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Dinge, die keiner mehr braucht

Loslassen befreit!


Sammelgut verrottet oft im Keller oder Estrich. Bild: pascal OHLMANN/Pixabay


Jede/r hat hin und wieder eine Phase, in der man spürt, dass es Zeit ist, loszulassen. Loslassen von Dingen, die sich über Jahre angesammelt haben – oft so lange, dass man stellenweise nicht einmal mehr wusste, dass man sie überhaupt noch hat.


Liebe Herren: Fast jeder von euch hat so eine ominöse Kiste, in der sich Kabel, Adapter, alte Ladegeräte und anderer Elektronikschrott befindet, von dem man glaubt, ihn irgendwann vielleicht noch zu brauchen. Ihr braucht ihn nicht mehr – und die Kiste nimmt nur Platz weg, den ihr für wirklich Wichtiges nutzen könnt. Eine Kabelschiene mit Mehrfachsteckdosen und maximal ein (zwei 😊) Verlängerungskabel reichen als «eiserne Reserve» völlig aus. Also: ab damit, statt sie noch einmal zu zügeln. Und apropos Zügeln – das ist der beste Moment, um alten Gerümpel endgültig zu entsorgen.

 

Liebe Damen

Schuhe und Kleider, die ihr irgendwann einmal gekauft, aber seit mindestens ein bis zwei Jahren nicht mehr getragen habt, gehören in den Kleidersack. Klar, vielleicht kommen sie irgendwann wieder in Mode. Nur: passt ihr dann noch hinein? Oder der Schnitt ist zwar wieder modern, aber die Muster völlig überholt – und ihr wirkt damit eher «Oldschool», also modisch deplatziert. Thema Schuhe: Ja, ich weiss, für viele Damen sind sie ein Heiligtum. Aber wenn die Sohlen zerbröckeln, das Fussbett durchgetreten, die Riemchen spröde und der Lack ab ist, dann lasst sie los – auch wenn es schwerfällt. Ihr werdet sie nie mehr tragen, habt aber Platz für Neues. 😊

 

Liebe Sammler

Eure Bierdeckel aus aller Welt liegen gefühlt seit einem Jahrzehnt in einer Moderkiste, die längst Schimmel angesetzt hat – gruselig. Oder die Briefmarkensammlung, deren Album mehr wert ist als der Inhalt. Damit konnte man in grauer Vorzeit vielleicht seine Herzdame zu einem Rendezvous verführen, aber das war’s dann auch. Natürlich gibt es wertvolle Sammlungen, aber das sind glorreiche Ausnahmen. Am besten geht ihr mit euren Waren zu einem Spezialisten und lasst eure heissgeliebten Schätze bewerten. Das gilt für alles andere Sammelgut dieser Welt: Modeschmuck, «Autöli», Bilder, Feuerzeuge, Bierflaschen, Puppen, etc.

 

Loslassen befreit

Liebe Leute, ich weiss, Loslassen ist manchmal nicht einfach. Aber danach fühlt man sich wirklich besser – das kenne ich aus eigener Erfahrung. Ich hatte einmal eine schöne Sammlung von Lamborghini-Automodellen. Ich habe sie ausgeschrieben und konnte sie tatsächlich verkaufen. Der Präsident des Lamborghini - Vereins Schweiz hat sich sehr darüber gefreut. Man muss Dinge, je nach Zustand, nicht zwingend einfach wegwerfen. Heute gibt es diverse Verkaufsplattformen wie Ricardo, Ebay und viele andere. Auch auf Flohmärkten wird man dies und jenes los, wenn man Zeit und Musse hat und erhält dafür erst noch ein paar «Fränkli». Ein schönes, befreiendes Gefühl. Also: Lasst los…

 

Das Zitat der Woche

Wer das Loslassen anpackt, hat alle Hände voll zu tun.

Almut Adler, deutsche Autorin/Fotografin geboren 1951

 

Musiktipp der Woche

Sienna Rivers ft. DeShawn

 

https://www.youtube.com/watch?v=IHGLHsHbk1s&list=RDIHGLHsHbk1s&start_radio=1

 

Eure Meinung interessiert mich

Vorschläge, Kommentare, Kritiken: info@dakapublic.ch Wenn euch gefällt, was ihr hier lest, sagt es weiter – wenn nicht, dann auch. Meine Texte dürfen gern geteilt werden.


Dany Kammüller, September 4, 2026 8:25 AM