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Gegen Umweltverschmutzung

Wir könnten noch viel mehr tun!



Die Tiere werden krank und sterben, dank unserem Müll, einen qualvollen Tod: Bild: Pete Linforth auf Pixabay


Eines vorweg, die Schweizer sind weltmeisterlich in Sachen Recycling. Da rangieren wir weltweit in den «Toppten». Aber wir gehören gleichzeig zu den Ländern in Europa mit dem höchsten pro Kopf Abfallaufkommen.

 

 In der Schweiz fallen pro Kopf und Jahr rund 703 kg Siedlungsabfälle an. Diese Zahl umfasst Abfälle aus allen Haushalten, kleineren Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen. Rund 53 Prozent davon werden recycelt, inklusive Kompostierung und Vergärung von biogenen Abfällen. Die verbleibenden 47 Prozent werden in Kehrichtverbrennungsanlagen verbrannt, wobei die dabei gewonnene Abwärme zur Energiegewinnung genutzt wird – auch das ist vorbildlich. Aber!

 

Abfallberg sondergleichen

Gemäss Schätzung des Bundesamtes für Statistik beträgt die Einwohnerzahl in Helvetien Mitte dieses Jahres 9.11 Millionen Menschen. Multipliziert man nun die CH- Einwohner mit den 703 Kilogramm Prokopf-Abfälle, kommt man auf die für unser kleines Land astronomische Summe von über sechs Milliarden Kilogramm (6'402'330’000). Der reine Wahnsinn!

 

Wir könnten noch mehr tun

Die Schweiz ist ein reiches Land und nur schon aus diesem Grund könnten wir noch viel mehr tun. Zum Beispiel beim Recycling von sognannten Verbundstoffen. Dabei handelt es sich um Materialien, die aus mindestens zwei miteinander verbundenen Stoffen bestehen und daher oft schwer zu recyceln sind: Getränkekartons, gewisse Lebensmittelverpackungen und Textilien aus Mischfasern. Auch hier könnten wir uns hervortun, in dem wir die diesbezügliche Forschung vorantreiben.

 

Umweltkiller Plastik

Gewisse Detailhandels-Unternehmen wie Migros und Coop sammeln seit geraumer Zeit Plastikabfälle und Petflaschen. Auch das ist ein Schritt in die richtige Richtung. Viele Schweizer/innen machen mit und helfen so diesen Abfall zu minimieren. Aber viele tun es nach wie vor nicht und diese sollten sich mal fragen warum!? Pro Jahr gelangen weltweit mehr als zwölf Milliarden Kilogramm Plastik in die Weltmeere. Rund 80 Prozent des Mülls, der in den Meeren herumschwimmt, besteht aus Plastik. Man bedenke: Ein einfacher Plastiksack braucht rund 20 Jahre, bis er sich zersetzt. Eine Plastikflasche hingegen mehrere Jahrhunderte (!).

 

Die Wenigsten tun es

Bei vielen Grossisten wie z.B. Migros kann man sogenannte «Veggie Bags» kaufen (kosten halt ein paar «Batzeli»). Aber, diese haben den Vorteil, dass man sie immer wieder verwenden kann und sie gar waschmaschinentauglich sind. In diese Säcke füllt man Gemüse, Früchte, Nüsse etc. Achten Sie sich mal, wieviel Käufer/innen das tun? Die meisten zerren bei ihren Einkäufen Plastiksäcke von den vorhandenen Rollen. Warum? Aus Faulheit? Unwissenheit? (Dann wisst ihr es jetzt!) Unachtsamkeit? Dummheit? Ich weiss es nicht!

  

Verpackungsmaterial

Wenn man sieht, wie idiotisch die Verpackungsindustrie teilweise agiert, muss man sich schon auch fragen, was die studieren. Ja, ja, ich weiss schon, es muss halt alles schön aussehen. Wirklich? Beispiel Aktionen: Man nehme drei Flaschen Spülmittel im Sonderangebot. Diese werden nebst der bestehenden Verpackung noch mit einer Plastikfolie umwickelt. Selbst Biogurken (!) erhalten ein «Plastikmäntelchen» und einen Aufkleber auf dem Bio steht, etc. etc. etc. WARUM!!!?

 

Klein gegen Gross

Liebe Leser/innen, solange wir uns an der Basis nicht wehren, machen die vermeintlich Grossen (Verpackungsindustrie, Politik, Detailhandel, etc.) was sie wollen und wie es ihnen gefällt. Ich denke, es ist wieder mal an der Zeit für eine Rebellion gegen den Verpackungswahnsinn. Die Grossen müssen von den Kleinen lernen, will heissen, wenn alle am gleichen Strick ziehen und die überflüssigen Verpackungen in den jeweiligen Geschäften zurücklassen, müssen die früher oder später zwangsläufig umdenken.

 

Morgen ist zu spät

Wenn wir etwas Sinnvolles für unsere Nachkommen tun wollen, dann jetzt, denn Heute ist Morgen schon Gestern oder anders gesagt: Morgen kannst du Gestern nicht nachholen und später kommt früher als du denkst. In diesem Sinne, sei auch du ein Abfallrebell oder «Plastikminimierer» zu Gunsten der Umwelt und unseren Kindern. Ihnen gehört die Zukunft und sie werden uns dankbar sein, wenn wir jetzt handeln. Denkt aber auch an euch selbst, denn Plastikabfall ist ein Bumerang. Wir verschmutzen damit die Weltmeere und die Fische nehmen die Mikroabfälle in sich auf. Diese Tiere landen dann früher oder später wieder in unserer Nahrungskette und machen uns am Ende genauso krank wie die Fische.

 

Das Zitat der Woche

«Ist es die Natur des Fortschritts, dass die Natur dem Fortschritt weichen muss?

Rupert Schützbach, Deutscher Schriftsteller, 4.12.1933

 

Der Musiktipp der Woche

Passend zum Thema Michael Jackson’s Earth Song

 

https://www.youtube.com/watch?v=XAi3VTSdTxU&list=RDXAi3VTSdTxU&start_radio=1

 

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Kommentare, Kritiken, etc. sind zu richten an: info@dakapublic.ch Wenn euch gefällt, was ihr hier lest, sagt es weiter, wenn nicht, dann auch. Meine Texte dürfen auch gern geteilt und weitergeleitet werden.


Dany Kammüller, July 4, 2025 6:18 AM