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Sicherheitsbedenken

Fussball – WM 2026


Wer erhält am 19. Juli 2026 die Fussballkrone? Wir werden es sehen. Bild: kalhh auf Pixabay


Vom 11. Juni bis am 19. Juli 2026 findet in Mexico, den USA und Kanada die 23. Auflage der Fußball-Weltmeisterschaft statt. Erstmals in der Geschichte nehmen nicht nur 32, sondern 48 Nationen daran teil. In 39 Tagen werden 104 Spiele in 16 verschiedenen Städten ausgetragen. Das Eröffnungsspiel findet am 11. Juni im Aztekenstadion in Mexiko-City zwischen Mexiko und Südafrika statt.

 

Ich will den Teufel nicht an die Wand malen, aber ein Thema steht bei dieser Veranstaltung, abgesehen von den sportlichen Leistungen, klar im Vordergrund: Sicherheit! Nebst diversen Verbrechensformen bewegt sich Mexikos Mordrate seit Jahren im fünfstelligen Bereich (2024: ca. 33’241) und in den USA bei rund 14'000 Tötungsdelikte pro Jahr. Kanada darf man grundsätzlich als sicheres Land einstufen, obwohl auch dort die Kriminalitätsrate seit 2023 um rund zwölf Prozent zugenommen hat.

 

Sport und Politik

Grundsätzlich heisst es, dass man Sport und Politik trennen muss/soll. Aber bei der aktuellen Weltlage dürfte das heuer nicht ganz einfach sein, zumal die USA als auch der Iran an der WM-Endrunde teilnehmen. Genauso wie diverse andere Konfliktnationen, wie Katar, Jordanien, Algerien, Saudi-Arabien, Ecuador, etc.). Es ist Fakt, dass eine gewisse Terrorgefahr nicht von der Hand zu weisen ist.

 

Terroranschläge

In der Vergangenheit kam es bei Sportanlässen immer wieder zu Gewaltdelikten. Man erinnere sich an den Boston-Marathon 2013 (Zwei Tote und 264 Verletzte). Oder an die olympischen Sommerspiele 1972 in München, als palästinensische Terroristen elf israelische Sportler und einen Polizisten töteten. Aber mögliche Formen von Attentaten beschränken sich heute nicht mehr nur auf Schusswaffen-/Bombenanschläge, sondern auch Giftanschlägen, Vieren, Bio- und Cyberterrorismus etc. Die Folgen wären fatal.

 

USA - Iran

US-Präsident Donald Trump sieht eine Teilnahme des Irans als Sicherheitsrisiko. Auf seiner Plattform «Truth Social» schrieb er dazu scheinheilig: «Die iranische Fussball-Nationalmannschaft ist bei der WM willkommen, aber ich glaube nicht, dass es angemessen ist, dass sie dort ist - um ihres eigenen Lebens und ihrer Sicherheit willen.» Auch Irans Fussball Verantwortliche stellen eine WM-Teilnahme ihres Landes angesichts der Eskalation im Nahen Osten infrage. Doch wenn man den Iran aus Sicherheitsgründen ausschliessen würde, müsste man fairerweise auch die US-Mannschaft disqualifizieren.

 

Spiele boykottieren?

Ich habe Verständnis für Menschen, die sich für einen Boykott aussprechen. Aber es stellt sich die Frage, wem ein solches Vorgehen nützt? Ich glaube, man würde damit die Falschen bestrafen. All die Millionen Fussball-Fans weltweit, die sich auf dieses Turnier freuen, sowie die Spieler, die sich mit sportlichen Leistungen für diese Endrunde qualifizierten. Die Frage, ob sich gewisse Nationen für eine Teilnahme eignen oder nicht, sollte sich die «Fédération Internationale de Football Association» (FIFA) schon bei der Vergabe des Turniers stellen und nicht erst danach. Aber es geht halt auch hier um sehr viel Geld.

 

Neue Regeln

ich denke, dass die FIFA für die Zukunft ein neues Regularium erarbeiten sollte, in dem klar vorgeschrieben und festgehalten wird, warum sich ein Land von diesem Turnier fernhalten muss etc. Aber die Fussball-WM 2026 knapp zwei Monate vor dem Anpfiff abzublasen oder zu boykottieren wäre aktuell der falsche Weg. Die gleiche Frage hätte man sich nämlich auch 1978 in Argentinien, 2018 in Russland oder 2022 in Katar stellen können/müssen. 

 

Das Zitat der Woche

«Fussball ist die schönste Nebensache der Welt.»

Franz Beckenbauer, Deutscher Fussballspieler und Trainer, 11.9.1945 – 7.1.2024

 

Musik-Tipp der Woche

LMBSA: «Burning Moments» Veröffentlicht 2025

 

https://www.youtube.com/watch?v=H6OCXkcQK2Q&list=RDH6OCXkcQK2Q&start_radio=1

 

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Dany Kammüller, April 17, 2026 9:01 AM