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Wenn das Herz weint - blutet die Seele

Die verlorene Kindheit


Kinder haben ein Recht darauf Kind zu sein - doch Kriege zerstören ihr Leben, bevor es richtig begonnen hat. Bild: Pixabay


Was machen Kriege mit Kindern? Können sie vergessen, was sie gesehen und erlebt haben? Oder bleiben sie für den Rest ihres Lebens gezeichnet von Angst, Hass, Stress, Gewalt und den damit verbundenen psychischen und physischen Schäden? Ein trauriges Stück Menschheitsgeschichte, das wohl nie endet. Leider!

 

Es gibt grundsätzlich zwei Kategorien von Kriegskindern: Solche, die aktiv in einem Krieg eingesetzt werden (Kindersoldaten) und solche, die Kriege passiv erleben. Die Kindersoldaten werden von perversen Kriegstreibern in Konfliktgebieten bewaffnet, als lebende Schutzschilder, Spione, Bombenträger oder auch für sexuelle Dienste missbraucht. Gemäss internationalem Recht ist der Einsatz von Kindern in Kriegen unter 15 Jahren ein Kriegsverbrechen. Doch wen interessiert das in solchen Konflikten? Kindersoldaten erleben Gewalt aktiv und sie werden von den Erwachsenen bewusst selbst zu Tätern gemacht. Das hinterlässt Schäden, die in den meisten Fällen nicht reparabel sind.

 

Einsatz von Kindersoldaten

In den vergangenen Jahren setzten diverse staatliche Armeen bewaffnete Kindersoldaten ein, es sind dies unter anderen: Jemen, Syrien, (Süd-) Sudan, Afghanistan, Myanmar und Somalia. Aber auch in nichtstaatlichen Konfliktgebieten werden Kinder rekrutiert: Kolumbien, Kongo, Irak, Mali, Nigeria oder den Philippinen, etc. Viele dieser Kinder sind oft nicht älter als sieben oder acht Jahre alt …(!) Das Kinderhilfswerk UNICEF sagt dazu: «Der Missbrauch von Kindern als Soldaten gehört zu den schlimmsten Verbrechen in bewaffneten Konflikten.»

 

Abgerichtet wie Hunde

Die Kinder, die in Kriegen eingesetzt werden, tun das oft nicht freiwillig. Sie werden auf der Strasse, in ihren Dörfern oder auch aus Schulen entführt. Viele von ihnen werden daher mit Gewalt, Drogen oder Terror zum Kämpfen, Töten und Foltern gezwungen. Sie werden förmlich dressiert und abgerichtet, wie ungezähmte Strassenköter. Es gibt nichts Einfacheres, als ein unschuldiges Kind zu manipulieren oder einzuschüchtern. Während die Jungs hauptsächlich für den bewaffneten Kampf eingesetzt werden, dienen Mädchen jeden Alters als reine Sexobjekte. Man stelle sich vor (oder lieber nicht) das geschähe bei uns, mit unseren Kindern.

 

Kinder des Krieges

Kinder, die Kriege «nur» passiv erleben, leiden aber genauso, wie die Kindersoldaten. Sie sind Opfer von Bomben, Hunger, Vertreibung, Armut und dem direkten Verlust von Angehörigen und Freunden. Das normale Leben gerät aus den Fugen und das Recht auf Spiel, Spass, Schule und Bildung, was diesen Kindern grundsätzlich zustünde, kommt ihnen abhanden. Ihr Leben ist geprägt von ständiger Angst und grausamen, menschenverachtenden Begebenheiten. Grundsätzlich hätten Kinder in Kriegen das Anrecht auf besonderen Schutz. Doch für Typen wie Wladimir Putin oder Benjamin Netanjahu sind sie lediglich unabdingbare Kollateralschäden.

 

Kriege im Kleinen

Wer der Meinung ist, dass uns das nichts angeht, der irrt, denn auch in unsrer vermeintlich «sicheren» Welt herrscht nicht nur Friede, Freude und Eierkuchen. Auch bei uns gibt es tagtäglich kleine, familiäre Kriege. Kinder die geschlagen, gedemütigt, missbraucht, gemobbt und vernachlässigt werden. Kinder, die häusliche Gewalt erleben und ertragen müssen, etc. etc. Wenn die Gesellschaft nicht einmal im Stande ist solche «Kleinkriege» zu verhindern, wie soll es dann im Grossen funktionieren?

 

Todesstrafe

Ich bin grundsätzlich kein Verfechter der Todesstrafe, aber bei gewissen Verbrechen/ Verbrechern könnte ich mir vorstellen, von meiner Gesinnung abzuweichen. Kinder sind das schwächste Glied in unserer Gesellschaft. Daher die Frage, in was für einer Gesellschaft leben wir, die nicht im Stande ist die Schwächsten zu schützen? Und, man bedenke, so wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus. Ein Kind, das nur Gewalt und Missbrauch kennt, wird das «Erlernte» irgendwann selbst ausleben. Und, auch die Tatsache, dass es noch immer Kindersoldaten gibt, zeigt einmal mehr auf, dass ein Teil der Menschheit nichts aus der Geschichte und den eigenen Fehlern gelernt hat und lernt; traurig, aber wahr. Gibt es Hoffnung für die Zukunft und werden die Tränen der Trauer je einst trocknen? Ich wünsche es mir, doch ich weiss es nicht.

 

Das Zitat der Woche

Die Menschlichkeit einer Gesellschaft zeigt sich nicht zuletzt daran, wie sie mit den Schwächsten Mitgliedern umgeht.

Helmut Kohl, Ex-Bundeskanzler BRD, 3.4.1930 – 16.6.2017

 

Musiktipp der Woche

Von MAXR & SchalkesOpa: Kriegskinder - erschienen im September 2025

 

https://www.youtube.com/watch?v=1RwrJFUewww&list=RD1RwrJFUewww&start_radio=1

 

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Dany Kammüller, September 26, 2025 7:00 AM