Gedichte
Eiszeit
Kälte und Regen, Trübsal und Leid,
Zeiten der Sehnsucht weit und breit.
Leises Weinen in finstrer Nacht,
ein Kind ist traurig aufgewacht.
Eiszeit...
Keine Wärme, keine Nähe,
nur bedrückend leeres Schweigen,
denn in der heutigen Gesellschaft,
ist es verboten Gefühle zu zeigen.
Eiszeit...
Lügen, Neid, Missgunst und Gier
beherrschen unsere kleine Welt.
Menschlichkeit zählt nicht mehr,
was zählt, ist nur das Geld.
Eiszeit...
Eitelkeit treibt uns in die Einsamkeit,
lässt uns langsam sterben,
und was davon übrig bleibt,
führt uns ins Verderben.
Eiszeit..
Manchmal möchte ich einfach fliehen,
mit dem Wind und den Wolken in die Ferne ziehen.
Oft habe ich die Schnauze gestrichen voll
und ich frag mich was das alles soll.
Eiszeit...
Was zählen Gefühle in finsterer Nacht,
warum haben wir die Türen immer zu gemacht?
Warum sind wir gerannt nur nach Reichtum und Macht
und warum haben wir die Schwachen immer ausgelacht?
Eiszeit...
Ein Blick zurück!
Eiszeit, ein Kind schreit,
in Einsamkeit ohne Menschlichkeit,
Liebe ohne Ehrlichkeit,
Eiszeit für die Ewigkeit..?
Dany Kammüller, publiziert am 9.7.1997
Gewidmet:
Den kriegstreibenden Politikern dieser Welt