissenschaftlich belegt. Daher stammt wohl auch der Witz: «Frauen werden alt – Männer interessant.»
Wissen schafft Wissen
Die Wissenschaft sagt, im heutigen gesellschaftlichen Leben gehört man ab 75 zum alten Eisen. Aber 75 ist heute bekanntlich das neue 65. Mag sein, es versteht sich allerdings von selbst, dass diese Gleichung nur nach obenhin aufgeht. Und, es ändert nichts an der Tatsache, dass wir uns den natürlichen, körperlichen Folgen des Altwerdens nicht entziehen können, da helfen weder Botox, Facelifting, Fettabsaugen, etc. Trotz allen Heilmittelchen nimmt die Muskelmasse und die Knochendichte ab und die Haut und das Gewebe weisen eine reduzierte Elastizität auf, etc., etc.
Die grauen Zellen
Nebst dem körperlichen Abbau können sich auch die kognitiven Fähigkeiten wie das Reaktions-/Erinnerungsvermögen, Gedächtnis, Orientierung etc. verändern (Demenz). «Du Manfred, wie heisst nochmals der Dings da, du weisst schon, der Dings von der Tankstelle.» Ja, auch das Hirn verändert sich. «Erika, wo sind meine Autoschlüssel? Ich weiss nicht, sieh mal im Kühlschrank nach.» 😊 Ist alles halb so wild. Fakt ist am Ende, dass ein gesunder Lebensstil eine entscheidende Rolle spielt. Aber jede/r entscheidet selbst, was er/sie als gesund empfindet, denn vieles, was vermeintlich ungesund ist, schmeckt leider auch gut.
Fazit
Der moderne Mensch neigt dazu, die Schwelle zum Altsein mit zunehmendem Alter immer weiter hinauszuschieben, wohlwissentlich, dass das Leben eine Sackgasse ist. Wie gesagt, Menschen, die aktiv und gesund bleiben, fühlen sich oft jünger und werden auch von anderen als jünger wahrgenommen. Also liebe Leute, dann mal Prost, trinken wir aufs Alter mit Genuss und Verstand noch ein, zwei Gläschen mehr – «bis Flasche leer» und geniessen das feine Essen mit Rüben, Speck und Kohl, auch wenn uns danach ein warmes Lüftchen entweichen soll. Nehmt das Leben mit Humor, denn wir haben nur das eine …
Das Zitat der Woche
Ans Altsein gewöhnt man sich rasch, viel langsamer ans «Nicht-Mehr-Jungsein».
Hans Krailsheimer, deutscher Jurist und Schriftsteller 29.1.1888 – 12.1.1958
Der Musiktipp der Woche
Etta Mae Hartwell: “Left with the Rain” Topaktuell von 2025
https://www.youtube.com/watch?v=O0e9CRQLxrU&list=RDO0e9CRQLxrU&start_radio=1
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Dany Kammüller, June 20, 2025 6:49 AM