Gedichte
Fernweh
Sommer, Sonne, Meer und Sand,
das Flüstern der Wellen an deinem Strand.
Zwei Freunde zeigten mir, wer du wirklich bist,
und wo deine Seele vergraben ist.
Ich kannte dich nicht, war noch niemals da,
doch ich war verzaubert als ich dich sah.
Deine Schönheit hat mich gefangen,
in mir wuchs ein mystisches Verlangen.
Ein Verlangen, dich nicht nur zu sehn,
sondern Land und Leute zu verstehn.
Deine Melancholie hat mich tief berührt,
hier hab ich wahre Freiheit gespürt.
Ich bin so glücklich, ja froh und beschwingt,
wenn der Wind der Berge seine Weisen singt.
Hier verschwanden all meine Sorgen,
hier fühlte ich mich zutiefst geborgen.
Deine Aura zog mich in deinen Bann,
dem ich wohl nie mehr entfliehen kann,
deinem schroffen, kargen, felsigen Land,
deinen Blüten und Düften, die ich hier fand.
Drum lasst mich los, ja lasst mich fliegen,
ich möcht ewig an diesen Stränden liegen.
Dem Tosen und Brausen der Wellen frönen,
mich dort im Geiste mit mir selbst versöhnen.
Mein Herz, es lacht, es tanzt und schreit,
diese Insel im Meer hat mich befreit.
Befreit von Übeln und von Pein,
ich werd ewig mit ihr verbunden sein.
Doch irgendwann musste ich dann gehn,
wohlwissentlich, dass wir uns wiedersehn,
denn das Fernweh lässt mich nicht mehr los,
meine Sehnsucht nach dir ist unendlich gross.
Drum was dereinst geschehen mag,
an einem fernen Sommertag,
ein Teil meines Herzens der blieb da,
das heisst, ich komm wieder,
geliebtes Korsika…
Dany Kammüller publiziert am 28. Dezember 2016
Gewidmet meinen Schwiegereltern