Gedichte
2020
2020 begann mit Pauken und Trompeten,
fröhlich mit Champagner und Raketen.
Niemand sah die Wolken am Horizont,
keiner ahnte, was auf uns zukommt.
Doch dann: Wuhan, Bergamo, Bellinzona,
die ganze Welt spricht über Corona.
Ein Virus, das unser Leben umkehrte,
uns Angst und schlaflose Nächte bescherte.
Covid fegt wie ein Taifun übern Globus,
griff um sich wie ein wütender Oktopus.
Wahrlich keiner kann ihm entkommen,
es lähmt unser Sein, macht uns benommen.
Mitte März ging’s weiter Knall auf Fall,
«rien ne va plus» und zwar überall.
Ausserordentliche Lagen und Lockdown,
ein total verrückter Albtraum.
Die ganze Welt sitzt im gleichen Boot,
kam unverhofft in kollektive Not.
Diese hält uns Monate fest im Griff,
auf diesem gottverlassen sinkenden Schiff.
Es folgte die Umkehr zur Normalität,
doch für viele war es schon zu spät.
Entlassungen, Konkurse oder Arbeitslosigkeit
prägen die Gesellschaft für die Ewigkeit.
Es wird nie mehr so sein, wie’s mal war,
nicht heute, nicht morgen, nicht in einem Jahr.
Das kleine Virus hat die Erde verändert,
es liegt an uns, ob das Boot noch kentert.
Da helfen weder Klagen noch ein Flehen,
denn das Leben muss stets weitergehen.
Doch was wird einst in unseren Annalen stehen,
wenn wir später die Zeit im Spiegel sehen?
Ob am Ende das Virus siegt,
und die Menschheit zerstört am Boden liegt?
Wer kann das schon wissen, wir können nur hoffen,
bis dahin bleibt diese Frage wohl offen ...
Dany Kammüller, publiziert am 23.12.2020
Gewidmet:
Allen Politikern, die nicht immer die Wawhrheit sagen