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Hallo, hast du mal …

… Fünf Minuten Zeit?


Die Zeit kommt und sie geht und mit ihr der ganze Karsumpel eines weltweiten Allerleis. Viele Menschen sind heute so arg mit sich selbst beschäftigt, dass sie keine Zeit mehr für andere haben, die reinste Egomanie greift um sich. Was kümmern mich des Nachbars Sorgen, ich habe selbst genug davon.

 

Manchmal sitze ich vor meinem Computer und überlege mir, was ich diese Woche in meinem Blog schreiben will. Dabei drängt sich mir die Frage auf, ob es die Menschen überhaupt noch interessiert, was ich da Woche für Woche von mir gebe. Und, hat jemand im Zeitalter von Podcast und Co überhaupt noch Lust und Muse irgendwelche Artikel zu lesen? Denn das geschriebene Wort erfordert Zeit, man muss sich hinsetzen und aktiv lesen. Beim Podcast hört man einfach zu und tätigt ganz nebenbei, locker vom Hocker, noch den Abwasch, etc.  

 

Die Zeit im Wandel

Die Zeit ist einem ständigen Wandel unterworfen, dazu ein Beispiel: Als ich noch ein Kind war, sagten uns die Eltern nach der Schule: «Wenn ihr die Hausaugaben gemacht habt, könnt ihr noch raus zum Spielen. Kürzlich fragte ich ein elfjähriges Mädchen, was es nach der Schule macht. Darauf erhielt ich die Antwort: «Am Nachmittag gehe ich in den Ballettunterricht, danach in die Geigenstunde und später mit meiner Freundin ins Frühenglisch.» Aha, alles klar oder auch nicht. Alles schön durchgetaktet. Ganz ehrlich, ich möchte die Zeit nicht missen, als ich in dem Alter zusammen mit meinen Freunden im Wald herumstreifte und wir «Räuber und Poli», etcetera spielten.

 

Stillstand

Ich frage mich, wann dieses elfjährige Mädchen mal zum Stillstand kommt. Stillstand liebe Eltern ist kein Rückschritt, sondern ein zu sich selbst finden, innehalten, ausruhen, geerdet werden. In der heutigen Zeit wundert es mich nicht, dass immer mehr Kinder überfordert sind, müde, gestresst, unausgeglichen und frühkindliche Depressionen zunehmen.

 

Fünf Minuten Zeit

Manchmal frage ich mich auch, wie zuvor erwähnt, ob es die Leute überhaupt noch interessiert, was ich hier so Woche für Woche in den Computer hämmere. Das waren in den letzten vier Jahren (1.11.2022 bis 27.2.2026) immerhin 162 Artikel. Um einen Bericht zu schreiben, wende ich je nach Thematik jeweils bis zu einem halben Tag auf (exklusiv Recherche). Dann nochmal überarbeiten, korrigieren, etc. und ab die Post. Um einen Artikel von mir zu lesen, benötigt man jedoch nur maximal fünf Minuten. Doch wer nimmt sich heute noch diese Zeit? Du? Daher frage ich mich hin und wieder, ob mich irgendjemand in dieser egomanen Welt vermissen würde, wenn ich mal ein, zwei Wochen nichts schreibe oder meinen Blog gar ganz einstelle…   

 

Das Zitat der Woche

Was ein Mensch in seiner Kindheit aus der Luft der Zeit in sein Blut genommen, bleibt dort ewig. Stefan Zweig österreichischer Schriftsteller. 28.11.1881 – 23.2.1942

 

Musik Tipp der Woche

Uniq Music Collective: “The last Goodbye” Melancholie pur. Erschienen Januar 2026

 

https://www.youtube.com/watch?v=Xt5DPv1cjR0&list=RDXt5DPv1cjR0&start_radio=1

 

Eure Meinung interessiert mich

Vorschläge, Kommentare, Kritiken, etc. sind zu richten an: info@dakapublic.ch Wenn euch gefällt, was ihr hier lest, sagt es weiter, wenn nicht, dann auch. Meine Texte dürfen auch gern geteilt werden.


Dany Kammüller, February 27, 2026 8:16 AM