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Menschen beim Einkaufen
Schnell mal einkaufen? Fehlanzeige! Bild: Sunrise auf Pixabay
Hey Leute, ich frönte kürzlich mal wieder meinem Hobby; ihr wisst schon - Menschen beobachten. Das ist, wenn man die Zeit und die Muse dafür hat, spannender als Fernsehen oder ins Handy starren.
Da wäre zum Beispiel die alte Dame, die adrett gekleidet, ihre Einkaufstasche mit Rädern hinter sich herzieht. Sie sieht sehr gepflegt aus. Auch ihre Haare sind toll frisiert. Doch von hinten sieht sie aus, als wäre sie eben aus dem Bett gestiegen. Die Haare stehen ihr in alle vier Himmelsrichtungen vom Kopf ab. Tja, man sieht sich selbst halt nicht von hinten.
Mutter und Kind
Ein Schauspiel, das schon so mancher Einkaufspassant über sich ergehen lassen musste. Ein kleiner Racker schreit wie am Spiess, als gäbe es kein Morgen, weil die Mama nicht die von ihm gewünschten Produkte in den Einkaufswagen legt. Die anderen Passanten sehen sie schon schräg von der Seite an. Und die Mama? Sie tut so, als wäre das ganz normal. Der kleine Schreihals hingegen weiss genau, wenn er weiter so schreit, kann er Mamas Herz erweichen, so wie immer. Falsche Erziehung, aber das ist ein anderes Thema.
Der leicht zerstreute Professor …
…sucht irgendetwas in seiner Jacke. Linke Manteltasche? Rechte Manteltasche? Nichts! Hosentasche hinten? Endlich - da ist die Einkaufsliste. Doch wo ist jetzt die Brille, damit er lesen kann, was auf dem Zettel steht. Erneute Suche, bis er merkt, dass er seine Brille auf der Stirn hat 😊 Er läuft zur Abteilung Milch und Käse, dann zurück zum Gemüse, wieder vor zur Fleischabteilung und nochmal zurück zur Brotabteilung. Er ringt mir ein kleines Lächeln ab, weil es mir auch schon so ähnlich erging.
Das eingespielte Paar
Alle Handgriffe sitzen. Sie sieht sich die Saison-Salate an, er biegt links ab zum Brot und danach rechts zur Abteilung Salatsauce. Der Einkaufswagen wurde an einem Ort abgestellt, wo er niemandem im Weg steht, aber für beide in Reichweite ist. Sie: «Ich gehe schon mal vor zur Abteilung Körperpflege». Er sieht ihr nach und legt zwischenzeitlich Eier, Milch, Getränke und Teigwaren in den Wagen. Sie kommt zurück, gemeinsam konsultieren sie die Einkaufsliste, um zu sehen, ob noch was fehlt, danach geht es …
… zur Kasse
Gemeinsam legen sie die Produkte aufs Förderband. Wenn der Wagen halb leer ist, reicht er ihr die Einkaufstaschen und räumt den Wagen ganz aus. Sie packt derweil alles ein und er macht sich bereit zum Zahlen. Die Frau an der Kasse fragt: «Haben Sie den Blumenkohl abgewogen?» Sie sieht ihn schelmisch und ein wenig vorwurfsvoll an. Nein, hat er nicht, denn er dachte es sei Stückware. Aber die Kassenfrau ist zur Stelle und am Ende liegt auch der gewogene Blumenkohl in der Tasche.
Apropos Kasse
Geht es euch auch so, dass ihr fast immer an der falschen Kasse ansteht. Links oder rechts. Schnell links, dort hat es fast keine Leute. Doch dann steht die Kassenfrau auf, weil ihre Ablösung im Anmarsch ist. Gemächlich verlässt sie ihr Rayon, quatscht noch schnell mit der Ablösung und ich spiele im Kopf «Mensch ärgere dich nicht.» Als die Ablösung sich «endlich» eingerichtet hat, spricht sie noch mit der vor ihr stehenden Kundin und ich werde langsam ein wenig stinkig. Meine Frau spürt meine aufkeimende Unruhe und schenkt mir ein Lächeln, dass mir sagt, nimm es gelassen. Kann ich aber nicht und verdrehe die Augen. Es gäbe auch diese Selbstscanning-Systeme. Doch diese «Arbeitsvernichtungs-Maschinerie» mag ich nicht, dann doch lieber an der falschen Kasse anstehen. 😊
Fazit
Wer gut vorbereitet zum Einkaufen geht, hat weniger Stress. Schneller gesagt als getan, denn in einem öffentlichen Gebäude/Geschäft spielt der Faktor Mensch eine zentrale Rolle. Es verhalten sich dort eben nicht alle so wie du oder ich und das führt manchmal zu Situationen, die man halt nicht vorhersehen kann. Aber so ist das Leben, finde dich damit ab oder auch nicht …
Das Zitat der Woche
Die Menschen gehen zum Einkaufen wie zum Fischen; sie wollen sehen, wie gross der Fisch ist, den sie mit dem kleinsten Köder fangen können.
Henry Ward Beecher, amerikanischer Prediger, 25.6.1813 – 8.3.1887
Musik-Tipp der Woche
Dr. Arnd Stein: «Gelassenheit» aus dem Jahr 2007. Musik zum Entspannen. Einfach kurz innehalten, abschalten und sieben Minuten pausieren.
https://www.youtube.com/watch?v=pPuikBlCc-k&list=RDpPuikBlCc-k&start_radio=1
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Dany Kammüller, July 10, 2026 6:44 AM