Gedichte
Ich vermisse dich...
Ich wollte Dir noch so viel sagen,
Dich dies und jenes dringend fragen,
nur noch einmal mit Dir Schweigen,
Dir meine innigsten Gefühle zeigen.
Ich möchte Dir gegenüberstehn,
ein letztes Mal Deine Augen sehn,
nur einmal noch Deine Stimme hören,
Deine Nähe, Liebe und Wärme spüren.
Ich sehne mich nach unserm Glück,
hoffe stets Du kommst zurück.
Ich kann ohne Dich nicht sein,
bitte lass mich nicht allein.
Doch schon eilte der Tod herbei
und trennte unser Band entzwei.
Einfach so ist er gekommen
und hat Dich für immer genommen.
Wolken verdrängen das Tageslicht
und Tränen netzen mein Gesicht.
Tiefer Schmerz hält mich gefangen,
unendlich gross ist mein Verlangen.
Der letzte Abschied tut so weh,
weil ich Dich nie mehr wieder seh,
so hüll ich mich in Einsamkeit
und schwelg in der Vergangenheit.
Was taten wir vor einem Jahr,
was, als ich noch jünger war?
Meine Gedanken sind so wirr,
ich wünschte mir Du wärest hier.
Von Dir hab ich gelernt fürs Leben,
Du hast mir soviel gegeben.
Bei Dir erhielt ich Geborgenheit,
Vertrauen, Verständnis und Ehrlichkeit.
Lange werd ich um Dich weinen,
lang wird keine Sonne scheinen,
denn ohne Dich ist's hier so leer,
ich vermisse Dich so sehr.
Aber trotz meiner Traurigkeit,
nichts ist für die Ewigkeit.
Alles muss wohl weiter gehn,
drum sage ich jetzt Aufwiedersehn.
Adieu mein Freund, mach's gut,
ich wünsche Dir viel Mut,
auf Deinem letzten Weg,
zu Gottes Ruhesteg.
Ich werde Deine Keime giessen,
bis daraus zarte Wurzeln spriessen,
damit in fernem Abendglühn,
auf Deinem Grabe Rosen blühn.
Gewidmet: Ferdi, dem besten Freund den ich je hatte,
sowie den Opfern des Zuger Attentates vom 27. September 2001.
Dany Kammüller, publiziert am 27. März 2002