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Auch du wirst überwacht

Die totale Kontrolle


Wir werden auf Schritt und Tritt überwacht. Die mobile Kommunikation macht es möglich Bild: planet fox pixabay


Liebe Leser/innen, es ist keine Verschwörungstheorie, wenn ich sage, dass wir alle überwacht werden – und zwar mehr und häufiger, als vielen bewusst ist.

 

2016 nahm das Schweizer Volk das neue Nachrichtendienstgesetz mit 65 Prozent an. Kritiker wiesen schon damals darauf hin, dass damit auch unbescholtene Bürger/innen überwacht werden können. Der ehemalige Vorsteher des Verteidigungsdepartements, Guy Parmelin: «Es sind keine umfassenden Überwachungen geplant». Wer es glaubt, wird selig. Wer die Möglichkeiten hat, der nutzt sie auch.

 

Sommer 2013

Die vom US-amerikanisch-russischen Whistleblower Edward Snowden im Sommer 2013 zugänglich gemachten Dokumente gaben erstmals Einblicke in das Ausmass der weltweiten Überwachungs- und Spionagepraktiken. Aus diesen Unterlagen ging unter anderem hervor, dass von der Genfer UNO-Vertretung der USA der örtliche Fernmeldeverkehr überwacht wird. Bei der heutigen Kabelaufklärung des Nachrichtendienstes wird de facto also auch ein grosser Teil der digitalen Kommunikation der in der Schweiz lebenden Bevölkerung überwacht.

 

PS: Als Whistleblower (Hinweisgeber) werden Personen bezeichnet, die innerhalb oder aus einem beruflichen Umfeld heraus auf illegale Aktivitäten, Korruption, Missstände oder Gefahren aufmerksam machen.

 

Wir werden überwacht …

… ob wir wollen oder nicht. Der Schweizer Nachrichtendienst zapft die Kommunikation über Internet-Kabelnetze an und durchsucht diese nach Stichworten. Die Internetüberwachung in der Schweiz findet sowohl im Rahmen der Strafverfolgung als auch «präventiv» durch in- und ausländische Nachrichtendienste statt. Die Antennenanlagen des Onyx-Abhörsystems in Leuk VS und in Zimmerwald BE sprechen für sich.

 

Auch du und ich

Liebe Leute, mit dem Verfassen dieses Artikels bin auch ich bereits wieder auf dem Sender diverser Nachrichtendienste. Das sind keine Fantasien meinerseits, sondern knallharte Realität. Auch die Russen, Chinesen, Inder und Amis etc. fangen gewisse Stichworte ab, die ich hier erwähne (z. B. Edward Snowden, Spionage, Onyx, Fichen etc.). Du zeigst Interesse an diesem Artikel? Dann bist auch du möglicherweise im Blickfeld der Nachrichtendienste. Wie lange diese Dossiers Bestand haben und wann oder ob sie wieder gelöscht werden, darüber kann man nur spekulieren.

 

Schweizer Schnüffelstaat

Die Schweiz hat mit staatlicher Überwachung ja beste Erfahrung – schon früher wurden Bürger/innen systematisch erfasst (Fichenskandal 1950 -1989). Das geschieht auch noch heute, einfach digital und ungleich effizienter.

 

Die digitale Spionage …

… ist heute ein Kinderspiel. In dem Moment, in dem wir unser Handy, den Computer oder den Fernseher einschalten, beginnt die staatliche, als auch Fremdüberwachung. Und mit diesen Mitteln werden wir nicht nur ausspioniert, sondern auch manipuliert (in der Werbung, Politik, im Konsum, Gesundheit-, Sozial- und Finanzwesen etc.). Derartige Manipulationen gibt es schon lange – einfach nicht auf dem Niveau, das heute möglich ist (KI lässt grüssen). Fakt ist, wir können uns nicht dagegen wehren, weder mit einem «Aluhut» (😊) noch mit dem Verzicht auf digitale Geräte. Denn heute ist fast alles digital – und es wird immer mehr.

 

Das Zitat der Woche

«Alle menschlichen Einrichtungen sind unvollkommen – am allermeisten staatliche.» 

Otto von Bismarck, deutscher Politiker/Staatsmann, 1.4.1815 – 30.7.1898

 

Musiktipp der Woche

BeTeXion Music: «Staatsfeind Nummer eins»

 

https://www.youtube.com/watch?v=bRWaWLZnIW8&list=RDbRWaWLZnIW8&start_radio=1

 

Eure Meinung interessiert mich

Vorschläge, Kommentare, Kritiken: info@dakapublic.ch Wenn euch gefällt, was ihr hier lest, sagt es weiter, wenn nicht, dann auch. Meine Texte dürfen auch gern geteilt werden.


Dany Kammüller, August 28, 2026 7:22 AM