Aktuelles/Blog
Kürzlich im Zoo
Besuch im Affenhaus
Besuch bei unseren vermeintlichen Vorfahren in einem speziellen Zoo: Bild von ivabalk auf Pixabay
Gewisse Affenarten sind schon seltsam, das denke ich immer wieder, wenn ich einem ganz speziellen Zoo einen Besuch abstatte. Die Männchen zeigen gern ihre Muskeln und wer der Chef im Ring ist, und die Weibchen stolzieren aufreizend durch die Arena.
Kaum betritt man den Zoo hört man das Affengebrüll schon von Weitem: «Huuuhaa, ääähhh!» Es folgt ein Gerumpel und Gepolter und weitere Schreie, die einem durch Mark und Bein gehen. Es kommt mir vor wie ein neuzeitlicher Gladiatorenkampf.
Seltsame Offenbarung
Doch plötzlich sehe ich mich verblüfft um und erwache aus meinem Tagtraum. Es fällt mir wie Schuppen von den Augen, denn ich bin gar nicht im Zoo im herkömmlichen Sinne, sondern im Fitness-Studio. Und bei den Primaten handelt es sich um die gemeingefährliche Art der «Spiegelaffen». Ich dachte mir doch, dass hier irgendetwas nicht stimmt. Eine weitere Primatenunterart, die man hier antrifft, sind die polternden «Hantelwerfer», welche die Gewichte, die sie nicht mehr stemmen mögen, gern mit Getöse fallen lassen, um noch mehr Aufmerksamkeit zu erlangen.
Imponiergehabe
Aber egal, der eine oder andere legt noch mehr Gewichte auf die «Mucki-Maschine» und dabei achtet er stets mit viel Imponiergehabe, dass ihm jemand zusieht. Dann geht das Getöse der «Brüllaffen» wieder los: «Huuaa!» Die Damen der Schöpfung indes kokettieren mit ihren engen Leggins, die mehr zeigen als man damit verbergen kann, und ziehen so zweifelsfrei den einen oder anderen verstohlenen Blick auf sich. Aber bei gewissen «Popospalten - Äffchen» sieht man dann doch lieber weg als hin…
Weniger ist mehr
Liebe Spiegelprimaten, Brüllaffen und Hantelwerfer, im Fitness-Studio zählt nicht die Menge der Gewichte, sondern, dass man die Übungen richtig ausführt. Jeder, der mit Schwung oder unter Mithilfe des eigenen Körpergewichtes arbeitet, trainiert falsch und schadet damit seinem «Body» mehr, als er ihm Gutes tut. Vor allem die Sehnen und Bänder werden so arg in Mitleidenschaft gezogen. Erst wer eine Übung langsam und mit gleichbleibenden Wiederholungen ausführen kann (in der Regel zwölfmal) macht es richtig und kann die Gewichte behutsam steigern. Dann braucht es auch kein Imponiergehabe und Affengebrüll. Ihr werdet feststellen, dass ihr in den meisten Fällen zu viel Gewichte aufgelegt habt! Im Zweifelsfall fragt eine/n Fitness-Instruktor/in.
Bodybuilding
Wer richtig fette «Muckis» haben will, der geht wohl besser in eine echte «Muckibude». Dort hat man zwar nicht mehr so viele Zuschauer wie in einem Fitnesscenter für die breite Masse, aber man kann Hanteln auf den Boden knallen so oft man mag und dabei brüllen wie die Affen im Zoo. Seit euch gewiss, die anderen Fitnessbesucher/innen nehmen eure Abwesenheit dankend zur Kenntnis. In diesem Sinne wünsche ich allen einen sportlichen Sommer 2025.
Das Zitat der Woche
Der grosse Sport fängt da an, wo er längst aufgehört hat, gesund zu sein.
Bertolt Brecht deutscher Dramatiker und Lyriker. 10.2.1898 – 14.8.1956
Musiktipp der Woche
Hanne Boel, dänische Sängerin: «Can't run from yourself»
https://www.youtube.com/watch?v=HH66o2BJetc&list=RDHH66o2BJetc&start_radio=1
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Dany Kammüller, July 11, 2025 11:09 AM