Aktuelles/Blog


Ein Halbheiliger …

… und die vier Eisheiligen


Nach den vier Eisheiligen und der Schafskälte ist der Sommer nicht mehr weit. Bild: photosforyou auf Pixabay


Wer erinnert sich noch an den Biologie-Unterricht in der Schule? Und wer weiss heute noch wer die vier Eisheiligen waren/sind und was für eine Bedeutung ihnen zugeschrieben wird? Die Woche 20 des Jahres, vom 12. bis zum 15. Mai ist die Ehrenwoche der Eisheiligen. Und was hat es mit der Schafskälte auf sich?

 

12. Mai: Pankratius

Der heilige Pankratius wurde 290 n. Chr. geboren. Bereits im zarten Alter von 14 Jahren starb Pankratius den Märtyrertod unter Kaiser Diokletian in Rom. Der Name Pankratius stammt aus dem Griechischen und bedeutet der alles Besiegende. Pankratius wird als Patron der jungen Saat und der Blüten angerufen.

 

13. Mai: Servatius

Der 13. Mai wird Servatius von Tongern zugeschrieben. Gemäss Aufzeichnungen war Servatius der erste Bischof im belgischen Tongern. Auf einer Reise nach Rom erschien ihm der heilige Petrus und sagte ihm den Hunneneinfall vorher. Bei seiner Rückkehr warnte er die Bürger vor der drohenden Gefahr. Kurze Zeit später verstarb er in Maastrich. Im Volksglauben wird Servatius bei Fussleiden, Frostschäden, Rheumatismus und Rattenplagen angerufen.

 

14. Mai: Bonifatius

Der 14. Mai ist dem Märtyrer Bonifatius von Tarsus gewidmet, der im 4. Jahrhundert getötet wurde. Sein Leichnam wurde an der Via Latina beigesetzt. In der orthodoxen Kirche wird der Namenstag von Bonifatius am 19./20. Dezember begangen.

 

15. Mai: Kalte Sophie

Die «kalte Sophie» geht auf Sophia von Rom zurück. Sie wurde vermutlich im Jahre 304 während den diokletianischen Verfolgungen als Märtyrerin getötet. Papst Sergius II liess einen Teil der Reliquien in der Kirche S. Martino ai Monti beisetzen, ebenso Bischof Remigius von Strassburg im Kloster Eschau im Elsass. Sophia ist Patronin gegen Spätfrost und für das Gedeihen der Früchte verantwortlich.

 

Mamertus kein Eisheiliger

Mamertus wurde am 11. Mai 461 in Vienne geboren und verstarb 477. Er wurde aber nur in Norddeutschland als Heiliger verehrt. In der Schweiz, Süddeutschland und in Österreich bekam er nie den Status eines Heiligen. Entsprechend kann der 11. Mai, der Tag des Mamertus, nicht den Eisheiligen zugerechnet werden.

 

Die Schafskälte…

… hat zwar nichts mit den Eisheiligen zu tun. Ist aber auch ein bekanntes Wetterphänomen und wird in Mitteleuropa im Zeitraum vom 4. bis 20. Juni 2026 erwartet. Die Schafskälte ist ein häufig auftretender Kälteeinbruch im Frühsommer. Die Temperaturen können dabei innerhalb weniger Stunden um fünf bis zehn Grad sinken. Der Kälteeinbruch ist besonders für Schafe gefährlich, die um diese Zeit bereits geschoren wurden – daher der Namen Schafskälte.

 

Statistik  

In der Statistik hatte die Schafskälte in den letzten 100 Jahren eine Eintreffquote von 61 Prozent. Von 1921 bis 1990 lag sie gar bei 73 Prozent. In den letzten 30 Jahren sank die Trefferquote wegen des Klimawandels jedoch auf 33 Prozent (Quelle: wikipedia).

 

 Das Zitat der Woche

Wir alle können vom Wetter lernen. Es schenkt der Kritik keine Aufmerksamkeit.

Autor Unbekannt

 

Musik-Tipp der Woche

Colson Wade: «Never walked alone» 7.5.2026

                  

https://www.youtube.com/watch?v=6aTMevrDjMY&list=RD6aTMevrDjMY&start_radio=1

 

Eure Meinung interessiert mich

Vorschläge, Kommentare, Kritiken: info@dakapublic.ch Wenn euch gefällt, was ihr hier lest, sagt es weiter, wenn nicht, dann auch. Meine Texte dürfen auch gern geteilt werden.


Dany Kammüller, May 14, 2026 7:02 AM